
Iran und Oman erörtern Sieben-Meilen-Korridor in der Straße von Hormus und Minenräumplan
Die Außenminister in Teheran skizzierten einen gestaffelten Rahmen für eine 11 Kilometer lange Schifffahrtsroute durch die Straße von Hormus, während technische Teams gemeinsame Minenräumprotokolle vorbereiten.
Ministerielle Gespräche in Teheran
Am 25. August 2026 reiste der omanische Außenminister Badr Albusaidi nach Teheran, um mit dem iranischen Außenminister Abbas Araghchi über die künftige Verwaltung der Straße von Hormus zu sprechen. Die Gespräche führten zu einer Einigung über einen vorgeschlagenen gestaffelten Rahmen, der den Wiederaufnahme des kommerziellen Seeverkehrs durch den umstrittenen Engpass ermöglichen soll. Im Rahmen dieser Vereinbarung beabsichtigen beide Regierungen, einen gemeinsamen vorübergehenden Schifffahrtskorridor einzurichten und eine koordinierte Minenräumaktion in der gesamten Passage einzuleiten. Das omanische Außenministerium erklärte, dass technische Teams die Verhandlungen fortsetzen werden, um Navigationsdienste, maritime Sicherheitsprotokolle und langfristige Verwaltungsstrukturen festzulegen. Araghchi bestätigte die diplomatische Initiative in einer öffentlichen Erklärung nach dem bilateralen Treffen.
Das Bekenntnis des Iran zu Frieden und Stabilität wird durch eine entschlossene Diplomatie mit unseren Nachbarn untermauert. In Gesprächen mit pakistanischen und omanischen Gästen wurden regionale Lösungen betont. Der vorgeschlagene Rahmen für einen neuen Korridor, die gemeinsame Minenräumung und die künftige Verwaltung von Hormus ist ein Paradebeispiel.
Korridorabmessungen und iranische Kontrolle
Der stellvertretende iranische Außenminister Kazem Gharibabadi erläuterte die technischen Details der vorgeschlagenen Passage in einer Fernsehübertragung nach dem Treffen. Gharibabadi erklärte, dass Maskat und Teheran in den vorangegangenen 40 Tagen direkte Verhandlungen geführt haben, um den alternativen Korridor zu entwerfen. Der Plan sieht eine sieben Meilen (11 Kilometer) breite Schifffahrtsroute vor, die den Verkehr im Vergleich zur vorherigen Transitroute umleiten soll. Der Einstiegspunkt des Korridors und ein Teil seiner Ausgangsroute werden durch die iranischen Hoheitsgewässer verlaufen. Gharibabadi wies Behauptungen zurück, dass Handelsschiffe derzeit die Straße befahren, und erklärte, dass die Passage weiterhin gesperrt und unter iranischer Autorität stehe.
Amerika und andere Länder sollten wissen, dass die Straße von Hormus sich nur durch iranische Regelungen öffnen wird.
Strategischer Streit und regionale Diplomatie
Der bilaterale Rahmen entwickelt sich, während die Vereinigten Staaten durch die Operation Economic Pariah wirtschaftliche Isolierungsmaßnahmen gegen den Iran verfolgen und Donald Trump die amerikanische Kontrolle über die Wasserstraße beansprucht. Gharibabadi wies darauf hin, dass sich der Iran im Kriegszustand befinde, was die Anwendung der üblichen Schifffahrtskonventionen in der Straße verhindere. Iranische Vertreter übermittelten diese Position direkt gegenüber regionalen Amtskollegen aus Pakistan, Oman und Katar während der jüngsten diplomatischen Kontakte. Gharibabadi fügte hinzu, dass die Umsetzung der neuen Route die Schließung der südlichen Route beinhaltet, die die Vereinigten Staaten unter omanischem Druck geöffnet hatten. Teheran hält daran fest, dass die Kontrolle über die Passage untrennbar mit seinen nationalen Sicherheitsinteressen verbunden ist.
- Teheran und Washington unterzeichnen ein erstes Rahmenprotokoll, das später scheitert
- Iran und Oman führen 40-tägige bilaterale Gespräche über alternative Routenführung
- Außenminister treffen sich in Teheran, um sich auf einen gestaffelten Korridor und einen Minenräumrahmen zu einigen
Bedingungen für einen dauerhaften Rahmen
Albusaidi erklärte in den sozialen Medien, dass Oman hoffe, bald praktische Regelungen zur Wiederherstellung einer sicheren Durchfahrt durch die Straße bekannt geben zu können. Der omanische Außenminister betonte, dass jede dauerhafte Lösung auf dem vorläufigen Protokoll aufbauen müsse, das im Juni 2026 zwischen Teheran und Washington unterzeichnet wurde und später gescheitert ist. Der Iran bezieht sich bei diplomatischen Kontakten bezüglich der langfristigen Sicherheit der Wasserstraße weiterhin auf dieses frühere Abkommen. Beide Regierungen bestätigten, dass technische Delegierte weiterhin operative Verfahren für die gemeinsame Minenräummission ausarbeiten werden, bevor Handelsschiffe die Genehmigung zur Nutzung des 11 Kilometer langen Korridors erhalten.

