Regierung · Berlin und Wolgast
Deutschland stoppt milliardenschweres F126-Fregattenprogramm und kauft kleinere TKMS-Schiffe
Verteidigungsminister Boris Pistorius hat das über zehn Milliarden Euro teure F126-Programm gekündigt, nachdem der niederländische Auftragnehmer Kosten- und Terminvorgaben nicht eingehalten hatte. Der alternative Wechsel zu NVL hätte die Rechnung auf 18,8 Milliarden Euro steigen lassen. Stattdessen werden acht kleinere MEKO A-200-Fregatten von der Thyssenkrupp-Tochter TKMS für schätzungsweise 11,6 Milliarden Euro gekauft.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von tagesschau.de, Deutsche Welle, The Wall Street Journal und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er
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Kurz gefasst
Pistorius beendet Deutschlands größtes maritimes Nachkriegsprojekt; sechs Fregatten geplant, keine ausgeliefert.
Das ursprüngliche Budget von zehn Mrd. Euro war unter einer möglichen Übertragung an NVL bereits auf 18,8 Mrd. Euro angewachsen.
Acht kleinere Fregatten für 11,6 Mrd. Euro bei TKMS bestellt; die ersten vier kosten 6,3 Mrd. Euro, Option auf vier weitere für 5,3 Mrd. Euro.
Rheinmetall-Aktien fielen um bis zu 20 %, was über elf Mrd. Euro an Marktwert vernichtete; TKMS-Aktien stiegen um 14 %.
Oppositionsabgeordnete nannten die Episode eine 'kostspielige Peinlichkeit'; Regionalpolitiker fordern Einbeziehung der Werft.
- März 2026Ministerium erwägt Interimsbeschaffung von vier MEKO A-200-Schiffen
- 24.06.Pistorius kündigt F126, kündigt MEKO A-200-Programm an
- Dezember 2029Erste MEKO A-200-Lieferungen erwartet
Kündigung nach jahrelangen Verzögerungen
Am 24. Juni 2026 gab der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius die Beendigung des F126-Fregattenprogramms bekannt, dem größten maritimen Beschaffungsprojekt in der Nachkriegsgeschichte Deutschlands. Der ursprüngliche Auftrag für sechs Schiffe war 2020 an die niederländische Werft Damen Schelde Naval Shipbuilding (DSNS) vergeben worden, doch der Auftragnehmer hielt wiederholt Termine nicht ein und sprengte das Budget. Eine mögliche Übertragung des Projekts an die Rheinmetall-Sparte NVL hätte die Gesamtrechnung von geplanten zehn Milliarden auf 18,8 Milliarden Euro steigen lassen.
„Lieber ein hartes Ende als eine permanente Hängepartie. Das können wir uns weder finanziell noch zeitlich leisten. Die Marine braucht dringend neue Fregatten, die es ihr ermöglichen, U-Boote zu jagen.“
Finanzielles Ausmaß und Ersatzplan
Mehr als 2,3 Milliarden Euro Steuergelder waren bereits ausgegeben worden, ohne dass ein einziges Schiff ausgeliefert wurde. Das Verteidigungsministerium prüft Schadensersatzforderungen gegen DSNS, wies jedoch darauf hin, dass ein Wechsel zu NVL den Verzicht auf diese Forderungen bedeutet hätte. Stattdessen wird die Regierung acht kleinere MEKO A‑200-Fregatten von Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) zu Gesamtkosten von 11,6 Milliarden Euro kaufen. Die ersten vier Schiffe sind mit 6,3 Milliarden Euro bepreist, mit einer Option auf vier weitere Rümpfe für 5,3 Milliarden Euro, falls diese bis Ende 2026 ausgeübt wird. Das im März angekündigte frühere Schema hatte nur vier Interimsschiffe vorgesehen.
„Großartige Neuigkeiten, sicherlich für uns.“
- F126 ursprünglicher Plan
- 10 Mrd. €
- F126 NVL-Übertragung
- 18.8 Mrd. €
- 8 MEKO A-200
- 11.6 Mrd. €
Daten aus dem Artikeltext
Politische und regionale Folgen
Oppositionspolitiker zeigten sich scharf kritisch. Dietmar Bartsch, haushaltspolitischer Sprecher der Linken, sagte, Warnungen seien ignoriert worden, und bezeichnete die Episode als „teure Peinlichkeit“. Der Grünen-Verteidigungsexperte Robin Wagener argumentierte, der Minister habe zu lange gezögert.
„Es ist eigentlich unverantwortlich, dass der Minister so lange gezögert hat, diese Entscheidung zu treffen. … Es ist sehr schmerzhaft, dass diese Milliarden jetzt weggeworfen wurden. Aber es ist besser, irgendwann einen klaren Schnitt zu machen, als weiterhin Geld in ein Projekt zu stecken, das letztlich nicht zum Ziel führt.“
Die Spitzenpolitiker Mecklenburg‑Vorpommerns forderten, dass die Peene‑Werft in Wolgast, die jetzt Rheinmetall gehört, in das neue Bauprogramm einbezogen wird. Der CDU-Landeschef Daniel Peters nannte die Absage einen harten Schlag für Vorpommern, während Ministerpräsidentin Manuela Schwesig erklärte, sie stehe in direktem Gespräch mit Pistorius, um eine Rolle für die Werft zu sichern.
Marktreaktion
Die Aktien von Rheinmetall fielen am Tag um bis zu 20 % und vernichteten damit mehr als elf Milliarden Euro an Marktkapitalisierung. Der TKMS-Kurs stieg hingegen um 14 %, da die Gruppe ihre Position als dominierender Anbieter von Überwasserkampfschiffen in Deutschland festigte.
- Rheinmetall
- -19 %
- TKMS
- 14 %
Daten aus dem Artikeltext
Programmzeitplan
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- tagesschau.de"Hartes Ende" - Pistorius stoppt F126-Fregatten-Pläne
- Deutsche WelleAlemanha abandona projeto bilionário de fragatas de guerra
- The Wall Street JournalGermany Scraps Plan for Biggest Military Ship Since World War II
- DIE WELTAus für Fregatten-Projekt: "Teure Blamage" - Dietmar Bartsch geht Boris Pistorius an
- Boris Pistorius
- Deutscher Verteidigungsminister
- Dietmar Bartsch
- Haushaltspolitischer Sprecher der Linkspartei
- Robin Wagener
- Verteidigungspolitischer Sprecher der Grünen
- Oliver Burkhard
- CEO von ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS)
- Daniel Peters
- CDU-Landeschef in Mecklenburg‑Vorpommern
- Manuela Schwesig
- Ministerpräsidentin von Mecklenburg‑Vorpommern
- Orte
- Hamburg, Kiel, New York City, Rostock, Wismar
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