
Sechs Tote, 34 Verletzte nach Frontalzusammenstoß zwischen Wohnmobil und Shuttlebus nahe Lago di Ventina auf der Autobahn Terni-Rieti
Ein Wohnmobil geriet auf der SS79 Ternana in die Gegenfahrbahn und wurde frontal von einem Shuttlebus erfasst, der Touristen zu den Marmore-Wasserfällen brachte. Am Sonntagnachmittag kamen dabei sechs Menschen ums Leben, 34 wurden verletzt.
Was geschah
Ein Wohnmobil, das in Richtung Terni unterwegs war, geriet auf der SS79 Ternana in die Gegenfahrbahn und wurde frontal von einem Shuttlebus der Firma Autolinee Troiani erfasst, der Touristen zu den Marmore-Wasserfällen brachte. Der Zusammenstoß ereignete sich am Sonntagnachmittag auf der Höhe des Lago di Ventina in der Gemeinde Colli sul Velino, Provinz Rieti, an der Grenze zwischen Latium und Umbrien. Zwei Autos wurden ebenfalls in das Wrack verwickelt. Die Sicht war zu diesem Zeitpunkt aufgrund eines Sturms schlecht. Die erste Rekonstruktion der Verkehrspolizei von Rieti ergab, dass das Wohnmobil in die Gegenfahrbahn eingedrungen war, die Ermittler haben den Grund dafür jedoch noch nicht ermittelt.
Nach dem, was man sieht, ist klar, dass das Wohnmobil leider die Spur des Busses überquert hat, wir wissen nicht, warum.
Die Opfer
Sechs Menschen starben bei dem Unfall. Giampiero Colasanti (68) und seine Frau Daniela Bellanca (59) aus Narni saßen in dem Wohnmobil und starben noch am Unfallort. Sie kehrten von einem Bikertreffen in der Provinz L'Aquila in den Abruzzen zurück. Auch der Shuttlebusfahrer Federico Romualdi (49) aus Terni kam ums Leben. Drei Fahrgäste im Bus wurden getötet: Stefania Laurenzi (49) aus Rom, die noch am Unfallort starb, sowie ein Paar aus Massa, Paolo Cosci (51) und Graziella Baldini (61), die sich im Shuttle befanden. Cosci starb im Krankenhaus.
Die Verletzten und die Krankenhausreaktion
Nach Angaben der Präfektur Terni waren insgesamt 45 Menschen in den Unfall verwickelt. Fünf blieben unverletzt und wurden über Nacht in einer Einrichtung in Terni untergebracht. Von den 34 Verletzten wurden fünf als Code Rot eingestuft. Bis Montagmorgen befanden sich noch 15 Menschen in sechs Krankenhäusern: Terni (10 Patienten, zwei auf der Intensivstation), Foligno (8 Patienten), Spoleto (4 Patienten), Perugia (1 Patient auf der Intensivstation mit schwerer Kopfverletzung, beatmet), Rieti (10 Patienten, einer mit Code Rot) und ein Patient mit Code Rot in einem römischen Krankenhaus. 19 Patienten waren bereits entlassen worden.
Notfallmaßnahmen
Die regionale Kriseneinheit wurde unmittelbar nach dem ersten Notruf bei der 118 aktiviert. Umbriens Regionalpräsidentin Stefania Proietti beschrieb die Szene als „Maxi-Notfall, katastrophal“ und sagte, der Massenanfall-von-Verletzten-Plan sei ohne Zögern ausgelöst worden. Sechs Krankenwagen des 118-Dienstes wurden eingesetzt, unterstützt von 12 ehrenamtlichen Krankenwagen, dem Rettungshubschrauber Nibbio, einer mobilen Feldklinik, 25 medizinischen Freiwilligen und 35 Zivilschutzhelfern. Die Region Latium schickte einen Hubschrauber und drei Krankenwagen. Die Präfektin von Terni, Antonietta Orlando, berief das Rettungskoordinationszentrum ein und richtete eine spezielle Telefonleitung (0744.480458) für Angehörige ein.
Ich fühle mich verpflichtet, persönlich all jenen zu danken, die sofort am Unfallort eingegriffen und sich an den Rettungsmaßnahmen beteiligt haben, insbesondere den Ordnungskräften, der Feuerwehr, dem medizinischen Personal, der Gemeinde Terni und der Region Umbrien.
Blutspendeaufruf und Verkehrssicherheit
Sergio Commissari, Präsident des örtlichen Blutspendevereins Avis Terni, rief nach dem Unfall zu Blutspenden auf und bat alle, die dazu in der Lage sind, einen Spendentermin zu vereinbaren. Proietti bezeichnete die Zahl der Todesopfer nach einem Koordinationstreffen in der Präfektur als „Kriegsbericht“ und appellierte an Anas und alle Straßenverwaltungsstellen, ein Bündnis zu schließen, um infrastrukturbedingte Risiken zu minimieren. Sie betonte, dass zwar Verkehrsunfälle nicht auf null reduziert werden könnten, aber die Beseitigung von Ursachen, die mit den Straßenverhältnissen zusammenhängen, eine ethische und moralische Pflicht sei.
Wir müssen ein Bündnis schließen, um die mit den Straßen verbundenen Ursachen auf ein Minimum zu reduzieren, dann werden wir die Verkehrsunfälle nicht auf null reduzieren können, aber dies für die mit den Straßen verbundenen Ursachen zu tun, ist eine ethisch-moralische Pflicht, und wir können uns dem nicht entziehen.


