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Georgischer Tatverdächtiger im Mord an Putin-Kritiker Kuzowkow für drei Monate in Polen in Untersuchungshaft

Ein 36-jähriger georgischer Staatsbürger wurde wegen des exekutionsartigen Mordes an dem russischen Karikaturisten Robert Kuzowkow, der sich über Putin lustig machte, in Biała Podlaska angeklagt.

Der Anschlag

Am Montag, dem 15. Juni, gegen 9:30–9:45 Uhr näherte sich ein Mann auf einem Gehweg in einem Wohngebiet in Biała Podlaska dem 44-jährigen russischen Staatsbürger Robert Kuzowkow und feuerte zwei Schüsse aus einer Pistole ab. Als das Opfer fiel, ging der Angreifer hin und feuerte aus nächster Nähe drei weitere Schüsse ab. Eine Autopsie ergab sieben Schusswunden an Kopf, Brust und Rücken (fünf Einschüsse, zwei Ausschüsse).

Es sah aus wie eine Hinrichtung. Mehrere Schüsse aus nächster Nähe und einer, um ihn zu erledigen.

ein anonymer Beamter

Das Opfer, öffentlich bekannt als Siemion Skriepiecki (auch Simion Skrepecki geschrieben), war ein Karikaturist und Satiriker, der Wladimir Putin, Alexander Lukaschenko und Ramsan Kadyrow verspottete. Er war 2021 nach Polen gezogen und behauptete, in Russland politisch verfolgt zu werden. Laut Vize-Minister Radosław Kujawa hatten polnische Dienste Kuzowkow vor Gefahr gewarnt, aber er lehnte den Schutz ab, der auf Anfrage angeboten wird. RMF FM berichtete, dass der Künstler vor seinem Tod Drohungen in sozialen Medien erhalten hatte.

Der Tatverdächtige

Elnur A., ein 36-jähriger georgischer Staatsbürger, wurde am Donnerstagmorgen in einer Jugendherberge in Piastów bei Warschau festgenommen und am Freitagabend zur Staatsanwaltschaft Lublin gebracht. Ihm wurde der Mord an einem russischen Staatsbürger am 15. Juni vorgeworfen. Der Verdächtige gestand vor dem Staatsanwalt nicht und weigerte sich zunächst, Angaben zu machen. Am Samstag ordnete das Bezirksgericht Lublin-Zachód seine Untersuchungshaft für drei Monate an.

Heute hat das Bezirksgericht Lublin-Zachód in Lublin eine vorbeugende Maßnahme von drei Monaten vorübergehender Festnahme gegen den 36-jährigen Verdächtigen verhängt.

Polizei Lublin

Das Gericht begründete dies mit Fluchtgefahr, möglicher Beeinträchtigung der Ermittlungen und der hohen Strafe (lebenslange Haft). Richterin Renata Borek, Sprecherin des Landgerichts Lublin, sagte, dass die vorbereitenden Ermittlungen zwar kurz seien, die bisher gesammelten Beweise jedoch ausreichten, um die Anklage wahrscheinlich zu machen. Der Verdächtige gab erstmals vor Gericht teilweise Erklärungen ab, deren Inhalt jedoch im Interesse der Ermittlungen nicht preisgegeben wurde. Sein Verteidiger erklärte, er werde gegen die Untersuchungshaft Berufung einlegen.

Politische Dimensionen

Premierminister Donald Tusk sagte, der Fall werde sehr ernst genommen, und fügte hinzu, dass der Verdacht auf Drahtzieher hinter dem möglichen Täter bestehe. Er merkte an, dass ein bestätigter, im Ausland in Auftrag gegebener Mord der erste derartige Fall in Polen wäre.

Der Fall des Mordes an dem Russen wird sehr ernst genommen. Es besteht der Verdacht, dass es Drahtzieher hinter diesem potenziellen Täter gibt.

Minister Tomasz Siemoniak bestätigte, dass die Möglichkeit einer ausländischen Beteiligung besonders intensiv geprüft werde. Die Polizei ermittelt weiterhin, ob der Verdächtige allein handelte oder Hilfe bei der Organisation des Anschlags und seiner Flucht hatte.

Zeitleiste des Mordfalls Biała Podlaska
  1. Der russische Satiriker Robert Kuzowkow wird in Biała Podlaska bei einem hinrichtungsartigen Anschlag erschossen.
  2. Elnur A., ein 36-jähriger georgischer Staatsbürger, wird in einer Jugendherberge in Piastów bei Warschau festgenommen.
  3. Der Verdächtige wird wegen Mordes angeklagt, und ein Gericht ordnet drei Monate Untersuchungshaft an.

Ermittlungen

Wenn jemand auf eine bestimmte Person auf der Straße zugeht und Schüsse abfeuert, deutet alles darauf hin, dass er ihn töten wollte. Wir kennen die Motive des Täters jedoch noch nicht.

Der Verdächtige benutzte einen Reisepass, der auf einen 36-jährigen georgischen Staatsbürger ausgestellt war. Die Polizei geht derzeit davon aus, dass er wahrscheinlich allein handelte, aber alle Umstände werden überprüft. Die Staatsanwaltschaft beantragte die Festnahme wegen Fluchtgefahr, Verdunkelungsgefahr und der Schwere der Strafe. Der Fall wird von der Lubliner Zweigstelle der Staatsanwaltschaft für organisierte Kriminalität bearbeitet.

Biała Podlaska · Warschau · Lublin

8 Quellen

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