Regierung · Genf

Genfer Stimmvolk billigt Verbot religiöser Symbole für Amtsträger und Sonntagsöffnung

Zwei Referenden im Schweizer Kanton Genf wurden am Sonntag angenommen: ein Verbot sichtbarer religiöser Zeichen für Mitglieder des Kantons- und Gemeinderats sowie eine Lockerung, die Ladenöffnungen an bis zu zwei Sonntagen pro Jahr ohne Gesamtarbeitsvertrag erlaubt.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von SWI swissinfo.ch und rts.ch. Veröffentlicht . So entsteht er

Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).

Kurz gefasst

Genf · Schweiz

Verbot religiöser Symbole

Die Verfassungsänderung verbietet sichtbare religiöse Zeichen (Kopftücher, Kippa, Kreuze) für Mitglieder des Grossen Rates (Kantonsparlament) und der Gemeinderäte. Sie wurde von rechten Parteien unterstützt, darunter die Schweizerische Volkspartei, die FDP.Die Liberalen und die Mitte, die für die laizistische Staatlichkeit argumentierten. Linke Parteien und die Bewegung LJS lehnten die Massnahme ab mit der Begründung, dass gewählte Vertreter keine Staatsangestellten seien und das Verbot die Grundfreiheiten einschränke. Feministische und antirassistische Gruppen kritisierten das Gesetz als systematische Belästigung muslimischer Frauen.

Sonntagsöffnung

Die Wähler stimmten auch einer Gesetzesänderung zu, die Genfer Geschäften erlaubt, an bis zu zwei Sonntagen pro Jahr und am 31. Dezember zu öffnen, ohne dass ein branchenweiter Gesamtarbeitsvertrag erforderlich ist. Die Massnahme wurde von rechten und Wirtschaftsverbänden unterstützt, um den lokalen Einzelhandel gegen Online-Konkurrenz und Einkaufstourismus zu stärken. Gewerkschaften und linke Parteien bekämpften die Reform und warnten vor einer Verschlechterung der Arbeitsbedingungen und der Normalisierung der Sonntagsarbeit. Das Gesetz sieht vor, dass die Arbeit freiwillig ist und die Arbeitnehmer einen gleichwertigen Lohnausgleich erhalten.

Ergebnisse und Wahlbeteiligung

Die endgültigen Ergebnisse zeigten 51,37 % Ja für das Verbot religiöser Symbole und 52,8 % Ja für das Sonntagsöffnungsgesetz. Die Auszählung der vorab eingegangenen Briefwahlstimmen deutete auf einen knappen Vorsprung für das Symbolverbot hin; die Urnenabstimmung kehrte den Trend nicht um. Die Wahlbeteiligung lag bei 51,5 %, was typischen kantonalen Referenden entspricht.

Genfer Referendumsergebnisse, 14. Juni 2026%
Religiöse Symbole: Ja
51.37 %
Religiöse Symbole: Nein
48.63 %
Sonntagsöffnung: Ja
52.8 %
Sonntagsöffnung: Nein
47.2 %

Daten aus dem Artikeltext

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

Orte
Genf

Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.

Pollar unterstützen