Regierung · Departamento Putumayo
Kolumbien-Friedensabkommen: 99 Guerilleros legen drei Tage vor der Stichwahl die Waffen nieder
Drei Tage vor einer Präsidentschaftsstichwahl haben 99 Mitglieder der Guerillagruppe CNEB symbolisch ihre Waffen im Departamento Putumayo übergeben – der bedeutendste Erfolg der „Totalen Friedens“-Politik des scheidenden Präsidenten Gustavo Petro.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von La Libre.be, Mediafax.ro, France 24 und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
99 Mitglieder der CNEB-Guerillagruppe legten ihre Gewehre unter internationaler und katholischer Kirchenaufsicht in Putumayo in einen Container.
Die Stichwahl am Sonntag stellt Petros Verbündeten Iván Cepeda, der die Gespräche fortsetzen würde, gegen den rechtsextremen Abelardo de la Espriella, der eine militärische Konfrontation befürwortet.
Die Abrüstung ist der bedeutendste Erfolg von Petros Annäherung an bewaffnete Gruppen, von denen die meisten Verhandlungen abgelehnt haben.
- 18.06.99 CNEB-Kämpfer legen symbolisch die Waffen in Putumayo nieder
- 21.06.Präsidentschafts-Stichwahl zwischen Iván Cepeda und Abelardo de la Espriella
- 7.08.Präsident Petro übergibt die Macht an den Wahlgewinner
Die Kapitulationszeremonie
Am Donnerstag, dem 18. Juni, trafen 99 Rebellen der Nationalen Koordinierungskommission der Bolivarischen Armee (CNEB) an einem vereinbarten Ort tief im Dschungel des Departamentos Putumayo im Süden Kolumbiens ein. In Tarnkleidung legten sie ihre Gewehre in einen riesigen Container mit der Aufschrift „Ich setze auf das Leben, ich erfülle meine Verpflichtung zum Frieden.“ Die Veranstaltung wurde von internationalen Organisationen und der katholischen Kirche überwacht.
„Ich bin stolz, zum Frieden beizutragen“, sagte ein Guerillakämpfer mit dem Decknamen Ferney. „Ich möchte in etwas ausgebildet werden, damit ich in meinem Leben nie wieder zu etwas Illegalem zurückkehre.“ Ein zweiter Rebell, der anonym bleiben wollte, sagte gegenüber AFP: „Ich bin erfüllt; meine Freude ist immens bei dem Gedanken, dass wir nicht mehr da draußen sein werden, fern von unseren Familien.“
Wer die CNEB sind
Die CNEB ist eine abtrünnige Fraktion der ehemaligen FARC-Guerilla, die 2016 ein historisches Friedensabkommen mit dem kolumbianischen Staat unterzeichnet hatte. Die Gruppe gehorchte den Befehlen von Walter Mendoza, einem ehemaligen FARC-Kommandeur, der den Frieden unterzeichnet, sich aber 2019 wieder bewaffnet hatte. Sie ist die einzige Guerillagruppe, die noch aktiv Verhandlungen unter Präsident Gustavo Petro vorantreibt, der 2022 sein Amt antrat. Linksextreme Guerilla-Organisationen, rechtsextreme Paramilitärs und Drogenhändler-Organisationen sind alle vom Verhandlungstisch ferngeblieben.
Die fragile Politik des „Totalen Friedens“
Petros „Paz Total“-Strategie, die auf Dialog mit allen bewaffneten Gruppen abzielte, hat bislang wenig konkrete Ergebnisse gebracht. Die Abrüstungszeremonie wird weithin als das greifbarste Ergebnis seiner vierjährigen Bemühungen beschrieben. „Es ist eine sehr starke und kraftvolle Botschaft an die kolumbianische Gesellschaft in einer Zeit, in der wir so viel Kriegslärm hören und die allgemeine Gewalt zunimmt“, sagte Armando Novoa, Leiter der Friedensdelegation der Regierung für die CNEB.
Eine Wahl, die über das Schicksal der Politik entscheidet
Der symbolische Schritt erfolgt, während die Kolumbianer sich darauf vorbereiten, am Sonntag, dem 21. Juni, an einer Stichwahl um das Präsidentenamt teilzunehmen. Zur Wahl stehen Senator Iván Cepeda, ein linker Verbündeter Petros, der verspricht, die dialogbasierte Friedensinitiative fortzusetzen, und der rechtsextreme Kandidat Abelardo de la Espriella, der eine direkte militärische Konfrontation mit bewaffneten Gruppen verspricht. Petro kann nach der Verfassung nicht erneut kandidieren und wird die Macht am 7. August übergeben.
Was als nächstes für die entwaffneten Kämpfer kommt
Die 99 Guerilleros werden für zehn Monate auf Land verbleiben, das zuvor für Koka-Anbau genutzt wurde, um auf die endgültige Abrüstung und die Klärung ihres Rechtsstatus zu warten. Die Gruppe erhielt Hygienesets und Bücher, bevor sie die Zone betrat, die von der Armee bewacht wird und mit Wohnhäusern ausgestattet ist, die über Sonnenkollektoren verfügen. Die Regierung schätzt, dass die CNEB insgesamt zwischen 2.000 und 2.500 Mitglieder haben könnte.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- La Libre.beColombie: accord de paix avec le gouvernement Petro, une centaine de guérilleros déposent les armes
- Mediafax.roColumbia: Acord de pace între guvernul Petro și gherile
- France 24Colombia sees new peace breakthrough as 100 rebels hand over arms
- stern.de100 Guerilla-Kämpfer in Kolumbien legen ihre Waffen nieder
- Gustavo Petro
- Scheidender linker Präsident Kolumbiens, Architekt der Politik des „Totalen Friedens“
- Armando Novoa
- Leiter der Friedensdelegation der kolumbianischen Regierung für die CNEB
- Iván Cepeda
- Linker Senator und Präsidentschaftskandidat, der verspricht, Petros Friedensdialog fortzusetzen
- Abelardo de la Espriella
- Rechtsextremer Präsidentschaftskandidat, der eine direkte militärische Konfrontation mit bewaffneten Gruppen befürwortet
- Ferney
- Guerillakämpfer (Deckname), der seine Waffe übergab und sagte, er sei stolz, zum Frieden beizutragen
- Walter Mendoza
- Ehemaliger FARC-Kommandeur, der den Frieden von 2016 unterzeichnete, sich aber 2019 wieder bewaffnete und die CNEB anführt
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