
Fünf bosnische Bergsteiger am russischen Berg Elbrus getötet; drei Leichen noch nicht geborgen, da Sturm Rettung erschwert
Eine siebenköpfige Gruppe aus Zenica wurde von einem plötzlichen Sturm auf Europas höchstem Gipfel überrascht; zwei Überlebende wurden gerettet, aber die Leichen der fünf anderen befinden sich Stand Sonntag noch am Berg.
Der Unfall
Am Sonntag, den 26. Juli 2026, bestieg eine siebenköpfige Gruppe von Bergsteigern aus Zenica (Bosnien und Herzegowina) den Mount Elbrus, als ein schwerer Sturm aufzog. Der Berg, der mit 5.642 Metern der höchste Europas ist, liegt im russischen Kaukasus, nördlich der Grenze zu Georgien. Plötzliche Wetterumschwünge sind eine bekannte Gefahr am Elbrus, und die Gruppe wurde in großer Höhe von starken Winden und schlechter werdenden Bedingungen überrascht. Fünf der sieben Bergsteiger kamen ums Leben. Der bosnische Bergrettungsdienst meldete die Todesfälle als erster, die russischen Behörden bestätigten die Todesfälle später.
Rettungs- und Bergungsoperation
Das russische Ministerium für Notsituationen entsandte Rettungsteams auf den Berg. Zwei Bergsteiger wurden lebend gefunden und evakuiert; sie wurden zur medizinischen Versorgung in ein örtliches Krankenhaus gebracht. Die Retter entdeckten die Leichen von zwei Opfern auf einer Höhe von 5.350 Metern. Das Ministerium erklärte, diese Leichen würden geborgen, sobald sich die Wetterbedingungen verbesserten. Die regionale Abteilung des Ermittlungskomitees der Russischen Föderation gab an, dass drei weitere Leichen gefunden worden seien, aber aufgrund des anhaltenden Sturms noch nicht transportiert werden könnten. Russische Medien berichteten, dass starke Winde und widriges Wetter die Such- und Bergungsarbeiten erheblich erschwerten. Am Sonntagabend war der Einsatz noch im Gange, mit der Priorität, alle Opfer sicher zu bergen.
- Ein schwerer Sturm trifft eine siebenköpfige Gruppe bosnischer Bergsteiger am Mount Elbrus.
- Zwei Bergsteiger werden lebend gefunden und in ein örtliches Krankenhaus evakuiert.
- Retter finden zwei Leichen auf 5.350 Metern; Bergung wartet auf besseres Wetter.
- Ermittlungskomitee meldet drei weitere gefundene Leichen, die aufgrund des schlechten Wetters noch nicht transportiert werden konnten.
Die Opfer
Bosnische Medien identifizierten die Expeditionsteilnehmer als Einwohner von Zenica, einer Stadt im zentralen Bosnien. Zu den Toten gehörten ein Ehepaar und ein Arzt, der am örtlichen Krankenhaus beschäftigt war. Die regionale Polizei bestätigte gegenüber RIA Novosti, dass die am Elbrus tödlich verunglückten Bergsteiger aus Bosnien und Herzegowina stammten. Namen wurden zunächst nicht veröffentlicht. Die beiden Überlebenden wurden behandelt, aber ihr Zustand wurde nicht näher beschrieben.
Der Elbrus: ein tückischer Gipfel
Der Elbrus, ein ruhender Vulkan, ist ein bedeutendes Bergsteigerziel, birgt aber erhebliche Risiken. Sein Wetter kann innerhalb von Minuten von klar zu stürmisch umschlagen, und starke Winde und Whiteouts sind selbst im Sommer häufig. Der Gipfel hat eine Geschichte tödlicher Unfälle, bei denen häufig Bergsteiger von schnellen Wetterverschlechterungen überrascht wurden. Der jetzige Vorfall reiht sich in diese Geschichte ein, da die unerbittlichen Bedingungen des Berges erneut für eine erfahrene Gruppe tödlich waren.
