Wahlen · Lima
Keiko Fujimori liegt in Perus Stichwahl mit 98 % ausgezählter Stimmen knapp vor Roberto Sánchez
Die rechte Kandidatin Keiko Fujimori hat in der peruanischen Präsidentschaftsstichwahl mit nur wenigen hundert Stimmen Vorsprung vor dem Linken Roberto Sánchez wieder die Führung übernommen. Über 98 % der Stimmen sind ausgezählt, das endgültige Ergebnis wird jedoch noch Wochen auf sich warten lassen.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von AP NEWS, France 24, RFI und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Bei 98,2 % ausgezählter Protokolle liegt Keiko Fujimori mit 50,001 % zu 49,999 % vor Roberto Sánchez – ein Vorsprung von rund 400 bis 650 Stimmen.
Stimmen von Peruanern im Ausland, insbesondere aus den USA und Japan, drehten Sánchez' Vorsprung von bis zu 42.000 Stimmen vom Montag.
Etwa 1,76 % der Protokolle mit bis zu 480.000 Stimmen werden gerichtlich überprüft. Der JNE rechnet mit einem endgültigen Ergebnis um den 7. Juli.
Der linke Kandidat prangerte „Manöver zur Verdrehung der Demokratie“ an; Anhänger protestierten in Lima, die Polizei setzte Wasserwerfer ein.
Nach verlorenen Stichwahlen 2011, 2016 und 2021 ist Fujimori der Präsidentschaft so nah wie nie. Ein Sieg würde den Fujimorismo nach 26 Jahren an die Macht zurückbringen.

- 11.06.Bei 98,2 % verarbeiteter Protokolle führt Fujimori mit rund 400–650 Stimmen. Anfechtungsprotokolle an spezielle Wahlgerichte übergeben.
- 7.07.Voraussichtliches Datum für das endgültig bestätigte Ergebnis laut Nationalem Wahlgerichtshof.
- 28.07.Der Sieger wird als Präsident vereidigt und tritt die Nachfolge von Interimspräsident José María Balcázar an.
Ein Vorsprung von einigen hundert Stimmen
Nach Auswertung von 98,2 % der Wahllokalprotokolle lag Keiko Fujimori von der rechten Partei Fuerza Popular bei 50,001 % der gültigen Stimmen, Roberto Sánchez bei 49,999 %, so die peruanische Nationale Wahlbehörde (ONPE). Der Vorsprung betrug je nach Quelle rund 400 bis 650 Stimmen bei über 18 Millionen abgegebenen Stimmen. Fujimori hatte am Wahlabend, Sonntag, den 7. Juni, zunächst geführt, bevor Sánchez am Montag mit bis zu 42.000 Stimmen an ihr vorbeizog. Am Mittwoch kehrte sich der Trend wieder um, als die Stimmen der im Ausland lebenden Peruaner – insbesondere aus den USA und Japan – eintrafen und Fujimori begünstigten.
„Wir werden die offiziellen Zahlen abwarten, aber ohne Zweifel: Mit der steigenden Auszählung, insbesondere der aus dem Ausland eingehenden Protokolle, gibt uns das sehr, sehr viel Auftrieb.“
Die noch offenen Stimmen
Rund 1,76 % der Wahllokalprotokolle, die etwa 400.000 bis 480.000 Stimmen repräsentieren, wurden von speziellen Wahlgerichten zur Überprüfung vorgelegt. Die meisten dieser angefochtenen Protokolle stammen aus dem Großraum Lima und aus Übersee – beides Hochburgen Fujimoris. Die Wahlbehörde hat angedeutet, dass die endgültige Auszählung zwischen zwei Wochen und einem Monat dauern könnte. Der Nationale Wahlgerichtshof (JNE) rechnet mit einem endgültigen Ergebnis um den 7. Juli. Der Sieger wird am 28. Juli die Nachfolge von Interimspräsident José María Balcázar für eine fünfjährige Amtszeit antreten.
