Regierung · Madrid
Spaniens Ex-Premier Zapatero muss sich wegen 53-Millionen-Euro-Luftfahrt-Rettungspaket und nicht deklarierten Juwelen im Wert von 1,3 Millionen Euro vor Gericht verantworten
Der ehemalige spanische Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero erscheint diese Woche vor dem Nationalen Gerichtshof, um sich den Vorwürfen der Einflussnahme und Geldwäsche zu stellen und auch die Herkunft von Juwelen im Wert von 1,3 Millionen Euro zu erklären, die in seinem Bürosafe gefunden wurden.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von El Confidencial, LaSexta, Notícias ao Minuto und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).
Kurz gefasst
Zapatero wird beschuldigt, eine kriminelle Vereinigung angeführt zu haben, die 2021 ein staatliches Darlehen von 53 Millionen Euro für eine Fluggesellschaft mit Verbindungen nach Venezuela sicherte.
In Zapateros Safe wurden Juwelen im Wert von 1,3 Millionen Euro gefunden, was zu Anklagen wegen Steuerbetrugs und Schmuggels führte.
Die Sumar-Partei stellt die Frage, ob die Juwelen mit marokkanischem Lobbying zusammenhängen, das der spanischen Kehrtwende in der Westsahara-Politik vorausging.
Der Ex-Premier erscheint am 17. und 18. Juni vor dem Nationalen Gerichtshof, nachdem sein Antrag auf Verschiebung der Aussage zu den Juwelen abgelehnt wurde.
- 12.03.Der Aktionär bestätigt den Deal mit der Nachricht 'Done!!! Firmado.'
- 18.05.Zapatero wird offiziell darüber informiert, dass gegen ihn ermittelt wird.
- 17.06.Zapatero sagt zum Rettungspaket und zur Herkunft der Juwelen aus.
Die Plus-Ultra-Rettung
Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht ein staatliches Darlehen von 53 Millionen Euro, das der kleinen Fluggesellschaft Plus Ultra, die Verbindungen nach Venezuela hat, im März 2021 aus einem von Pedro Sánchez' Regierung für von der Pandemie betroffene Unternehmen eingerichteten 10-Milliarden-Euro-Fonds gewährt wurde. Die spanische Staatsanwaltschaft behauptet, Zapatero habe „eine stabile, hierarchische Einflussnahmestruktur“ angeführt, die das öffentliche Geld für die Firma gesichert habe. Dem ehemaligen Ministerpräsidenten, der die Vorwürfe bestreitet, wird auch vorgeworfen, über Briefkastenfirmen und gefälschte Dokumente Geld gewaschen zu haben, wobei angeblich auch seine Töchter als Verwalterinnen involviert waren.
Vom Gericht beschlagnahmte WhatsApp-Nachrichten zeigen, wie Zapateros Freund, der Geschäftsmann Julio Martínez, den größten Aktionär von Plus Ultra, Rodolfo Reyes, Ende Februar 2021 darüber informierte, dass das Darlehen voraussichtlich auf der Kabinettssitzung am 9. März genehmigt werde. Nach der Entscheidung schrieb Reyes: „Saludos amigo. Un abrazo grande. Ya estamos en las noticias. Good job!!!!!“ Drei Tage später wurde der Deal mit der Nachricht „Done!!! Firmado.“ bestätigt.
Der Juwelenfund
Bei einer Durchsuchung von Zapateros Büro entdeckten die Ermittler in einem Safe ein Juwelenversteck, das später vom Madrider Auktionshaus und Juwelier Ansorena auf mehr als 1,3 Millionen Euro geschätzt wurde. Der Vertreter des ehemaligen Ministerpräsidenten hatte die Stücke zunächst auf einen Wert zwischen 30.000 und 50.000 Euro beziffert, doch die offizielle Schätzung lag um Größenordnungen höher. Die Gegenstände wurden nie als Vermögenswerte deklariert, was zusätzliche Anklagepunkte wegen Steuerbetrugs und Schmuggels zur Folge hatte.
