Regierung · Madrid
Begoña Gómez gibt Pass ab – spanisches Gericht rückt auf Prozess wegen Korruptionsvorwürfen zu
Begoña Gómez, die Ehefrau des spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez, hat am Mittwoch ihren Pass an ein Madrider Gericht übergeben, nachdem ein Richter die Auflage als Vorsichtsmaßnahme vor einem Prozess wegen mutmaßlicher Einflussnahme, Wirtschaftskorruption und Veruntreuung angeordnet hatte.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von europa press, La Razón, LaSexta und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er
Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).
Kurz gefasst
Begoña Gómez übergab am Mittwochnachmittag ihren Pass am Gericht Plaza de Castilla in Madrid und kam damit einer richterlichen Anordnung nach.
Richter Peinado verwies sie wegen des Vorwurfs der Einflussnahme, Wirtschaftskorruption, Veruntreuung öffentlicher Mittel und Veruntreuung geistigen Eigentums an ein Gericht.
Der Richter argumentierte, der Status des Premierministers sei vorübergehend und ihre Polizeieskorte könne eine Flucht begünstigen; die Verteidigung bezeichnete dies als Spekulation und legte Rechtsmittel ein.
Sprecherin Elma Saiz bezeichnete das Verfahren als ‚anomal' und ‚einen Unsinn', während Pedro Sánchez von einem ‚Muster der Belästigung' gegen seine Familie sprach.
Gómez' Anwalt beantragte beim Provinzgericht Madrid die Aufhebung der Reisebeschränkungen mit Verweis auf die bevorstehende Sommerzeit und das Fehlen eines objektiven Fluchtrisikos.
- 21.06.Richter Peinado erlässt Entscheidung zur Eröffnung des mündlichen Schwurgerichtsverfahrens und verhängt Passbeschlagnahme, Ausreiseverbot und 14-tägige Meldeauflagen.
- 23.06.Cristina Álvarez, Gómez' Beraterin, übergibt ihren Pass.
- 24.06.Begoña Gómez übergibt ihren Pass. Ihr Anwalt legt Rechtsmittel zur Aufhebung der Maßnahmen ein.
Begoña Gómez erschien am Mittwoch kurz nach 18 Uhr im Gerichtsgebäude Plaza de Castilla und übergab ihren Pass dem Ermittlungsrichter Juan Carlos Peinado. Der Richter hatte die Beschlagnahme zusammen mit einem Ausreiseverbot und der Auflage angeordnet, sich alle zwei Wochen bei Gericht zu melden. Er argumentierte, dass die Position des Premierministers „vergänglich" sei und dass ihre Polizeieskorte „entweder aus eigener Initiative oder auf Anweisung ihrer hierarchischen Vorgesetzten" eine Flucht erleichtern könnte.
Gómez betrat das Gebäude durch die Tiefgarage, wie schon bei früheren Terminen, nachdem die Vorsitzende Richterin des Madrider Gerichts, María Jesús del Barco, diesen Weg mit Verweis auf ein „feindseliges Umfeld und offensichtliche gesellschaftliche Ablehnung" genehmigt hatte, das eine Gefahr für ihre körperliche Unversehrtheit darstelle.
Die Maßnahmen und die Begründung des Richters
Peinado eröffnete am vergangenen Samstag ein mündliches Schwurgerichtsverfahren gegen Gómez wegen des Vorwurfs der Einflussnahme, Korruption im Geschäftsverkehr, Veruntreuung öffentlicher Mittel durch die Nutzung ihres Moncloa-Beraters für private Tätigkeiten sowie Veruntreuung von Software im Zusammenhang mit einem von ihr mitgeleiteten Lehrstuhl an der Universität Complutense Madrid. Die Anhörung zur Vorbereitung des Verfahrens hatte eine Woche zuvor stattgefunden, bei der die von Hazte Oír geführte Nebenklage die Sicherheitsmaßnahmen beantragt hatte.
Neben Gómez ist ihre Beraterin Cristina Álvarez mit ähnlichen Vorwürfen und denselben Auflagen konfrontiert. Álvarez übergab ihren Pass am Dienstag dem Gericht.