Sánchez beklagt Betrug, Proteste brechen aus
Als Fujimori die Führung zurückeroberte, prangerte Sánchez an, was er „Manöver und den Willen, die Demokratie zu verdrehen“ nannte, und verwies auf einen Teil der Presse, den er beschuldigte, ihn anzugreifen. Anhänger von Juntos por el Perú protestierten am Dienstag vor dem JNE-Gebäude im Zentrum von Lima und skandierten, die Stimme müsse „an der Wahlurne und auf der Straße“ verteidigt werden. Die Polizei löste die Menge mit Wasserwerfern auf. Sánchez bezeichnete die Demonstration als ein verfassungsmäßiges Recht und schloss nicht aus, zu weiteren friedlichen Märschen aufzurufen.
„Wahlergebnisse müssen respektiert werden, unabhängig von Wünschen oder nicht.“
Fujimoris vierter Anlauf
Dies ist Keiko Fujimoris vierte Präsidentschaftskandidatur. Sie verlor die Stichwahlen 2011, 2016 und 2021 – die letzten beiden mit einem Vorsprung von rund 40.000 Stimmen gegen Pedro Pablo Kuczynski bzw. Pedro Castillo. Ihr Vater, der frühere Präsident Alberto Fujimori (1990–2000), regierte ein Jahrzehnt, bevor er im Zuge von Korruptionsskandalen per Fax aus Japan zurücktrat. Sánchez, 57, trat als politischer Erbe Castillos an, der seit seinem gescheiterten Selbstputsch 2022 inhaftiert ist. Ein Sieg Fujimoris würde die Fujimorismo-Bewegung nach 26 Jahren an die Macht zurückbringen.
Ein bekanntes Wartespiel
Langsame Auszählungen sind in Peru üblich. Das endgültige Ergebnis der Stichwahl 2021 zwischen Castillo und Fujimori wurde erst sechs Wochen später bestätigt. Auch die erste Runde der diesjährigen Wahl am 12. April wurde erst einen Monat später bekannt gegeben. Eine Beobachtungsmission der Europäischen Union beschrieb die zweite Runde trotz eines polarisierten Wahlkampfs als „ruhig und geordnet“. Mehr als 27 Millionen Peruaner, darunter 1,2 Millionen im Ausland lebende, waren am Sonntag wahlberechtigt.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- AP NEWSKeiko Fujimori retoma su liderazgo sobre Roberto Sánchez en el balotaje presidencial de Perú
- France 24Fujimori, a un paso de la presidencia en su cuarto intento: lidera por 650 votos con el conteo sin cerrar
- RFIPerú: Keiko Fujimori pasa a liderar el conteo oficial por un puñado de votos
- ABC TU DIARIO EN ESPAÑOLFujimori se impone a Sánchez en las presidenciales de Perú con un 98,2% escrutado
- Keiko Fujimori
- Rechte Präsidentschaftskandidatin der Fuerza Popular, Tochter des früheren Präsidenten Alberto Fujimori, führt die Auszählung der Stichwahl 2026 an.
- Roberto Sánchez
- Linker Präsidentschaftskandidat von Juntos por el Perú, politischer Erbe des inhaftierten Ex-Präsidenten Pedro Castillo.
- Alberto Fujimori
- Früherer Präsident Perus (1990–2000) und Vater von Keiko Fujimori.
- Pedro Castillo
- Früherer Präsident Perus (2021–2022), nach einem gescheiterten Selbstputsch inhaftiert, politischer Förderer von Roberto Sánchez.
- José María Balcázar
- Interimspräsident Perus, der am 28. Juli 2026 vom Sieger der Stichwahl abgelöst wird.
- Pedro Pablo Kuczynski
- Früherer Präsident Perus, der Keiko Fujimori 2016 mit knappem Vorsprung in der Stichwahl besiegte.
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