Diplomatie · Washington und Évian-les-Bains
Weißes Haus und Anthropic scheitern bei Aufhebung des Exportverbots für KI-Modell Claude Fable 5
Die Verhandlungen zwischen Anthropic und der Trump-Administration über Beschränkungen für das Modell Claude Fable 5 endeten am Montag ohne Einigung. Damit bleibt die erste erzwungene Abschaltung eines KI-Modells in Kraft.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Washington Post, Wired, POLITICO und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Die Trump-Administration untersagte Anthropic das Angebot von Claude Fable 5 für Nutzer außerhalb der USA, nachdem die NSA Jailbreak-Schwachstellen bestätigt hatte.
Die Treffen zwischen Anthropic und der Regierung am Montag, dem 15. Juni, endeten ohne Aufhebung der Beschränkungen.
Die NSA kam zu dem Schluss, dass die Sicherheitsvorkehrungen von Claude Fable 5 ausgehebelt werden könnten, was potenziell die fortschrittlichen Cybersicherheitsfunktionen des Mythos-Modells offenlegen würde.
An den Telefonaten und Treffen waren Handelsminister Howard Lutnick und der nationale Cyber-Direktor Sean Cairncross sowie der Anthropic-Mitgründer Tom Brown beteiligt.
Das Verbot ist das erste Mal, dass das Weiße Haus ein Unternehmen dazu verpflichtet hat, ein KI-Modell vom Markt zu nehmen.
Hintergrund der Spannungen
Das Weiße Haus hatte bereits Wochen vor Verhängung des Exportverbots das Vertrauen in Anthropic verloren, wie ungenannte Beamte gegenüber der Washington Post erklärten. Der Konflikt drehte sich um ethische Beschränkungen, die das Unternehmen für potenziell katastrophale KI-Risiken aufrechterhielt, wobei Regierungsvertreter bereits lange vor der Anordnung vom Freitag Sanktionen prüften.
Die Gefahr durch Jailbreaks
Die Bedenken konzentrieren sich auf Schwachstellen, die es Nutzern ermöglichen könnten, die Sicherheitsvorkehrungen von Claude Fable 5 zu umgehen und auf die leistungsfähigeren Cybersicherheitsfunktionen des internen Mythos-Modells von Anthropic zuzugreifen. Amazon-CEO Andy Jassy rief letzte Woche Finanzminister Scott Bessent an, um auf das Problem hinzuweisen, was die NSA dazu veranlasste, die Angelegenheit zu prüfen. Die Behörde kam zu dem Schluss, dass der Jailbreak tatsächlich möglich sei, so mit den Diskussionen vertraute Personen.
Diplomatie am Wochenende
Nachdem das Verbot am Freitagabend in Kraft getreten war, führten hochrangige Vertreter am Wochenende stundenlange Telefonate. Auf Seiten von Anthropic waren Mitgründer Tom Brown und die Leiterin der Politikabteilung Sarah Heck beteiligt; von Seiten der Regierung nahmen Handelsminister Howard Lutnick und der nationale Cyber-Direktor Sean Cairncross teil. Das Unternehmen beeilte sich daraufhin, technisches Personal nach Washington zu entsenden.
„Beide Parteien arbeiten mit Hochdruck an einer Lösung.“
Stillstand am Montag
Bei den persönlichen Treffen im Handelsministerium gab es detaillierte Präsentationen durch das Frontier-Red-Team von Anthropic sowie die Sicherheitsexperten Logan Graham, Dave Orr und Nicholas Carlini. Die Regierung wurde von Chris Fall vertreten, der das Center for AI Standards and Innovation leitet. Trotz des technischen Austauschs endeten die Gespräche ohne Aufhebung der Exportkontrollen. Ein hochrangiger Vertreter des Weißen Hauses erklärte, es werde wahrscheinlich länger als ein paar Tage dauern, bis eine Lösung gefunden sei, ließ jedoch die Tür für ein schnelleres Ergebnis offen.
„Es wird wahrscheinlich länger als ein paar Tage dauern, bis eine Lösung gefunden ist.“
Breiterer Kontext
Die Beschränkung markiert die bisher bedeutendste Eskalation in den Bemühungen der US-Regierung, die schnell voranschreitende KI-Industrie zu regulieren. Es ist das erste Mal, dass das Weiße Haus ein Unternehmen gezwungen hat, ein KI-Modell vom öffentlichen Markt zu nehmen. Für Anthropic fällt der Konflikt in eine Zeit, in der das Unternehmen einen separaten Streit mit dem Pentagon über die militärische Nutzung seiner Modelle führt.
„Diese Schwachstellen erscheinen alle relativ einfach, und wir haben festgestellt, dass andere öffentlich zugängliche Modelle diese ebenfalls entdecken können, ohne dass eine Umgehung erforderlich ist.“
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Washington PostHow Anthropic lost the White House's trust -- and then its flagship product
- WiredAnthropic Is Still at Odds With the White House Over Claude Fable 5
- POLITICOTrump officials meet with Anthropic to discuss a truce
- Bloomberg BusinessAnthropic Export Ban Deepens Fears About US Stranglehold on AI
- Tom Brown
- Mitgründer und Chief Compute Officer von Anthropic, leitet die Gespräche mit der Regierung
- Sarah Heck
- Leiterin der Abteilung für externe Angelegenheiten bei Anthropic, an den Telefonaten am Wochenende beteiligt
- Logan Graham
- Leiter des Frontier Red Teaming bei Anthropic, flog für die Gespräche nach Washington
- Nicholas Carlini
- Senior Security Researcher bei Anthropic, Teil der technischen Delegation
- Howard Lutnick
- US-Handelsminister, schaltete sich vom G7-Gipfel in die Treffen ein
- Sean Cairncross
- Nationaler Cyber-Direktor der USA, nahm an den Telefonaten am Wochenende teil, war aber bei den Treffen am Montag nicht anwesend
- Chris Fall
- Leiter des Center for AI Standards and Innovation (CAISI) im Handelsministerium, leitete die technischen Treffen
- Andy Jassy
- Amazon-CEO, machte die Regierung auf die Jailbreak-Schwachstelle aufmerksam
- Scott Bessent
- US-Finanzminister, war anfänglich in den Streit involviert und nahm Jassys Anruf entgegen
- Dario Amodei
- CEO von Anthropic, stand vor der Verhängung der Exportbeschränkung im Austausch mit Finanzminister Bessent
- Dave Orr
- Leiter der Sicherheitsabteilung bei Anthropic, präsentierte das technische Briefing des Unternehmens
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