„In der Partei herrscht große Unsicherheit darüber, was passieren könnte, und das Gefühl, wie mir neulich gesagt wurde, ist, dass der Fall des Mythos bereits unumkehrbar ist.“
- Ursprüngliche Angabe von Zapateros Vertreter
- 50000 €
- Schätzung von Ansorena
- 1300000 €
Daten aus dem Artikeltext
Politische Folgen
Die PSOE hat Zapatero öffentlich den Rücken gestärkt. Parteisprecherin Montse Mínguez sagte, man sei „zuversichtlich“, dass er die Wahrheit sagen und sich gegen alle Anschuldigungen verteidigen werde. Sie betonte die Unschuldsvermutung und erklärte, die Partei wolle seine Version hören. Hinter vorgehaltener Hand äußerten führende Persönlichkeiten jedoch Enttäuschung und das Gefühl, Zapatero könnte sie getäuscht haben.
Der kleinere Koalitionspartner Sumar brachte die Juwelen über den Abgeordneten Tesh Sidi mit möglichen Lobbying-Aktivitäten Marokkos in Verbindung. Sidi fragte, ob die Geschenke mit der Kehrtwende Spaniens in der Westsahara-Frage von 2022 zusammenhängen könnten, als Sánchez die marokkanische Souveränität über das Gebiet anerkannte. Sumar hat das Außenministerium förmlich aufgefordert, alle Geschenke offenzulegen, die ehemalige Ministerpräsidenten erhalten haben.
„Ich persönlich würde gerne wissen, ob diese Juwelen aus dem Königreich Marokko stammen, das für seine Druckausübung durch Lobbying bekannt ist.“
Gerichtsverfahren
Zapatero wurde am 18. Mai über die Ermittlungen informiert. Er soll am 17. und 18. Juni vor dem Richter des Nationalen Gerichtshofs, José Luis Calama, aussagen. Sein Anwaltsteam versuchte, die Aussage zur Herkunft der Juwelen zu verschieben und bat um mehr Zeit zur Beschaffung von Unterlagen, doch der Richter lehnte den Antrag ab. Die Regierung vermied es, die Rückgabe der Juwelen zu fordern, bis Zapatero deren Herkunft vor Gericht erklärt, und berief sich dabei darauf, dass die Bewertung durch ein „Leak“ und nicht auf offiziellem Wege bekannt geworden sei.
„Zapatero wird alle Erklärungen abgeben.“
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- El ConfidencialEl Gobierno evita responder si Zapatero debe devolver las joyas de 1,3 millones de euros
- LaSextaJuanma Romero, sobre Zapatero: "La caída del mito ya es irreversible"
- Notícias ao MinutoZapatero ouvido esta semana por tráfico de influências e branqueamento
- La RazónLa euforia de un exdirectivo de Plus Ultra con el amigo de Zapatero tras el rescate: "Ya estamos en las noticias. Good job!!!"
- José Luis Rodríguez Zapatero
- Ehemaliger Ministerpräsident Spaniens, gegen den wegen Einflussnahme, Geldwäsche und Steuerbetrugs ermittelt wird.
- Pedro Sánchez
- Derzeitiger Ministerpräsident Spaniens, dessen Regierung das Plus-Ultra-Rettungspaket genehmigte.
- José Luis Calama
- Richter am spanischen Nationalen Gerichtshof, der die Ermittlungen gegen Zapatero leitet.
- Elma Saiz
- Spanische Regierungssprecherin, die sich zum Fall Zapatero äußerte.
- Montse Mínguez
- PSOE-Bundesvorstandssprecherin, die ihr Vertrauen in Zapatero ausdrückte.
- Tesh Sidi
- Abgeordnete von Más Madrid und Sumar, die die Herkunft der Juwelen in Frage stellte.
- Julio Martínez
- Geschäftsmann und Freund Zapateros, der bei der Plus-Ultra-Rettung als Vermittler fungierte.
- Rodolfo Reyes
- Ehemaliger größter Aktionär von Plus Ultra, der mit Julio Martínez über das Rettungspaket kommunizierte.
Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.
Pollar unterstützen