Wirtschaft · Bad Homburg und Frankfurt
Fresenius sichert sich über die Partnerschaft mit WuXi Biologics bis zu 37 Biosimilar-Kandidaten
Fresenius hat eine Entwicklungspartnerschaft mit dem chinesischen Unternehmen WuXi Biologics geschlossen, die über die kommenden zehn Jahre bis zu 37 Biosimilar-Kandidaten umfasst. Der Deal könnte das Portfolio des Konzerns von 29 Produkten auf bis zu 66 erweitern.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von N-tv, der Standard, Bloomberg Business und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Über die Partnerschaft mit WuXi Biologics erhält Fresenius nach eigenen Angaben in den kommenden zehn Jahren Zugang zu bis zu 37 neuen Biosimilar-Kandidaten.
Das Portfolio von 29 vermarkteten und in Entwicklung befindlichen Produkten könnte auf bis zu 66 anwachsen; Ziel sind Originalpräparate mit einem Marktvolumen von mehr als 370 Milliarden Euro.
Zu den finanziellen Bedingungen machte Fresenius keine Angaben, erklärte aber, WuXi werde schrittweise mit dem Fortschreiten der Entwicklung bezahlt und die Kosten würden aus dem laufenden Geschäft gedeckt.
Vorstandschef Michael Sen rechnet erst Anfang der 2030er Jahre mit den ersten aus der WuXi-Partnerschaft stammenden Produkten auf dem Markt, beginnend mit Biosimilars zu Polivy und Tepezza.
Sen sieht keine politischen Hürden auf dem US-Markt und erklärt, der Ende 2025 verabschiedete Biosecure Act betreffe den aktuellen Partner WuXi Biologics nicht.
- Oktober 2026Fresenius schließt die vollständige Übernahme des spanischen Biosimilar-Herstellers mAbxience ab
- 2.11.Fresenius kündigt Partnerschaft mit WuXi Biologics für bis zu 37 Kandidaten an
- 2028Der Patentschutz für viele Biotech-Arzneimittel beginnt auszulaufen
- Anfang der 2030er JahreErste Biosimilars aus der WuXi-Partnerschaft werden auf dem Markt erwartet
Eine zehnjährige Entwicklungspartnerschaft
Fresenius, der in Bad Homburg ansässige DAX-Gesundheitskonzern, hat am Montag, 2. November 2026, eine Entwicklungspartnerschaft mit dem chinesischen Auftragsentwickler WuXi Biologics angekündigt. Dadurch sichert sich das Unternehmen für die kommenden zehn Jahre Zugang zu bis zu 37 neuen Biosimilar-Kandidaten. Biosimilars sind Nachahmerpräparate von Biotech-Arzneimitteln, deren Patente abgelaufen sind; sie sollen die Versorgung verbessern und die Kosten im Gesundheitssystem senken. Fresenius bezeichnet die Vereinbarung als größten Vertrag dieser Art in der Branche. Die Aktie legte im frühen Handel um 1,7 Prozent zu und führte die Gewinner im DAX an.
Pipeline und Marktgröße
Durch die Partnerschaft würde sich das Portfolio von Fresenius von 29 vermarkteten und in Entwicklung befindlichen Produkten auf bis zu 66 erweitern. Das Unternehmen zielt auf Original-Biotech-Arzneimittel, die derzeit einen Markt von mehr als 370 Milliarden Euro repräsentieren. Für viele Biologika läuft der Patentschutz ab 2028 aus. Der Markt ist umkämpft, und die Geschwindigkeit der behördlichen Zulassung entscheidet über den Erfolg. Unter finanziellem Druck stehende Gesundheitssysteme machen günstigere Nachahmerpräparate besonders attraktiv. Fresenius erklärt, der Deal ergänze die eigene Forschung, die Kooperationen und das In-Licensing des Konzerns.
- Aktuelles Portfolio
- 29 Produkte
- Bis zu, nach WuXi-Deal
- 66 Produkte
Daten aus dem Artikeltext
Zahlungsmodalitäten und finanzielle Auswirkungen
Zu den finanziellen Einzelheiten des Deals machte Fresenius keine Angaben. Das Unternehmen erklärte, keine großen Summen im Voraus zu zahlen, sondern WuXi schrittweise mit dem Fortschreiten der Entwicklung zu vergüten. Für jeden Kandidaten, den Fresenius zur Entwicklung auswählt, wird WuXi auf Dienstleistungsbasis bezahlt. Fresenius will die Kosten aus dem laufenden Geschäft decken und keine neuen Schulden aufnehmen. Steigende Ausgaben für Forschung und Entwicklung werden die Profitabilität in der Entwicklungsphase belasten, bevor die Produkte zu Umsatz- und Gewinnwachstum beitragen. Fresenius bestätigte seine Ziele für 2026 sowie die im Dezember 2025 angekündigten Biopharma-Ziele für 2030.
Politisches Risiko und Absicherungen
Vorstandschef Michael Sen erwartet wegen des chinesischen Partners keine politischen Hindernisse auf dem wichtigen US-Markt. Der Ende 2025 in den Vereinigten Staaten verabschiedete Biosecure Act schränkt bestimmte Geschäfte mit chinesischen Biotech-Unternehmen ein. Sen betonte, WuXi Biologics als aktueller Partner sei von dem Gesetz nicht betroffen. Fresenius hat sein geistiges Eigentum und die entscheidenden Zellbanken in Bad Homburg behalten. Das Handelsblatt berichtet, Fresenius behalte die weltweiten Vermarktungsrechte an den künftigen Produkten. Auch die spanischen mAbxience-Werke könnten die Produktion der neuen WuXi-Moleküle übernehmen.
Zeitplan bis zur Marktreife
Sen erwartet, dass die ersten aus der WuXi-Partnerschaft stammenden Produkte erst Anfang der 2030er Jahre auf den Markt kommen, da die Entwicklung komplexer Arzneimittel Jahre dauert. Die Partner beginnen mit Biosimilar-Versionen des Krebsmedikaments Polivy und des Augenmedikaments Tepezza. Im Oktober hatte Fresenius die vollständige Übernahme des spanischen Biosimilar-Spezialisten mAbxience abgeschlossen. Biosimilars sind der Wachstumstreiber des Unternehmens. Sen hatte zuvor angekündigt, dass das Unternehmen seine stärkere Finanzkraft in Partnerschaften und Forschung investieren werde.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- N-tvAnalysten: Goldenes Jahrzehnt: Fresenius setzt bei Biosimilars auf Kooperation mit WuXi Biologics
- der StandardFresenius baut Biosimilar-Geschäft mit chinesischem Partner WuXi aus
- Bloomberg BusinessFresenius nutzt Chinas WuXi zur Erweiterung des Biosimilar-PortfoliosFresenius Taps China's WuXi to Expand Biosimilar Drug Portfolio · Original auf Englisch
- stern.deFresenius baut Geschäft mit Nachahmer-Medikamenten aus
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