
US-Militärdelegation in Beirut verhandelt erste israelische Abzugspilotzone, während Libanon Rom-Gespräche an Abzug knüpft
Eine US-Militärdelegation traf sich am Samstag in Beirut mit der libanesischen Armeeführung, um die Mechanismen für den Abzug der israelischen Streitkräfte aus einer ersten 'Pilotzone' im Rahmen eines Rahmenabkommens vom 26. Juni zu besprechen, teilten libanesische Beamte mit.
US-Militärdelegation in Beirut
Eine US-Militärdelegation begann am Samstag, den 11. Juli, in Beirut Gespräche mit der libanesischen Armeeführung, um den Mechanismus für die Umsetzung der ersten „Pilotzone“ festzulegen, aus der sich die israelischen Streitkräfte zurückziehen würden, um der libanesischen Armee eine Stationierung zu ermöglichen. Der Besuch folgt auf ein Rahmenabkommen vom 26. Juni, das den schrittweisen Abzug der israelischen Truppen aus dem Südlibanon vorsieht. Der US-Botschafter Michel Issa hatte Präsident Joseph Aoun am Donnerstag mitgeteilt, dass das amerikanische Team kommen werde, um „den Mechanismus“ für die Umsetzung des Abkommens festzulegen.
Die amerikanische Militärdelegation traf ein und begann Gespräche mit der libanesischen Armeeführung über die Mechanismen zur Umsetzung der ersten Pilotzone, aus der sich die Israelis zurückziehen werden, um der libanesischen Armee eine Stationierung zu ermöglichen.
Die erste Pilotzone soll nach Angaben eines US-Beamten „in wenigen Tagen“ starten, weitere Zonen werden kartiert. Das US-Zentralkommando wird die Zonen mit beiden Ländern koordinieren.
Rahmen des Abkommens vom 26. Juni
Das am 26. Juni unter US-Vermittlung geschlossene Abkommen sieht einen schrittweisen israelischen Abzug aus dem Südlibanon und die Stationierung der libanesischen Armee in zwei Pilotzonen vor. Es legt keinen Zeitplan für einen vollständigen Abzug fest, und israelische Beamte haben erklärt, dass die Streitkräfte in einer 10 km breiten Sicherheitszone bleiben werden, solange die Hisbollah bewaffnet ist. Das Abkommen wurde von der Hisbollah abgelehnt, und die israelischen Streitkräfte haben trotz einer Waffenruhe weiterhin gelegentlich Angriffe durchgeführt.
Politischer und militärischer Widerstand
Der Opposition der Hisbollah schließt sich ein breites Spektrum libanesischer politischer Kräfte an. Parlamentspräsident Nabih Berri, der drusische Führer Walid Joumblatt und der christliche Führer Gebran Bassil argumentieren, dass der Text keinen vollständigen Abzug Israels garantiere. Die libanesische Armee selbst ist zurückhaltend, insbesondere was die Stationierung nördlich des Litani-Flusses betrifft, wo sie Gefahr läuft, direkt mit Kämpfern der Hisbollah zusammenzustoßen. Die Armee ist auch unwohl bei der Koordinierung mit Israel über die Entwaffnung der Hisbollah, so Quellen.
Die Hisbollah hat ihren Widerstand gegen diese direkten Gespräche zwischen dem Libanon und Israel aufrechterhalten und zieht es vor, eine Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran aufrechtzuerhalten, die eine Waffenruhe hier im Libanon vorsieht.
Vertreibung und Gewalt halten an
Der Krieg, der Anfang März begann, als die Hisbollah auf der Seite des Irans in den größeren Konflikt eintrat, hat nach Angaben des UNO-Nothilfebüros OCHA mehr als eine Million Menschen vertrieben. Bis Samstag waren 732.000 Menschen in ihre Häuser zurückgekehrt, gegenüber 640.000 vor einer Woche, sodass noch etwa 430.000 vertrieben sind. Trotz der Waffenruhe gingen israelische Angriffe im Süden weiter. Die staatliche Nachrichtenagentur National News Agency berichtete, dass bei Angriffen auf Wohnviertel in al-Mansouri im Bezirk Tyros sieben Menschen verletzt wurden. Israelische Panzer und Bulldozer rückten in Beit Yahoun vor, und es gab Angriffe auf Houla.
- 2026-07-04
- 640000 Menschen
- 2026-07-11
- 732000 Menschen
Rom-Gespräche und Bedingungen
Die nächste Runde der direkten libanesisch-israelischen Verhandlungen, die sechste seit Kriegsbeginn, ist für Mittwoch und Donnerstag, den 15. und 16. Juli, in Rom geplant. Der Libanon knüpft seine Teilnahme an einen israelischen Abzug aus den beiden Pilotzonen. Die Treffen in Beirut dienen somit als Test, ob der Rahmen vor dem erwarteten Besuch von Präsident Aoun in Washington vorankommen kann.
- Rahmenabkommen unter US-Vermittlung unterzeichnet
- US-Botschafter teilt Präsident Aoun mit, dass Delegation kommt
- US-Militärdelegation trifft libanesische Armee in Beirut
- Sechste Runde der direkten libanesisch-israelischen Gespräche beginnt in Rom


