Klima · Bordeaux und Montfort-sur-Argens

Frankreichs Premierminister erklärt Waldbrände für unter Kontrolle, während der Gironde-Megabrand eingedämmt ist und 208.000 Evakuierte zurückkehren

Premierminister Sébastien Lecornu erklärt, die Waldbrände in ganz Frankreich seien nun weitgehend unter Kontrolle, zehn Tage nachdem der größte Brand des Landes seit 1949 42.000 Hektar in der Weinregion Gironde verwüstet hatte. Ein separates Feuer im Var ist weiterhin aktiv und hat neue Evakuierungen erzwungen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Deutsche Welle, France 24, ABC TU DIARIO EN ESPAÑOL und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Bordeaux, Montfort-sur-Argens · Frankreich
Wie es dazu kam
  1. 22.07.Brand beginnt in Saumos westlich von Bordeaux im Département Gironde
  2. 31.07.Evakuierungen erreichen Höchststand von 220.000 Menschen in über 20 Gemeinden
  3. 1.08.Innenminister Laurent Nuñez bestätigt, dass der Brand eingedämmt ist und sich nicht mehr ausbreitet
  4. 1.08.Präfektin Sophie Brocas gibt bekannt, dass 208.000 Evakuierte zurückkehren dürfen

Gironde-Megabrand nach zehn Tagen eingedämmt

Der Brand, der am 22. Juli in Saumos westlich von Bordeaux ausgebrochen war, wurde am Samstag, den 1. August, von Innenminister Laurent Nuñez für eingedämmt erklärt. Günstiges Wetter in der Nacht und die Arbeit von mehr als 3.000 Feuerwehrleuten ermöglichten es den Einsatzkräften, das Feuer zu stoppen, nachdem es 42.000 Hektar im Gebiet der Bucht von Arcachon und im Wald der Landes verbraucht hatte. Es wurden keine zivilen Todesfälle oder ernsthaften Verletzungen gemeldet, obwohl über 330 Feuerwehrleute medizinische Behandlung benötigten. Die Präfektin von Gironde, Sophie Brocas, bezeichnete es als den größten Feuerwehreinsatz in der modernen Geschichte des französischen Zivilschutzes.

„Eine milde Nacht und günstige Wetterbedingungen ermöglichten es den mehr als 3.000 Feuerwehrleuten, dieses gigantische Feuer endgültig unter Kontrolle zu bringen.“

Laurent Nuñez, Innenminister

Evakuierte kehren zurück, aber einige Städte bleiben leer

Auf dem Höhepunkt der Krise wurden 220.000 Menschen aus über 20 Gemeinden evakuiert. Bis Freitagabend war 198.000 die Rückkehr gestattet worden, und am Samstag gab Brocas bekannt, dass weitere 10.750 Einwohner nach Hause könnten, womit sich die Gesamtzahl auf 208.000 belief. Vier Gemeinden, darunter Lège-Cap-Ferret und Le Porge, bleiben evakuiert. Marc Roy, ein 73-jähriger Rentner aus Eysines, beschrieb die Erleichterung, nach fast einer Woche zurückzukehren.

„Es ist eine Erleichterung. Endlich fühlen wir uns frei und können tun, was wir wollen.“

Marc Roy

Roy bewahrt einen gepackten Koffer mit Kleidung und Ausweispapieren unter seinem Bett auf, falls eine weitere Evakuierung angeordnet wird.

Brand im Var flammt wieder auf, 2.500 evakuiert

Fast 600 Kilometer östlich, im Département Var, wurde ein seit dem 21. Juli brennender Brand, der 4.500 Hektar verbraucht hatte, am Freitagnachmittag durch starke Mittelmeerwinde wieder entfacht. Er breitete sich auf weitere 1.800 Hektar im Massif du Gros Bessillon aus und zwang 2.500 Menschen über Nacht zur Flucht aus ihren Häusern. Präfekt Simon Babre sagte, die Lage bleibe äußerst prekär und könne sich aufgrund von Wind und unerträglicher Hitze jederzeit ändern. In Montfort-sur-Argens schätzte Bürgermeister Philippe Chuyen, dass 90 Prozent der Wald- und Naturfläche der Stadt zerstört seien. Das Nachbardorf Correns blieb am Samstag abgeriegelt.

Verbrannte Hektar bei großen Bränden in Frankreich, Juli–August 2026Hektar
Gironde-Megabrand
42000 Hektar
Var (Gros Bessillon)
6300 Hektar
Landes
3600 Hektar

Daten aus dem Artikeltext

Wirtschaftliche Bilanz: Wiederaufforstung, Tourismus und Versicherungen

Der Forstsektor in Nouvelle-Aquitaine beschäftigt 34.000 Menschen und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von rund 3 Milliarden Euro. Die Wiederaufforstung der landesweit in diesem Jahr verbrannten 115.000 Hektar könnte zwischen 575 Millionen und 1,15 Milliarden Euro kosten, basierend auf einer Schätzung von 5.000 bis 10.000 Euro pro Hektar. Der Tourismus, der 2025 9,1 Millionen Aufenthalte und 47,7 Millionen Übernachtungen in die Gironde brachte, wurde hart getroffen; die Präfektin hatte Urlaubern zuvor geraten, andere Reiseziele in Betracht zu ziehen, obwohl Premierminister Lecornu später einen Urlaub in der Region als Solidaritätsakt bezeichnete.

Versicherungsgesellschaften sehen sich einer Flut von Schadensmeldungen gegenüber. In der Gironde wurden etwa 240 Häuser zerstört und weitere 200 im Brand der Landes, der 3.600 Hektar verbrannte. Die Regierung verlängerte die Frist für die Einreichung von Schadensmeldungen bis zum 31. August. Baptiste Cornic, ein Versicherungsexperte, sagte gegenüber TF1, seine Firma bearbeite jetzt fünf Fälle pro Tag statt der üblichen ein oder zwei pro Woche.

„Normalerweise bearbeiten wir ein oder zwei solcher Fälle pro Woche. Aber jetzt sind es fünf pro Tag. Es ist eine sehr komplizierte Aufgabe und die finanzielle Dimension ist gewaltig.“

Baptiste Cornic

Reaktion der Regierung und nächste Schritte

Premierminister Lecornu sagte in einem Interview mit La Tribune Dimanche, die Gesamtlage sei unter Kontrolle, aber weiterhin sehr veränderlich. Er kündigte die Ernennung eines nationalen Koordinators zur Leitung der Wiederaufbaubemühungen in den betroffenen Gebieten an. Während der Brand in der Gironde eingedämmt ist, ist er noch nicht gelöscht, und die Behörden warnen, dass die vollständige Löschung mehrere Wochen dauern wird. Im Var kämpfen die Feuerwehrleute weiterhin gegen aktive Flammen, mit dem höchsten Risiko zwischen 16:00 und 22:00 Uhr am Samstag.

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