US-Botschaft gibt Gesundheitswarnung für Kuba wegen zunehmender Krankheiten und Stromausfällen heraus
Die US-Botschaft in Havanna gab am Freitag eine Gesundheitswarnung heraus, in der vor einem Anstieg von Magen-Darm-Infektionen gewarnt wird, die mit verunreinigtem Wasser und anhaltenden Stromausfällen aufgrund von Treibstoffknappheit zusammenhängen.
Infrastrukturzusammenbruch und Krankheitserregerausbruch
Am Freitag, dem 4. September 2026, gab die US-Botschaft in Havanna eine öffentliche Gesundheitswarnung heraus, die Reisende und Einwohner vor einem Anstieg von Magen-Darm-Infektionen in ganz Kuba warnt. Die auf der Botschaftswebsite und in sozialen Medien veröffentlichte Warnung führte die Gesundheitsrisiken auf die sich verschlechternde kommunale Wasserversorgung und Strominfrastruktur zurück, die die Lebensmittelkonservierung und den Zugang zu sauberem Wasser schwer beeinträchtigt hat. Zu den in der Warnung genannten medizinischen Fällen gehören Infektionen mit Escherichia coli, Norovirus, Shigella und anderen Magen-Darm-Erregern. Bei mehrtägigen Stromausfällen unter sommerlichen Bedingungen können die Bewohner keine Kühlgeräte, Klimaanlagen oder Haushaltsventilatoren betreiben. In ganz Kuba, insbesondere im Großraum Havanna, leiden Patienten unter anhaltendem Fieber, Gliederschmerzen, Erbrechen und akutem Durchfall, der viele bettlägerig macht.
Die US-Botschaft hat einen deutlichen Anstieg von Durchfallerkrankungen in ganz Kuba festgestellt, der mit der anhaltenden Verschlechterung der Wasser- und Energieinfrastruktur zusammenhängt. Diese Verschlechterung beeinträchtigt die Wasserversorgung sowie die Lebensmittellagerung und Temperaturkontrolle.
Treibstoffembargo und humanitäre Warnungen
Der Zusammenbruch der kommunalen Versorgungsnetze folgt auf eine von der Trump-Regierung neun Monate zuvor verhängte Treibstoffblockade sowie auf Seeembargomaßnahmen, die kubanische Importe von Öl, Medikamenten und Lebensmitteln einschränken. Der fehlende Treibstoffimport hat die Stromerzeugung auf der gesamten Insel lahmgelegt, was zu weit verbreiteten Stromausfällen und der Stilllegung kommunaler Wasserpumpensysteme und medizinischer Dienste geführt hat. Während Washington den Zusammenbruch auf administratives Missmanagement und Korruption innerhalb der kubanischen Regierung zurückführt, stellten UN-Menschenrechtsexperten im August fest, dass die Treibstoffblockade gegen internationales Recht verstößt. Das UN-Team warnte, dass die verschärften Sanktionen ein zunehmendes Risiko von Krankheitsausbrüchen schaffen und den grundlegenden zivilen Zugang zu Gesundheitsversorgung, Nahrung und wesentlichen Dienstleistungen gefährden.
Die humanitären Folgen entwickeln sich bereits zu einer ausgewachsenen Krise, die die Rechte auf Gesundheit, Leben, Nahrung und Entwicklung bedroht.
Diplomatische Konfrontation wegen Sanktionen
Die Spannungen zwischen den beiden Regierungen verschärften sich am Donnerstag, dem 3. September 2026, als das US-Außenministerium eine weitere Runde von Wirtschaftssanktionen ankündigte. In seiner Ankündigung erklärte das Außenministerium, dass die kubanische Regierung eine tiefgreifende, vielschichtige Bedrohung für die nationale Sicherheit der USA und die Stabilität der Hemisphäre darstelle. Washington hat betont, dass wirtschaftlicher Druck erforderlich sei, um einen politischen Wandel nach der Revolution von 1959 zu erzwingen. Der kubanische Außenminister Bruno Rodríguez Parrilla verurteilte die neuen Maßnahmen in den sozialen Medien und beschuldigte die Vereinigten Staaten, durch gezielte wirtschaftliche Strafmaßnahmen absichtlich zivile Notlagen zu verursachen.
Kollektivbestrafung ist ein Verbrechen. Das gilt auch für die Zufügung von Leid für eine gesamte Bevölkerung durch Maßnahmen, die kaltblütig darauf berechnet sind, eine humanitäre Krise auszulösen.
Botschaftsanweisungen und Gesundheitsversorgungsengpässe
In ihrer Warnung riet die Botschaft Personen in Kuba, insbesondere solchen, die unter häufigem Durchfall oder Erbrechen leiden, Lebensmittel zu meiden, die bei Raumtemperatur gelagert werden, und nur nachweislich sicheres Wasser zu trinken. Die diplomatische Vertretung stellte fest, dass Antibiotika und grundlegende rezeptfreie Medikamente in kubanischen Apotheken häufig nicht erhältlich sind, und riet anreisenden Reisenden, persönliche medizinische Vorräte mitzubringen. Von Radio Martí zitierte diplomatische Einschätzungen stellten fest, dass der Krankheitsausbruch durch nicht eingesammelten Müll und Straßenverschmutzung in großen Ballungszentren verschärft wird. Die Gesundheitswarnung folgte auf eine separate Sicherheitswarnung, die früher in derselben Woche herausgegeben wurde und vor einer Zunahme von Fahrzeugaufbrüchen warnte; Reisende wurden angewiesen, Fenster geschlossen zu halten und Fahrzeugtüren stets zu verriegeln.
- UN-Menschenrechtsexperten warnen vor Risiken von Krankheitsausbrüchen unter verschärften Sanktionen
- US-Außenministerium kündigt neue Runde von Wirtschaftssanktionen gegen Kuba an
- US-Botschaft in Havanna gibt Gesundheitswarnung wegen Magen-Darm-Erkrankungen heraus


