Łukasz Gibała hat am Dienstag, 20. Oktober 2026, während einer feierlichen Sitzung des Stadtrats im Rathaus am Plac Wszystkich Świętych offiziell das Amt des Stadtpräsidenten von Krakau angetreten. Krzysztof Dyl, Vorsitzender der städtischen Wahlkommission, überreichte ihm die Urkunde über seine Wahl. Nach der Vereidigung erhielt er die Amtskette und den Schlüssel zu den Stadttoren von Stanisław Kracik, der in den vergangenen Monaten das Amt des Stadtpräsidenten kommissarisch ausgeübt hatte. An der Zeremonie nahmen Aleksander Miszalski von der Koalicja Obywatelska sowie die Senatorin Monika Piątkowska teil, Gibałas Rivalin aus der Stichwahl. Miszalski war am 24. Mai 2026 durch einen kommunalen Volksentscheid seines Amtes enthoben worden.
Gibała gewann die am 11. Oktober abgehaltene Stichwahl mit 62,12 Prozent der Stimmen, also mit mehr als 162.000 Wählerinnen und Wählern. Piątkowska, unterstützt von KO und PSL, kam auf 37,88 Prozent oder mehr als 98.000 Wählerinnen und Wähler. Die Wahlbeteiligung in der Stichwahl lag bei 44,27 Prozent; die Stadt hat knapp 600.000 Wahlberechtigte und rund 720.000 Einwohner. Im ersten Wahlgang lag Gibała mit 36,38 Prozent vorn, vor Piątkowska mit 29,91 Prozent und dem PiS-Kandidaten Michał Drewnicki mit 17,5 Prozent. Michał Klimek, Kandidat der Konföderation der Polnischen Krone, kam auf 4,11 Prozent, Sławomir Pietrzyk landete mit 0,37 Prozent auf dem letzten Platz.
Daten aus dem Artikeltext
In seiner Ansprache an den Stadtrat rief Gibała zur Zusammenarbeit über Parteigrenzen hinweg auf und sagte, die Wählerinnen und Wähler hätten ihn trotz unterschiedlicher politischer Ansichten unterstützt. Er beschrieb die Stadt als in eine Krise geraten nach mehr als 20 Jahren, die er als erfolglose Regierung bezeichnete. Als betroffene Bereiche nannte er die öffentlichen Finanzen, eine auf Tourismus und unternehmensnahe Dienstleistungen gestützte Wirtschaft, die Raumplanung, den öffentlichen Nahverkehr und das Vertrauen in die Stadtverwaltung; er sei zutiefst überzeugt, dass diese Aufgaben gemeinsam bewältigt werden könnten.
„Legen wir beiseite, was uns getrennt hat und was uns trennt, und konzentrieren wir uns auf das, was uns verbindet.“
Er fügte hinzu, die Entschlossenheit, die Stadt aus der Krise zu führen, solle die gemeinsame Grundlage für die neue Stadtverwaltung und die Stadträte sein.
Gibała sagte gegenüber wPolsce24, seine Amtszeit werde wegen des vorgezogenen Volksentscheids kürzer sein, und die Finanzen der Stadt seien in einem desolaten Zustand. Der Stadtrat kommt am 21. Oktober zusammen, um über eine Senkung der Fahrpreise im öffentlichen Nahverkehr zu beraten und damit die Tarife wiederherzustellen, die sein Vorgänger Aleksander Miszalski erhöht hatte. Gibała nannte dies die erste Entscheidung seiner Amtszeit und sagte, die Verwaltung werde ihre Arbeit am 21. Oktober aufnehmen. Zugleich kündigte er an, die neue Verwaltung werde bei sich selbst mit dem Sparen beginnen, und verwies auf das traditionelle Amtseinführungsbankett, das diesmal nicht stattfinde. Er merkte an, dass eine Mehrheit im Stadtrat, in dem KO und Nowa Lewica die Sitze halten, erst noch gefunden werden müsse.
Der Vorsitzende des Stadtrats hatte angekündigt, den neuen Stadtpräsidenten genau zu kontrollieren. Gibała entgegnete, die Aufsicht über den Stadtpräsidenten sei eine gesetzliche Pflicht des Stadtrats, und die Stadträte der Platforma seien wenig geneigt gewesen, diese wahrzunehmen, solange ein Stadtpräsident aus dem eigenen Lager im Amt war. Er sagte, er fürchte die Kontrolle nicht, hoffe aber, dass die Stadträte nicht zu sehr von der Niederlage verbittert seien. Der Krakauer Anwalt Jan Hoffman, der seine Kandidatur für das Amt des Stadtpräsidenten zurückgezogen hatte, zog dieselbe Gegenüberstellung.
„Sehr gut, das ist die Kontrollfunktion des Stadtrats.“
Hoffman hoffte zudem, dass die Kontrolle ohne Missgunst gegenüber den Bürgerinitiativen des Stadtpräsidenten ausgeübt werde.
Der Volksentscheid im Mai, der Miszalski absetzte, verfehlte nur knapp auch die Absetzung des Stadtrats selbst. Die Stadträte, die bis vor Kurzem die Unterstützungsbasis des abgesetzten Stadtpräsidenten bildeten, müssen nun mit seinem Nachfolger zusammenarbeiten. Gibała hat erklärt, seine Amtszeit werde kürzer als eine volle Wahlperiode sein; er steht einer verschuldeten Stadt und einem Stadtrat gegenüber, den er erst für sich gewinnen muss. Die erste Bewährungsprobe für die neue Verwaltung ist die Stadtratssitzung am 21. Oktober.
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Gibała legte am Dienstag, 20. Oktober 2026, den Amtseid ab und erhielt die Amtskette sowie den Schlüssel zu den Stadttoren. Er übernimmt eine hoch verschuldete Stadt und einen Stadtrat, in dem KO und Nowa Lewica die Mehrheit halten.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von wpolityce.pl, NIEZALEZNA.PL, TVP Info und weiteren Medien. Veröffentlicht .