
Griechenland bekämpft fünf Waldbrände in Ätolien-Akarnanien und Böotien bei Waldbrandgefahr der Stufe 4
Am 13. August 2026 brachen mindestens fünf Brände in Ätolien-Akarnanien und Böotien aus, wobei ein 112-Alarm Evakuierungen in Makyneia anordnete und tschechische Feuerwehrleute im Rahmen eines EU-Vorpositionierungsprogramms in Mamoulada halfen.
Brände in Ätolien-Akarnanien
Am Donnerstag, dem 13. August 2026, brachen in zwei griechischen Regionen mindestens fünf Waldbrände aus, wobei auf Ätolien-Akarnanien vier davon entfielen. Alle betroffenen Gebiete waren für diesen Tag mit der Waldbrandgefahr der Stufe 4 (sehr hoch) eingestuft.
Der erste gemeldete Brand brach mittags in Makyneia, Nafpaktou, in einem Agrarforstgebiet der Regionalen Einheit Ätolien-Akarnanien aus. Die Behörden gaben zunächst einen 112-Notfallalarm als Vorwarnung für die Bewohner des weiteren Gebiets heraus, stuften ihn dann jedoch zu einer Evakuierungsanordnung hoch, die die Bewohner aufforderte, sich in Richtung Messolongi oder Nafpaktos zu begeben und den Anweisungen der Behörden zu folgen. Der Brand wurde anschließend durch das gemeinsame Vorgehen von Luft- und Bodenkräften unter Kontrolle gebracht, bevor die nächsten Brände in der Region ausbrachen. An der Bekämpfung waren 40 Feuerwehrleute, zwei Fußtrupps der 6. EMODE, 12 Fahrzeuge, 3 Flugzeuge und 1 Hubschrauber beteiligt, unterstützt durch Wasserwagen der Gemeinde Nafpaktos.
Ein zweiter Brand in Ätolien-Akarnanien wurde mittags im Waldgebiet von Potamoula gemeldet, wo 12 Feuerwehrleute mit 4 Fahrzeugen und 2 Flugzeugen eingesetzt wurden, unterstützt durch kommunale Wasserwagen und Maschinen.
Ein dritter Brand brach gegen 17:15 Uhr zwischen den Siedlungen Drymonas und Koskinas in der Gemeinde Thermos aus. Der Brand wurde als großflächig beschrieben, mit starken Boden- und Luftkräften zu seiner Bekämpfung. Die Angaben zum Einsatz variieren: Die Zahl der Feuerwehrleute reicht von 20 bis 55, und die Luftfahrzeuge werden entweder mit 4 Flugzeugen oder 5 Flugzeugen plus 1 Hubschrauber angegeben. Alle Berichte stimmen überein, dass zwei Fußtrupps der 6. EMODE, 14 Fahrzeuge und Wasserwagen der Gemeinde Thermos beteiligt waren. Auch Baumaschinen halfen vor Ort.
Ein vierter Brand in Ätolien-Akarnanien wurde gegen 18:00 Uhr in Mamoulada Nafpaktias, einem Agrarforstgebiet, gemeldet. Die Bekämpfung umfasste 45 Feuerwehrleute mit 9 Fahrzeugen, darunter 22 Feuerwehrleute mit 4 Fahrzeugen aus Tschechien, die im Rahmen des EU-Vorpositionierungsprogramms für europäische Feuerwehrkräfte eingesetzt wurden. Ein Hubschrauber war für die Luftbekämpfung vorgesehen, unterstützt durch Wasserwagen der Gemeinde Nafpaktia.
- Feuer bricht im Agrarforstgebiet von Makyneia, Nafpaktou aus; 112-Evakuierungsalarm ausgelöst
- Feuer bricht im Waldgebiet von Potamoula, Ätolien-Akarnanien aus
- Feuer bricht im landwirtschaftlichen Gebiet von Akontio, Böotien aus
- Feuer bricht zwischen Drymonas und Koskinas, Gemeinde Thermos aus
- Feuer bricht im Agrarforstgebiet von Mamoulada Nafpaktias aus
Brand in Böotien
Separat brach gegen 16:00 Uhr ein Brand in einem landwirtschaftlichen Gebiet in Akontio, Böotien, aus. Der Einsatz umfasste 40 Feuerwehrleute, zwei Fußtrupps der 4. EMODE und 8 Fahrzeuge. Die Angaben zu den Luftfahrzeugen variieren: Es wurden entweder 2 Flugzeuge oder 4 Flugzeuge und 2 Hubschrauber eingesetzt. Wasserwagen der Gemeinde Levadeon unterstützten den Einsatz. Das Gebiet war ebenfalls für diesen Tag mit der Waldbrandgefahr der Stufe 4 (sehr hoch) eingestuft.
- Makyneia
- 40
- Potamoula
- 12
- Mamoulada
- 45
- Akontio
- 40
Ermittlungen und Überwachung
Für alle Brände in Ätolien-Akarnanien wurde die Ermittlungseinheit für Brandstiftung von Ätolien-Akarnanien aktiviert, um die Ursachen zu untersuchen. Für den Brand in Akontio, Böotien, wurde die Ermittlungseinheit für Brandstiftung von Phthiotis aktiviert. Während der Einsätze in Makyneia und Akontio unterhielt ESKEDIK eine kontinuierliche Drohnenüberwachung mit Wärmebild- und optischen Kameras und lieferte Echtzeitbilder an die Einsatzzentrale. Die Drohnenbilder ermöglichten es den Koordinatoren, den Verlauf der Brände bei den gleichzeitigen Einsätzen zu verfolgen. Alle betroffenen Gebiete blieben den ganzen Tag über auf der Gefahrenstufe 4.


