KI-generiert·Mehr erfahren
© Blick.ch
Einzelsport·vor 2 Std.

Gasly erhält Monaco-GP-Podium zurück, nachdem FIA Zeitmessfehler in der Boxengasse einräumt

Alpine-Pilot Pierre Gasly wurde am Freitag wieder auf den dritten Platz des Großen Preises von Monaco gesetzt, nachdem die FIA seine beiden Strafen wegen Geschwindigkeitsüberschreitung in der Boxengasse aufgehoben hatte. Sie akzeptierte einen 77-Zentimeter-Messfehler, der seine Geschwindigkeit überschätzt hatte.

Renntag-Strafen

Pierre Gasly überquerte am 7. Juni als Dritter die Ziellinie des Großen Preises von Monaco, doch zwei Fünf-Sekunden-Strafen wegen Geschwindigkeitsüberschreitung in der Boxengasse warfen ihn auf den siebten Platz zurück. Der Franzose wurde mit 60,1 km/h und 60,4 km/h in der Boxengasse gemessen, wo das Limit bei 60 km/h liegt. Er war einer von sechs Fahrern, die wegen ähnlicher marginaler Verstöße bestraft wurden, darunter Lewis Hamilton, Oscar Piastri, George Russell und Franco Colapinto, alle nur 0,1 km/h über dem Limit.

Ich bin am Boden zerstört. Mir wird ein Lebenstraum von einem Monaco-Podium aus Gründen genommen, die ich einfach nicht nachvollziehen kann.

Alpines Einspruch und der Zeitmessfehler

Alpine reichte ein Recht auf Überprüfung ein und legte neue Beweise vor, dass das offizielle Zeitsystem die Geschwindigkeit falsch berechnet hatte. Formula One Management (FOM), der Zeitnehmer, räumte eine Abweichung von 77 cm zwischen der für die Berechnungen verwendeten Distanz (26,92 Meter) und der nach dem Rennen per LIDAR gemessenen tatsächlichen Distanz (26,15 Meter) ein. Dies führte zu einer Überschätzung von Gaslys Geschwindigkeit und damit zu den Strafen.

Zeitplan von Gaslys Monaco-Strafeneinspruch
  1. Gasly wird Dritter, aber zwei Strafen wegen Geschwindigkeitsüberschreitung in der Boxengasse werfen ihn auf Platz 7 zurück.
  2. FOM legt Beweise vor, dass die für die Geschwindigkeitsberechnung verwendete Boxengassen-Distanz um 77 cm abwich.
  3. FIA-Rennkommissare halten eine Anhörung mit Alpine zur Überprüfung der Strafen ab.
  4. Rennkommissare heben Gaslys Strafen auf und stellen sein Monaco-GP-Podium wieder her.

Die Entscheidung der Rennkommissare

Nach einer zweiteiligen Anhörung am 10. und 11. Juni entschieden die Rennkommissare am Freitag, dass Gasly das Tempolimit nicht überschritten hatte, hoben beide Strafen auf und setzten ihn wieder auf den dritten Platz. FIA-Einsitzer-Direktor Nikolas Tombazis erklärte, die Methode des Zeitnehmers zur Messung der Boxengasse in Monaco sei möglicherweise unzureichend gewesen. Alpine begrüßte die Entscheidung und dankte der FIA und FOM für ihre Transparenz.

Konsequenzen für andere Fahrer

Isack Hadjar (Red Bull), der an Gaslys Stelle seinen ersten Karriere-Podiumsplatz gefeiert hatte, fällt auf den vierten Platz zurück. Piastri fällt auf den fünften, Liam Lawson auf den sechsten und Arvid Lindblad auf den siebten Platz. George Russell, der während des Rennens eine Durchfahrtsstrafe wegen Geschwindigkeitsüberschreitung in der Boxengasse verbüßt hatte und Zwölfter wurde, hatte sich für eine nachträgliche Strafverschärfung ausgesprochen, konnte aber nicht von Alpines Erfolg profitieren.

Es wäre ein Schlag in die Eier, wenn Gaslys Strafen aufgehoben würden.

Die FIA räumte ein, dass andere Fahrer bereits Strafen verbüßt hatten, die ihre Strategie beeinflussten, und dass kein anderes Team innerhalb der erlaubten Frist einen Antrag auf Überprüfung gestellt hatte. Es gibt keine Regelung, die es den Rennkommissaren erlaubt, eine bereits verbüßte Strafe rückgängig zu machen. McLaren erklärte, es beabsichtige, gegen Piastris Strafe Berufung einzulegen.

Gaslys zurückgewonnener Erfolg

Die Entscheidung beschert Gasly seinen sechsten Karriere-Podiumsplatz, den ersten seit Brasilien 2024, und bringt ihn mit 35 Punkten auf den achten Platz der Fahrerwertung.

Monaco

8 Quellen

Pollar Weekly abonnieren

Die Woche in Nachrichten, jeden Freitag. Kostenlos.

Kostenlos. Kein Tracking, keine Werbung. Jederzeit abbestellbar.

Mehr aus Kultur & Sport