
Gasexplosion an der U-Bahn-Baustelle Plaça de Sants in Barcelona: 8 Verletzte, zwei schwer; Flamme nach 12 Stunden gelöscht
Ein Gasleck während Barrierefreiheitsarbeiten an der Station Plaça de Sants entzündete sich spät am Mittwochabend, verletzte acht Arbeiter und erzeugte eine meterhohe Flamme, die über 12 Stunden brannte, bevor die Feuerwehr die Gaszufuhr unterbrach.
Was geschah
Am Mittwochnachmittag wurde bei Barrierefreiheitsarbeiten an der U-Bahn-Station Plaça de Sants (Linie L5) eine Gasleitung getroffen, was gegen 14:40 Uhr ein Leck verursachte. Zunächst kam es zu keinem Feuer, aber der Bereich wurde abgesperrt und eine nahegelegene Schule geschlossen. Stunden später, gegen 22:50 Uhr, entzündete sich während Reparaturversuchen der Techniker des Gasunternehmens das ausströmende Gas durch eine Verpuffung, was eine große Flamme erzeugte und acht Arbeiter verletzte. Die genaue Zündquelle wird noch untersucht.
## Notfallmaßnahmen Der Feuerwehrchef von Barcelona, Albert Ventosa, erklärte, dass die Einsatzkräfte bewusst darauf verzichteten, die Flamme zu löschen, da dies dazu geführt hätte, dass sich Gas ansammeln und weitere Explosionen riskieren würde. Stattdessen setzten neun Feuerwehrleute Wasser ein, um die Flamme zu kontrollieren, während sie daran arbeiteten, vier Punkte im Gasverteilnetz abzudichten. Der Einsatz war komplex, da das städtische Gasnetz vermascht ist und Ballons in mehrere Rohre eingeführt werden mussten, um das Leck zu isolieren. Die Flamme brannte die ganze Nacht hindurch bis in den Donnerstagmorgen hinein.
Wenn wir die Flamme gelöscht hätten, hätten sich weitere Gastaschen gebildet, und es bestand die Gefahr weiterer Verpuffungen.
Feuerwehrchefin Clara Latorre merkte an, dass die Flamme bestehen bleiben würde, bis der Gasfluss vollständig gestoppt werden könne. Die Zufuhr wurde schließlich unterbrochen und die Flamme gegen 11:10 Uhr am Donnerstag gelöscht, mehr als 12 Stunden nach der Explosion.
Der Fluss wird nicht aufhören, bis die Arbeiten zur Kontrolle des Lecks abgeschlossen sind. Diese Arbeiten sind komplex, da sie das Unterbrechen des Gasverteilnetzes an verschiedenen Punkten umfassen.
Verletzte und Krankenhäuser
Alle acht Verletzten sind Männer. Zwei wurden schwer verletzt und zwei weniger schwer, alle ins Hospital Vall d'Hebron gebracht. Ein weniger schwerer und drei leichte Fälle wurden ins Hospital Clínic transportiert. Vizebürgermeister Albert Batlle sagte, die Verletzten erholten sich positiv. Der medizinische Notdienst SEM setzte acht Krankenwagen vor Ort ein.
## Verkehrsbeeinträchtigungen Die U-Bahn-Linien L1 und L5 fuhren normal weiter, aber der Zugang zur L5 von der Carrer de Galileu war geschlossen. Der Verbindungsgang zwischen den beiden Linien war bereits seit Monaten wegen laufender Barrierefreiheitsarbeiten geschlossen. Oberirdisch war die Carrer de Sants für den Verkehr gesperrt, was die TMB zwang, fünf Buslinien umzuleiten. Ein spezieller Busdienst für die L1-Arbeiten nahm seine Route ab Plaça Espanya auf. Die Behörden rieten den Fahrgästen, die Service-Updates zu prüfen.
Ermittlungen und Reaktionen
Carles Vaccaro, technischer Direktor von Infraestructures, unterschied zwei separate Ursachen: den anfänglichen Rohrschaden während des U-Bahn-Baus und die spätere Verpuffung während der Reparaturarbeiten durch das Gasunternehmen. Er betonte, dass der zweite Vorfall in der Verantwortung des Gasverteilers liege. Die Stadt werde Erklärungen sowohl von der Regionalregierung als auch von den beteiligten Unternehmen fordern, so Batlle. Der PP-Fraktionsvorsitzende im Stadtrat, Daniel Sirera, kritisierte die Sicherheitsbilanz, verwies auf einen kürzlichen Erdloch-Einsturz an der L9-Linie und forderte Rechenschaft.
Zuerst der Erdloch-Einsturz an der L9. Jetzt ein Gasleck an der U-Bahn-Baustelle Sants mit mehreren verletzten Arbeitern. Zu viele Fehler und zu wenig Kontrolle.
Wie es weitergeht
Nachdem die Flamme erloschen ist, besteht die Priorität darin, die Bohrmaschine zu entfernen, die in instabiler Position im Boden stecken geblieben ist. Ein Schwerlastkran wurde für Donnerstagnachmittag erwartet. Sobald die Maschine geborgen ist, wird der Sicherheitsbereich verkleinert, der Verkehr und der Zugang zu Geschäften werden wieder geöffnet, und die Gasversorgung für zwei noch betroffene Wohnblöcke wird bis Donnerstagabend wiederhergestellt sein.
- Gasleitung bei U-Bahn-Arbeiten beschädigt, Leck beginnt.
- Verpuffung während Reparaturarbeiten, acht Arbeiter verletzt.
- Flamme gelöscht, nachdem Gasversorgung an vier Punkten unterbrochen.
- Schwerlastkran soll Bohrmaschine entfernen.
- Gasversorgung soll für zwei Wohnblöcke wiederhergestellt werden.


