
Drei Männer für Diebstahl eines 2.500 Jahre alten rumänischen Goldhelms aus niederländischem Museum zu je 47 Monaten Haft verurteilt
Ein Gericht in Assen verurteilte drei Männer zu 47 Monaten Haft für den Sprengstoffeinbruch im Drents Museum, bei dem ein 2.500 Jahre alter rumänischer Goldhelm und drei Goldarmbänder gestohlen wurden.
Ein niederländisches Gericht verhängte gegen drei Männer Haftstrafen von drei Jahren und elf Monaten für den Diebstahl des Coțofenești-Helms, eines 2.500 Jahre alten Artefakts, das als rumänischer Nationalschatz gilt. Die Männer sprengten im Januar 2025 den Notausgang des Drents Museums in Assen auf und entwendeten den Helm sowie drei Goldarmbänder aus der Ausstellung „Dacia – das Reich von Gold und Silber“.
Das Urteil
Alle drei Angeklagten erhielten die gleiche 47-monatige Haftstrafe. Das Gericht erklärte, nur eine erhebliche Freiheitsstrafe könne angesichts der Art und Schwere der Straftaten angemessen sein, die in einer „ausgefeilten und professionellen Weise“ vorbereitet und ausgeführt worden seien. Die Staatsanwaltschaft hatte für zwei der Männer, die einen Deal abgeschlossen hatten, 44 Monate und für den dritten 66 Monate gefordert, doch das Gericht sah keine Möglichkeit, die genaue Rolle jedes Einzelnen bei der Rückgabe der gestohlenen Gegenstände zu unterscheiden.
Angesichts der Art und Schwere der Straftaten kommt nur eine erhebliche Freiheitsstrafe in Betracht.
Die Deals
Zwei Verdächtige, Jan B. (21) und Douglas Chesley W. (37), trafen Absprachen mit den Staatsanwälten, die zur Wiederbeschaffung des Helms und zweier Armbänder im April führten. Der dritte Verdächtige, Bernhard Z. (35), lehnte jeden Deal ab und bestritt, während des Raubes anwesend gewesen zu sein. Allerdings belasteten Aussagen von Jan B. gegenüber verdeckten Ermittlern, die sich als potenzielle Käufer ausgaben, alle drei Männer. Das Gericht reduzierte die Strafe um einen Monat gegenüber den ursprünglich beabsichtigten 48 Monaten, um zu verhindern, dass Jan B. und Douglas W. im Rahmen ihrer Vereinbarung Berufung einlegen.
Das fehlende Armband
Ein Goldarmband bleibt verschwunden. Die Suche dauert an, und die Spekulationen konzentrieren sich auf Bernhard Z., der nicht mit den Behörden kooperierte. Sein Anwalt lehnte eine Stellungnahme zum fehlenden Gegenstand ab und erklärte lediglich, sein Mandant halte daran fest, nicht im Museum gewesen zu sein.
Diplomatische Folgen
Der Diebstahl führte zu ernsthaften Spannungen zwischen den Niederlanden und Rumänien. Der ehemalige Leiter des rumänischen Nationalmuseums für Geschichte, Ernest Oberländer-Târnoveanu, verlor innerhalb weniger Tage nach dem Diebstahl seinen Posten, nachdem er im Inland dafür kritisiert worden war, die Objekte ins Ausland verliehen zu haben. Die niederländische Regierung zahlte Berichten zufolge eine Versicherungsentschädigung von 5,7 Millionen Euro. Rumänische Beamte haben nicht erörtert, was mit dem Geld geschehen soll, da der größte Teil des Schatzes inzwischen wieder aufgetaucht ist.
Die Kunstschätze aus Rumänien waren für 5,7 Millionen Euro versichert, doch ihre Bedeutung und ihr Wert sind nicht in Geld auszudrücken.
Die Artefakte
Der Coțofenești-Helm stammt aus der Zeit um 450 v. Chr. und besteht aus nahezu reinem Gold. Er gilt als Symbol der rumänischen Geschichte und als einer der größten kulturellen Schätze des Landes. Die Objekte waren als Leihgabe des rumänischen Nationalmuseums für Geschichte in Bukarest Teil einer Ausstellung über die dakische Zivilisation, die vor der römischen Eroberung im Jahr 106 n. Chr. das heutige Rumänien bewohnte.


