Diplomatie · Antibes

Frankreich und Italien wollen angespannte Beziehungen beim ersten bilateralen Gipfel seit 2020 kitten

Emmanuel Macron empfängt Giorgia Meloni an der französischen Riviera, um Verteidigungs- und Atomabkommen zu unterzeichnen, jahrelange Reibungen über Migration und Rechtspolitik zu begraben und eine pragmatische Partnerschaft vor den EU-Haushaltskämpfen zu schmieden.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von France 24, POLITICO, Franceinfo und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Antibes · Frankreich
Wie es dazu kam
  1. 1.11.Italien verweigert dem Migrantenschiff Ocean Viking die Einfahrt; Frankreich nimmt es auf, was eine diplomatische Krise auslöst.
  2. 1.02.Macron weist Meloni wegen Äußerungen zum Tod des rechtsextremen Aktivisten Quentin Deranque zurecht.
  3. 25.06.Macron empfängt Meloni in Antibes zum ersten Gipfel seit 2020, unterzeichnet Verteidigungs- und Atomabkommen.

Eine Geschichte der Reibungen

Der letzte französisch-italienische Gipfel fand im Februar 2020 in Neapel statt, als Giuseppe Conte Italien führte. Seit Giorgia Meloni 2022 ihr Amt antrat, kam es zwischen Paris und Rom wiederholt zu Konflikten. Der Tiefpunkt war erreicht, als Meloni sich weigerte, das Migrantenrettungsschiff Ocean Viking in italienischen Häfen anlegen zu lassen, woraufhin Frankreich das Schiff aufnahm. Die Spannungen flammten im Februar 2026 erneut auf, nachdem Meloni sich zum Tod des rechtsextremen Aktivisten Quentin Deranque in Lyon geäußert hatte, was Macron eine scharfe Zurückweisung einbrachte: „Jeder soll zu Hause bleiben, dann sind die Schafe gut behütet.“ Frankreich hatte zuvor 2019 seinen Botschafter aus Rom abgezogen, nachdem der damalige Innenminister Matteo Salvini Macron einen „sehr schlechten Präsidenten“ genannt hatte.

„Ihre Beziehungen sind ein wenig zyklisch. Es gibt eine starke Nähe, aber oft gibt es Krisen und Spannungen, die explodieren und mediale Aufmerksamkeit erregen.“

Florent Marciacq, Forscher am Ifri und Experte für europäische Angelegenheiten

Neustart in Antibes

Am 25. Juni empfing Macron Meloni in Antibes an der Côte d'Azur zum 36. französisch-italienischen Gipfel, an dem etwa zehn Minister jeder Seite teilnahmen. Der Élysée präsentierte das Treffen als Rückkehr zu den Grundlagen und veröffentlichte sogar ein Video, das die beiden Staatschefs umarmend zur Musik des italienischen Hits „Felicità“ zeigt. Der Gipfel zielt darauf ab, eine Verteidigungs- und Weltraum-Roadmap sowie ein Atomabkommen zu erarbeiten, einschließlich des italienischen Interesses an französischen kleinen modularen Reaktoren. Die Staatschefs wollen zudem das an die Ukraine gelieferte Luftabwehrsystem SAMP/T stärken und ein „souveränes europäisches Angebot“ entwickeln.

„Wir brauchen einander.“

Emmanuel Macron, Präsident Frankreichs

„Macron braucht Meloni, um in Brüssel Einfluss auszuüben. Beide Länder haben extrem angespannte öffentliche Finanzen, was ihre Positionen in vielen Fragen annähert.“

Guillaume Duval, Berater am Institut Jacques-Delors

Melonis Bruch mit Trump

Eine Nebenhandlung, die der Annäherung Auftrieb verleiht, ist Melonis wachsende Distanz zu Donald Trump. Der ehemalige US-Präsident warf Meloni vor, ihm nicht beim Iran geholfen zu haben, und verspottete sie, weil sie angeblich bei der G7 um Selfies gebettelt habe. Meloni konterte: „Italien bettelt nie.“ Auch wenn dies nicht der Haupttreiber des Gipfels ist, unterstreicht der Streit Melonis Bereitschaft, sich wieder mit europäischen Partnern zu engagieren.

Wirtschaftliche Beziehungen und künftige Zusammenarbeit

Trotz politischer Animositäten hat die wirtschaftliche Verflechtung zugenommen. Der französisch-italienische Handel erreichte 2025 112 Milliarden Euro, ein Anstieg von 6 % gegenüber dem Vorjahr. Der Gipfel wird als pragmatische Notwendigkeit für zwei der größten Volkswirtschaften der EU angesehen. Mit dem Inkrafttreten des Quirinal-Vertrags im Jahr 2023 markiert das Treffen in Antibes den ersten großen politischen Akt in diesem Rahmen. Analysten warnen, dass der Gipfel keine Rückkehr zur Flitterwochen-Phase zwischen Macron und Draghi signalisiert, aber die Grundlage für eine regelmäßigere Koordinierung in den Bereichen Energie, Verteidigung und EU-Politik legen könnte.

„Es ist eine Notwendigkeit für beide Länder, zusammenzuarbeiten.“

Florent Marciacq, Forscher am Ifri und Experte für europäische Angelegenheiten

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