Regierung · Madrid

Spaniens Abgeordnetenhaus erkennt Gefängnisbeamte als Vollzugsbeamte an – überparteilicher Deal mit 324 Stimmen gebilligt

Die von den Gewerkschaften lange geforderte Reform gibt Gefängnismitarbeitern Glaubwürdigkeitsvermutung, Unfallentschädigung, spezielle Ausbildung und Datenschutz. Nur ERC und EH Bildu stimmten gegen den Gesetzentwurf.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von ABC TU DIARIO EN ESPAÑOL, El Periódico, La Razón und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Madrid · Spanien
Wie es dazu kam
  1. 1.01.Die sozialistische Fraktion reicht einen Vorschlag ein, Gefängnisbeamte als Autoritätspersonen anzuerkennen.
  2. 19.05.Der Innenausschuss genehmigt eine Dreiparteienvereinbarung (PSOE, PP, PNV).
  3. 11.06.Der Kongress verabschiedet die Reform mit 324 Ja-Stimmen.
  4. 20.06.Erwartete Zustimmung des Senats und Veröffentlichung im BOE vor dem Sommer.

Die Abstimmung und der Deal

Das Abgeordnetenhaus verabschiedete die Reform des Allgemeinen Strafvollzugsgesetzes mit 324 Ja-Stimmen, 19 Gegenstimmen und 2 Enthaltungen. Die Initiative, die noch der Zustimmung des Senats bedarf, bevor sie im Staatsanzeiger (BOE) veröffentlicht wird, war das Ergebnis einer Einigung zwischen der Sozialistischen Partei (PSOE), der Volkspartei (PP) und der Baskischen Nationalistischen Partei (PNV), zu der später Junts, Vox und Sumar stießen. Die linken Unabhängigkeitsparteien ERC und EH Bildu stimmten dagegen, während Podemos und der Galicische Nationalistische Block (BNG) fernblieben.

„Es war nicht einfach, eine Einigung zu erzielen.“

Ana Belén Vázquez Blanco, PP-Abgeordnete

Die PP-Abgeordnete Ana Belén Vázquez Blanco, die die Initiative vorangetrieben hatte, feierte die breite Unterstützung und dankte den Gewerkschaften und anderen Parteien. Der sozialistische Abgeordnete José Luis Aceves bezeichnete die Abstimmung als eine Botschaft des Respekts und der Anerkennung für diejenigen, die die Sicherheit in den Gefängnissen gewährleisten.

Was der neue Status bedeutet

Die Reform verleiht Gefängnisbeamten den rechtlichen Status von „Autoritätspersonen“. Ihre Berichte genießen in Disziplinarverfahren eine Glaubwürdigkeitsvermutung, und ihre berufliche Identität wird geschützt. Die Verwaltung muss sie für körperliche oder materielle Schäden entschädigen, die sie im Dienst erleiden, und eine spezifische theoretische und praktische Ausbildung wird verpflichtend. Wenn ein Beamter strafrechtlich verfolgt wird, wird er getrennt von anderen Häftlingen untergebracht. Diese Garantien gelten auch für nicht vereidigte Gefängnismitarbeiter.

„Diese Kammer sendet eine Botschaft des Respekts und der Anerkennung an diejenigen, die Sicherheit, Ordnung und das Funktionieren unserer Strafvollzugsverwaltungen gewährleisten.“

José Luis Aceves, PSOE-Abgeordneter

Katalonien, das die Gefängnisverwaltung von der Zentralregierung übertragen bekommen hat, hatte eine ähnliche Änderung bereits im Januar verabschiedet. Der Weg zu diesem Gesetz war nicht einfach: Ein sozialistischer Vorschlag aus dem Jahr 2024 blieb stecken, und die Einigung wurde erst im Mai 2026 im Innenausschuss erzielt, bevor sie vor das Plenum kam.

Politische Stimmung trotz Kritik

Trotz des ungewöhnlichen Konsenses war die Debatte von Wahlkampftönen und gegenseitigen Schuldzuweisungen geprägt. PP-Redner griffen die Regierung von Pedro Sánchez und Innenminister Fernando Grande-Marlaska an und warfen dem Ministerium vor, in Korruption verstrickt zu sein. Der Vox-Abgeordnete Ángel García Gómez sagte den Gefängnisbeamten auf der öffentlichen Tribüne, das Gesetz sei „ein weiterer Schritt“, aber „nicht die Ziellinie“, während ERC-Vertreterin Pilar Vallugera vor „einem Übermaß an Glaubwürdigkeit und Macht“ warnte.

Gewerkschaftsforderungen und ungelöste Probleme

Die Gewerkschaften haben sich seit langem für diese Änderung eingesetzt und auf sich verschlechternde Arbeitsbedingungen, gewalttätige Übergriffe von Insassen sowie Fälle von Mord, Strangulation und Messerstechereien hingewiesen. Ana Vázquez nannte ausdrücklich den Bruder einer Frau, die im März 2024 in der Küche des Gefängnisses Mas d'Enric in Tarragona erstochen worden war. Die meisten Parteisprecher räumten ein, dass das Gesetz zwar bedeutsam, aber nur ein erster Schritt sei. Zu den noch offenen Forderungen gehören die Aufstockung des Personals, die Modernisierung der Infrastruktur, die Verbesserung der medizinischen Versorgung in Gefängnissen, höhere Gehälter und die Einstufung der Gefängnisarbeit als Hochrisikoberuf.

„Dies ist ein weiterer Schritt zu den berechtigten Forderungen, die Sie seit einer ganzen Ära erheben.“

Ángel García Gómez, Vox-Abgeordneter
Stimmenaufteilung zum Status der GefängnisbeamtenStimmen
Dafür
324 Stimmen
Dagegen
19 Stimmen
Enthaltungen
2 Stimmen

Daten aus dem Artikeltext

Nächste Schritte

Der Gesetzentwurf geht nun an den Senat, wo er voraussichtlich ohne größere Änderungen verabschiedet wird. Nach der Verabschiedung und Veröffentlichung im BOE, möglicherweise noch vor dem Sommer, tritt das Gesetz in Kraft. Die breite parlamentarische Mehrheit deutet darauf hin, dass die endgültige Genehmigung eine Formsache ist, auch wenn alle Parteien betonten, dass für die Gefängnismitarbeiter noch viel zu tun bleibt.

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Quellen und Kontext

Orte
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