Borussia Mönchengladbach entlässt Trainer Eugen Polanski nach drei Bundesliga-Niederlagen in Folge
Borussia Mönchengladbach hat sich am Sonntag von Cheftrainer Eugen Polanski getrennt, nachdem eine 0:5-Niederlage beim SC Freiburg die Mannschaft mit null Punkten auf den letzten Tabellenplatz brachte.
Entlassung nach drei Ligaspielen
Borussia Mönchengladbach hat Cheftrainer Eugen Polanski am Sonntag nach drei Auftaktniederlagen in der Bundesliga entlassen. Der Verein bestätigte die Trennung von dem 40-jährigen Trainer und seinem Co-Trainer Tobias Trulsen einen Tag nach einer 0:5-Auswärtsniederlage gegen den SC Freiburg. Die Niederlage ließ die Mannschaft mit null Punkten auf dem 18. Platz der Bundesliga-Tabelle zurück. Sportdirektor Rouven Schröder gab die Entscheidung am Sonntagmorgen in einer offiziellen Stellungnahme bekannt.
Trotz einer guten Vorbereitung und einiger ermutigender Anzeichen konnte die Mannschaft in der Bundesliga nicht die Ergebnisse erzielen, die wir uns erhofft hatten. Unsere jüngsten Leistungen haben uns letztlich zu dem Schluss geführt, dass ein Wechsel nötig war, und wir haben Eugen daher mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben entbunden.
Defensiver Zusammenbruch in den Auftaktpartien
Die Entlassung folgte auf eine Reihe schwerer defensiver Rückschläge zu Beginn der nationalen Saison. Gladbach startete in den Ligaspielplan mit einer 0:3-Auswärtsniederlage gegen RB Leipzig, bevor sie zu Hause gegen den Aufsteiger SV Elversberg mit 4:3 verloren – ein Spiel, in dem die Mannschaft drei Gegentore in der zweiten Halbzeit kassierte. Der einzige Pflichtspielsieg der Saison war ein 5:0-Erfolg gegen den Fünftligisten Schott Mainz in der ersten Runde des DFB-Pokals. Insgesamt kassierte Gladbach in drei Bundesligaspielen zwölf Gegentore.
- 1. Spieltag (bei RB Leipzig)
- 3 Tore
- 2. Spieltag (gegen SV Elversberg)
- 4 Tore
- 3. Spieltag (beim SC Freiburg)
- 5 Tore
Polanski, der zuvor die U23-Mannschaft des Vereins trainiert hatte und selbst als Spieler für Gladbach auflief, äußerte sich nach der Vereinsmitteilung zu der Entscheidung.
Borussia Mönchengladbach war und bleibt mein Verein. Deshalb tut es so weh, dass es so gekommen ist. Nachdem wir den Klassenerhalt erfolgreich gesichert hatten, haben wir für diese Saison eine Reihe von Veränderungen vorgenommen. Wir hatten große Ambitionen, konnten sie aber nicht in die Tat umsetzen.
Parallelen zur Vorsaison
Der Zeitpunkt der Entscheidung spiegelte Ereignisse aus der Saison 2025/26 wider, als Gladbach ebenfalls nach dem dritten Spieltag seinen Trainer entließ. Im September 2025 entließ der damalige Sportdirektor Roland Virkus Gerardo Seoane, nachdem die Mannschaft aus den ersten drei Spielen einen Punkt geholt hatte, bevor Virkus selbst kurz darauf zurücktrat. Polanski übernahm nach Seoanes Abgang interimistisch, erhielt im November 2025 einen festen Vertrag und führte die Mannschaft zu einem 12. Tabellenplatz. Trotz des Klassenerhalts stand Polanski zu Beginn der Saison 2026 unter Beobachtung von Teilen des Aufsichtsrats des Vereins.
- Zum Interimstrainer ernannt nach der Entlassung von Gerardo Seoane
- Nach interimistischer Amtszeit zum Cheftrainer befördert
- Erleidet eine 0:5-Auswärtsniederlage gegen den SC Freiburg am 3. Bundesliga-Spieltag
- Gemeinsam mit Co-Trainer Tobias Trulsen von seinen Aufgaben entbunden
Interimslösung und anstehende Spiele
Nach Polanskis Abgang übernahm der 46-jährige Co-Trainer Jan-Moritz Lichte interimistisch die Leitung der ersten Mannschaft. Lichte, der zuvor Mainz 05 trainierte, wechselte im Sommer von der Jugendakademie von Manchester City zu Gladbach, wo er in der Spielerentwicklung tätig war. Co-Trainer Markus Gellhaus und das bestehende Trainerteam werden Lichte während der Übergangsphase unterstützen. Lichte soll die Mannschaft am Samstag im nächsten Bundesligaspiel gegen den FSV Mainz 05 betreuen.


