
Gerichtsgebäude in Bozen stürzt während Renovierungsarbeiten teilweise ein, drei Arbeiter entkommen mit leichten Verletzungen
Der zentrale Teil des faschistischen Palazzo di Giustizia gab gegen 6 Uhr morgens während Renovierungsarbeiten nach. Drei Reinigungskräfte waren im Gebäude; eine erlitt leichte Kratzer. Die Feuerwehr befürchtete zunächst einen Anschlag.
Einsturz und erste Reaktion
Gegen 6 Uhr morgens am Donnerstag gab der zentrale Teil des Bozner Gerichtsgebäudes, eines Baus aus der Zeit des Faschismus, plötzlich nach. Der Einsturz betraf mindestens ein Viertel der Struktur, in der Renovierungs- und Erweiterungsarbeiten im Gange waren. Tragende Pfeiler in der Baustelle versagten, was dazu führte, dass Gerichtssäle und Büros vom obersten bis zum Erdgeschoss einstürzten. Mauerwerk und Bauteile stürzten in das innere Atrium und bis zum Haupteingang hinab, ergossen sich auf die Außentreppe. Feuerwehrchef Christian Auer sagte, sein erster Gedanke sei eine Bombe oder ein Anschlag gewesen, doch nach ersten Überprüfungen wurde klar, dass es sich um einen strukturellen Einsturz handelte. Die Feuerwehr nutzte eine Drehleiter, um die Lage zu erkunden, und sperrte einen weiten Bereich ab.
Die Personen im Inneren
Drei Reinigungskräfte waren zum Zeitpunkt des Einsturzes im Justizpalast. Eine wurde von herabstürzenden Trümmern getroffen und erlitt leichte Kratzer am Arm; die anderen beiden blieben unverletzt. Auer schilderte die angespannten Momente: Zunächst war ein Arbeiter nicht auffindbar, aber man erreichte ihn telefonisch und geleitete ihn durch einen sicheren Gebäudeteil ins Freie. Das Reinigungsteam war im Begriff, das Gebäude zu betreten, als der Einsturz erfolgte.
Als wir am Ort eintrafen, sahen wir, dass der gesamte zentrale Teil des Bozner Gerichtsgebäudes, praktisch alle Gerichtssäle, vom obersten bis zum Erdgeschoss eingestürzt war. Wir stellten keine Anzeichen einer Explosion fest. Die Reinigungsfirma war vor Ort, mehrere Arbeiter hatten das Gebäude bereits verlassen, einer fehlte. Schließlich gelang es uns, diese Person telefonisch zu erreichen, die noch im Inneren war, und wir wiesen sie an, einen sicheren Gebäudeteil zu verlassen.
Offizielle Reaktionen
Die Gerichtspräsidentin Francesca Bortolotti bezeichnete den Ausgang als Wunder und wies darauf hin, dass die Bilanz katastrophal gewesen wäre, wenn der Einsturz während der normalen Geschäftszeiten passiert wäre.
Zum Zeitpunkt des Einsturzes befanden sich nur drei Personen im Justizpalast – drei Reinigungskräfte – nur eine erlitt leichte Kratzer, aber wir können von einem Wunder sprechen, es hätte eine Tragödie sein können.
Staatsanwalt Axel Bisignano bestätigte, dass der gesamte zentrale Teil des Gerichts völlig unbrauchbar sei. Er sagte, es sei zu früh, um die Ursache zu bestimmen, aber der Einsturz stehe wahrscheinlich im Zusammenhang mit den laufenden Renovierungs- und Erweiterungsarbeiten. Die Priorität liege nun darauf, die Justizdienste wiederherzustellen und die Arbeitskräfte neu zu verteilen.
Der gesamte zentrale Teil des Gerichts ist völlig unbrauchbar, es ist noch zu früh, um die Ursachen zu nennen, jetzt werden wir versuchen, den Betrieb so schnell wie möglich wiederherzustellen und zu verstehen, wie die Arbeitskräfte neu verteilt werden können.
Nächste Schritte
Technische Inspektionen durch Feuerwehr und Ingenieure werden in den kommenden Stunden fortgesetzt. Die Behörden arbeiten daran, vorübergehende Lösungen zu finden, um die Kontinuität der Gerichtstätigkeit zu gewährleisten. Das Gebäude, ein Bau aus der Zeit des Faschismus, wurde zum Zeitpunkt des Einsturzes sowohl renoviert als auch erweitert.
- Zentraler Teil des Bozner Gerichtsgebäudes stürzt während Renovierungsarbeiten ein.
- Feuerwehrchef vermutet zunächst eine Bombe oder einen Angriff; Bereich abgesperrt.
- Letzte Reinigungskraft per Telefon gefunden und in Sicherheit geleitet.
- Überprüfungen bestätigen strukturellen Einsturz, keine Explosion.
- Francesca Bortolotti sagt, nur leichte Verletzungen, hätte eine Tragödie sein können.
- Axel Bisignano sagt, zentraler Teil unbrauchbar, Wiederherstellung des Betriebs und Neuverteilung der Arbeitskräfte geplant.

