Konflikte · Stettin und Warschau
Justizminister entzieht Ehefrau des Kanzleichefs die Abordnung – Vorwürfe der politischen Rache
Generalstaatsanwalt Waldemar Żurek unterzeichnete am 11. Juni eine Verfügung, mit der die Abordnung der Staatsanwältin Julita Dziedzic-Bogucka, Ehefrau des Kanzleichefs von Präsident Karol Nawrocki, Zbigniew Bogucki, zum 30. September aufgehoben wird.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Do Rzeczy, FAKT24.pl, wiadomosci.radiozet.pl und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Żurek unterzeichnete die einzeilige Verfügung am 11. Juni; Dziedzic-Bogucka kehrt am 30. September zur Regionalstaatsanwaltschaft in Stettin zurück.
Dziedzic-Bogucka ist mit Zbigniew Bogucki verheiratet, einem lautstarken Kritiker der Regierungskoalition, der 2025 Kanzleichef wurde.
Der frühere Justizminister Zbigniew Ziobro nannte den Schritt einen „offenen Rachefeldzug“, ausgelöst durch Boguckis parlamentarische Auseinandersetzungen mit Żurek.
Die stellvertretende Generalstaatsanwältin Beata Marczak beaufsichtigt die Abteilung für organisierte Kriminalität; Radio Wnet berichtet, sie lehne die Änderung ab und stelle Żureks Zuständigkeit infrage.
- 1.05.Zbigniew Bogucki wird stundenlang bei der Staatsanwaltschaft im Ermittlungsverfahren zu Verfassungsgerichtsrichtern vernommen
- 11.06.Żurek unterzeichnet die Verfügung zur Aufhebung von Dziedzic-Boguckas Abordnung, wirksam zum 30. September 2026
- 30.09.Die Aufhebung tritt in Kraft; Dziedzic-Bogucka kehrt zur Regionalstaatsanwaltschaft in Stettin zurück
Die Entscheidung
Generalstaatsanwalt und Justizminister Waldemar Żurek hob die Abordnung von Julita Dziedzic-Bogucka von der Zweigstelle Stettin der Staatsanwaltschaft auf, wo sie seit 2017 an Fällen von organisierter Kriminalität und Korruption arbeitete. Die einzeilige Verfügung wurde am 11. Juni unterzeichnet und tritt am 30. September in Kraft, unter Einhaltung einer dreimonatigen Kündigungsfrist. Nach dem Ende der Abordnung kehrt Dziedzic-Bogucka zur Regionalstaatsanwaltschaft in Stettin zurück.
Die Sprecherin des Generalstaatsanwalts, Anna Adamiak, erklärte, dass Żurek im Rahmen seiner gesetzlichen Befugnisse gehandelt habe und solche Personalentscheidungen niemals eine Begründung enthielten. Sie bestätigte, dass die dreimonatige Kündigungsfrist eingehalten wurde.
Der politische Kontext
Julita Dziedzic-Bogucka ist die Ehefrau von Zbigniew Bogucki, einem ehemaligen PiS-Abgeordneten und Woiwoden von Westpommern, der 2025 unter Präsident Karol Nawrocki zum Leiter der Präsidialkanzlei wurde. Bogucki ist ein aktiver Kritiker der Regierungskoalition im Parlament, und Medienberichte weisen darauf hin, dass Koalitionspolitiker bereits Monate vor der Aufhebung begannen, seine Frau ins Visier zu nehmen.
„Sie sind Anwalt, und Ihre Frau ebenfalls, im öffentlichen Dienst, also wissen Sie, wie viele Verfahren bei der Staatsanwaltschaft anhängig sind.“
Im März 2026 deutete Bartosz Arłukowicz während einer Sendung von Polsat an, die Behörden sollten sich „für die Frau von Herrn Bogucki interessieren“ im Zusammenhang mit ihren beruflichen Pflichten. Bogucki entgegnete damals, die Koalition greife Familienmitglieder an, und verglich dies mit früheren Angriffen auf die First Lady und die Ehefrau von Marschall Hołownia.
Vorwürfe einer Rachekampagne
Der frühere Justizminister Zbigniew Ziobro nannte Żureks Schritt einen „offenen Rachefeldzug“ gegen Bogucki, der, so Ziobro, Żurek im Parlament „regelmäßig inhaltlich zerlegt“ habe. Ziobro beschrieb Dziedzic-Bogucka als angesehene Staatsanwältin, die für die Zerschlagung von Umsatzsteuerbetrugsnetzwerken bekannt sei.