In seiner Entscheidung deutete der Richter an, dass die zum Schutz der Ehefrau des Premierministers abgestellten Polizeibeamten eine Flucht unterstützen könnten – eine Bemerkung, die scharfe Kritik von Polizeigewerkschaften und Regierungsvertretern hervorrief. Die Verteidigung bezeichnete dies als „Anzweifeln der Integrität von Beamten der Nationalpolizei ohne einen einzigen objektiven Tatsachenbeleg" und nannte es „inakzeptable Spekulation".
Reaktion der Regierung
Regierungssprecherin Elma Saiz bezeichnete das gerichtliche Verfahren als „anomal" und „einen Unsinn" („despropósito"), betonte aber, dass Gómez die vom Richter verhängten Auflagen erfülle. „Wir hoffen, dass höhere Instanzen Ordnung schaffen", sagte Saiz vor Journalisten. Die Regierung hatte zuvor in einer Mitteilung an Medien erklärt, die Entscheidung des Richters „bestätige die Verfolgung, Besessenheit und Unverhältnismäßigkeit" einer Untersuchung, „der jeder rechtliche Sinn fehle und die nur politischen Motiven folge".
„Wir hoffen, dass höhere Instanzen Ordnung schaffen.“
Pedro Sánchez, der Stunden vor der Passübergabe im Parlament sprach, ging auf die Flut von Gerichtsverfahren gegen seine Regierung ein und sagte, es sei schwierig, darüber zu sprechen, weil sie „die Menschen, die ich am meisten liebe" betreffen und auf „unbegründeten Anschuldigungen und einem Muster von Belästigung und Zerstörung beruhen, wie wir es in anderen westlichen Ländern gesehen haben".
Rechtsmittel und Sommerreisen
Gómez' Anwalt, der ehemalige sozialistische Minister Antonio Camacho, legte umgehend Rechtsmittel ein und beantragte beim Provinzgericht Madrid die Aufhebung der Maßnahmen. Er argumentierte, sie verletzten die Grundsätze der Notwendigkeit und Verhältnismäßigkeit und schadeten dem in der Verfassung verankerten Grundrecht auf Freizügigkeit. In der Beschwerde wird darauf hingewiesen, dass „der Aufenthaltsort und die Bewegungen von Begoña Gómez jederzeit vom Staat bekannt sind", was die Auflagen unnötig mache. Zudem wird ausdrücklich die Rückgabe des Passes „angesichts der bevorstehenden Sommersaison" gefordert, mit der Begründung, sie habe starke familiäre, soziale und berufliche Bindungen und sei allen gerichtlichen Vorladungen nachgekommen.
„Der Aufenthaltsort und die Bewegungen von Begoña Gómez sind jederzeit vom Staat bekannt, was die Sicherheitsmaßnahmen objektiv unnötig macht.“
Das Provinzgericht hat noch nicht über das Rechtsmittel entschieden. Der Fall, der auf April 2024 zurückgeht, heizt die politischen Spannungen weiter an, während die Legislative praktisch handlungsunfähig ist.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- europa pressElma Saiz tacha de "despropósito" el proceso judicial contra Begoña...
- La RazónBegoña Gómez cumple con el juez Peinado y le entrega el pasaporte
- LaSextaBegoña Gómez entrega su pasaporte al juez Peinado
- ABC TU DIARIO EN ESPAÑOLBegoña Gómez entrega su pasaporte y pide a la Audiencia que se lo devuelva ante la "temporada de verano"
- Begoña Gómez
- Ehefrau des spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez, gegen die wegen mutmaßlicher Einflussnahme, Korruption und Veruntreuung ermittelt wird.
- Juan Carlos Peinado
- Ermittlungsrichter, der Gómez vor Gericht verwies und Sicherheitsmaßnahmen verhängte.
- Elma Saiz
- Spanische Ministerin für Integration, soziale Sicherheit und Migration sowie Regierungssprecherin.
- Pedro Sánchez
- Ministerpräsident von Spanien, Ehemann von Begoña Gómez.
- Antonio Camacho
- Ehemaliger sozialistischer Minister und Anwalt von Begoña Gómez.
- Cristina Álvarez
- Moncloa-Beraterin von Begoña Gómez, die ebenfalls von denselben Anklagepunkten und Sicherheitsmaßnahmen betroffen ist.
- María Jesús del Barco
- Vorsitzende Richterin des Madrider Gerichts, die Gómez' Einfahrt über die Tiefgarage aus Sicherheitsgründen genehmigte.
- Orte
- Barcelona
Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.
Pollar unterstützen