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Regierung·vor 2 Std.

Barcelona belebt das seit langem blockierte Glòries-Projekt mit 120 Sozialwohnungen und Gemeinschaftseinrichtungen wieder

Nach 25 Jahren unterzeichnen Barcelonas Bürgermeister Jaume Collboni und das Konsortium der Zona Franca ein Protokoll zur Finanzierung des neu konzipierten Torre Ona: Statt eines einzelnen Turms entstehen mehrere Gebäude mit 120 Mietwohnungen, Büros und Nachbarschaftseinrichtungen.

Finanzierung zuerst, dann Gestaltung

Barcelonas Bürgermeister Jaume Collboni und der Präsident des Consorci de la Zona Franca de Barcelona (CZFB), Pere Navarro, haben ein Protokoll unterzeichnet, um ein seit Jahren blockiertes Grundstück an den Glòries zu erschließen, in der Nähe des Torre Glòries (ehemals Agbar) an der Avinguda Diagonal. Das ursprüngliche Torre-Ona-Projekt, das um das Jahr 2000 als 72 Meter hoher Turm konzipiert wurde, kam nie über erste Modelle hinaus. Der neue Ansatz stellt bewusst die Finanzierung sicher, bevor ein Architekturwettbewerb ausgeschrieben wird – eine Reihenfolge, die die Stadt bei früheren Ankündigungen nach eigenen Angaben nicht eingehalten hatte.

Wir wollten nicht erneut Projekte ankündigen, die seit Jahren im Stadtteil und in der Stadt diskutiert werden, ohne dass ihre Finanzierung gesichert ist.

Das CZFB übernimmt die geschätzten Baukosten von 90 Millionen Euro, die Stadt erstattet dem Konsortium die Summe im Laufe der Zeit zurück. Diese Regelung vermeidet es, den Betrag aus dem Jahresbudget Barcelonas zu entnehmen, das bereits über 4.000 Millionen Euro liegt. „Der Bürgermeister drängt uns immer, und das muss er auch tun“, scherzte Navarro während der Präsentation.

Vom Einzelturm zum multifunktionalen Komplex

Das 5.600 Quadratmeter große Grundstück wird eine Mindestbebauungsfläche von 35.000 Quadratmetern erhalten. Die Aufteilung sieht 10.000 Quadratmeter für geschützten Mietwohnungsbau (120 Wohnungen), 20.000 Quadratmeter für öffentliche Büros und 5.000 Quadratmeter für Gemeinschaftseinrichtungen vor. Collboni betonte, dass es mehr als ein Gebäude geben werde, mit separaten Baukörpern für jede Nutzung, und sich damit vom ursprünglichen Einzelturm-Design entferne.

Es wird nützlich und architektonisch einzigartig sein.

Die genaue Form wird in einem internationalen Architekturwettbewerb entschieden, den das CZFB im Herbst 2026 auszuschreiben plant.

Zeitplan nach einem Vierteljahrhundert Wartezeit

Das am 12. Juni 2026 unterzeichnete Protokoll sieht folgenden Ablauf vor: Die öffentliche Ausschreibung für den architektonischen Entwurf wird in diesem Herbst eröffnet; die Auftragsvergabe und die Erstellung der Ausführungspläne sind für 2027 vorgesehen; der Baubeginn wird zwischen Ende 2028 und Anfang 2029 erwartet, wobei der soziale Wohnungsbau Vorrang hat.

Projektmeilensteine nach Protokollunterzeichnung
  1. Collboni und Navarro unterzeichnen Protokoll; Zona Franca sagt 90 Millionen Euro zu
  2. Internationaler Architekturwettbewerb gestartet
  3. Ausführungsplanung abgeschlossen
  4. Baubeginn geplant, mit Priorität für den sozialen Wohnungsbau

Gewinn für die Nachbarschaft

Die Gemeinschaftseinrichtungen werden den nahegelegenen Stadtteilen Clot und Camp de l’Arpa zugutekommen. Der aktuelle Vorschlag umfasst eine Bibliothek, ein Sportzentrum und ein Auditorium, wobei die endgültige Zusammenstellung in Absprache mit den Anwohnern und Vereinen festgelegt wird. Der Bürgermeister stellte das Projekt als Bereicherung des Alltagslebens in einem Gebiet dar, das bereits als neuer urbaner Knotenpunkt rund um den Glòries-Platz fungiert, und griff damit die Idee des Planers Ignasi de Solà-Morales auf, dass städtisches Gefüge einen Ort zum Zentrum macht.

Barcelona

4 Quellen

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