„Jetzt rächt er sich schamlos an der Frau eines Präsidentenministers, einer angesehenen Staatsanwältin, die für ihre Professionalität und Effektivität bei der Zerschlagung von Umsatzsteuermafias geschätzt wird. Żurek konnte Minister Bogucki nicht verzeihen, dass er ihn im Sejm regelmäßig in der Sache zerlegt hat, also beschloss er, unter die Gürtellinie zu schlagen, gegen seine Familie.“
Radio Wnet berichtete, dass die Entscheidung mit Boguckis kürzlicher stundenlanger Vernehmung bei der Staatsanwaltschaft in einem Ermittlungsverfahren zusammenhängen könnte, das die „Mittäterschaft“ von Präsidentenministern bei der Vereidigung von Verfassungsgerichtsrichtern betrifft.
Fragen zur rechtlichen Zuständigkeit
Das Gesetz über die Staatsanwaltschaft weist die Aufsicht über die Abteilung für organisierte Kriminalität und Korruption der stellvertretenden Generalstaatsanwältin Beata Marczak zu, nicht direkt dem Generalstaatsanwalt. Radio Wnet berichtete, dass Marczak einige der Personaländerungen ablehnt, die Żurek durchführt. Der Sender stellte infrage, ob Żurek überhaupt die rechtliche Befugnis hatte, Dziedzic-Boguckas Abordnung aufzuheben, da die Abteilung für organisierte Kriminalität nicht ihre Stammeinheit ist und unter Marczaks Aufsicht fällt.
Breitere Personalreinigungen
Die Aufhebung fügt sich in ein breiteres Muster von Entlassungen unter Żurek ein. Radio Wnet stellte fest, dass kürzlich auch sechs Staatsanwälte aus der schlesischen Zweigstelle und Jan Drelewski aus der masowischen Zweigstelle entlassen wurden. Der Sender charakterisierte diese als pauschale Entfernungen von Staatsanwälten, die mit der PiS-Regierungszeit identifiziert werden.
Michał Sopiński, der Rektor der Akademie der Justiz, den Żurek entlassen hatte, der aber seine Aufgaben weiter wahrnimmt, nannte den Schritt einen weiteren Beweis dafür, dass man in einer „Krypto-Diktatur“ lebe, die nichts mit einem demokratischen Rechtsstaat gemein habe.
Details zur Vermögenserklärung
Die Vermögenserklärung von Julita Dziedzic-Bogucka für 2024, die öffentlich online einsehbar ist, zeigt, dass sie Miteigentümerin von vier Wohnungen war (78,66 m², 57,62 m², 34,93 m² und 60,70 m²), über etwa 235.000 Złoty Ersparnisse plus 36.500 Euro verfügte, einen Kia Optima Kombi von 2016 und einen Peugeot 207 von 2008 besaß und 720 Aktien in einem Depot hielt. Zu ihren Verbindlichkeiten gehörte eine auf Schweizer Franken indexierte Hypothek mit einem Restbetrag von etwa 102.000 CHF (etwa 469.000 Złoty zum aktuellen Kurs). Sie gab auch Mieteinnahmen von drei Parkplätzen an, wobei die Beträge geschwärzt waren.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Do RzeczyZiobro: Żurek uruchomił otwartą krucjatę zemsty
- FAKT24.plŻurek odwołał żonę Boguckiego. Miała imponujący majątek
- wiadomosci.radiozet.plŻurek podjął decyzję. Żona szefa kancelarii prezydenta odwołana
- RzeczpospolitaWaldemar Żurek odwołał żonę Zbigniewa Boguckiego z delegacji w Prokuraturze Krajowej
- Julita Dziedzic-Bogucka
- Staatsanwältin, seit 2017 an die Zweigstelle Stettin der Staatsanwaltschaft abgeordnet, zuständig für organisierte Kriminalität und Korruption; Ehefrau von Zbigniew Bogucki
- Waldemar Żurek
- Generalstaatsanwalt und Justizminister, der die Verfügung zur Aufhebung von Dziedzic-Boguckas Abordnung unterzeichnete
- Zbigniew Bogucki
- Leiter der Präsidialkanzlei unter Präsident Karol Nawrocki, ehemaliger PiS-Abgeordneter und Woiwode von Westpommern; Ehemann von Julita Dziedzic-Bogucka
- Zbigniew Ziobro
- Ehemaliger Justizminister und PiS-Politiker, der Żurek beschuldigte, eine Vendetta gegen Bogucki und seine Frau zu führen
- Anna Adamiak
- Sprecherin des Generalstaatsanwalts, die die Aufhebungsentscheidung bestätigte und erklärte, dass sie keiner Begründung bedarf
- Karol Nawrocki
- Präsident Polens, dessen Kanzlei von Zbigniew Bogucki geleitet wird
- Beata Marczak
- Stellvertretende Generalstaatsanwältin, die Berichten zufolge Żureks Personaländerungen ablehnt und die gesetzliche Aufsicht über die Abteilung für organisierte Kriminalität innehat
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