
Frankreich führt Handyverbot an Gymnasien zum Schuljahresbeginn im September ein
Der französische Präsident Emmanuel Macron wird ein Gesetz erlassen, das Mobiltelefone an Lycées ab dem Schuljahr September 2026 verbietet, nachdem der Verfassungsrat die Maßnahme gebilligt, aber ein Social-Media-Verbot für unter 15-Jährige abgelehnt hat.
Kabinettsankündigung zu Handybeschränkungen an Schulen
Die französische Regierungssprecherin Maud Bregeon gab am Montag, dem 24. August 2026, bekannt, dass ein landesweites Handyverbot an Gymnasien bereits zum Beginn des neuen Schuljahres in Kraft treten könnte. Bregeon äußerte sich vor Journalisten in Paris zum Abschluss der ersten Ministerratssitzung nach der Sommerpause. Die Ankündigung präzisierte den Umsetzungsplan der Regierung vor dem Schulstart im September 2026. Im Rahmen des gebilligten Konzepts gilt das Verbot von Mobiltelefonen an französischen Lycées, um die Schüler während des Schultags zu schützen. Bregeon erklärte, dass die praktische Durchsetzung der Maßnahme bereits in der nächsten Woche wirksam werden könnte, wenn die Bildungseinrichtungen ihre Türen für das neue Semester öffnen.
Verabschiedung des Gesetzes und Prüfung durch den Verfassungsrat
Die Mobilfunkbeschränkung war in ein umfassenderes Gesetzespaket zum Schutz Minderjähriger unter 15 Jahren und den Risiken sozialer Netzwerke eingebettet. Die Abgeordneten verabschiedeten das Gesetz ursprünglich am 21. Juli 2026, bevor der Text dem Verfassungsrat zur rechtlichen Prüfung vorgelegt wurde. In seiner Entscheidung kassierte der Verfassungsrat das Gesetz teilweise, indem er seine zentrale Bestimmung für ungültig erklärte. Diese gestrichene Klausel hätte den Zugang zu Social-Media-Plattformen für alle Kinder unter 15 Jahren verboten. Obwohl die Verfassungsrichter das Social-Media-Verbot aufhoben, bestätigten sie mehrere andere Maßnahmen des Gesetzes, insbesondere den Artikel, der Mobiltelefone an Gymnasien verbietet.
- Abgeordnete verabschieden Gesetz zum Schutz Minderjähriger vor Risiken sozialer Netzwerke
- Maud Bregeon kündigt Verkündung des Handyverbots nach Ministerratssitzung an
- Handyverbot an Gymnasien tritt zum Schuljahresbeginn in Kraft
Verkündung durch Emmanuel Macron
Nach der teilweisen Kassation durch den Verfassungsrat entschied sich der französische Präsident Emmanuel Macron, das Gesetz ohne die ungültigen Artikel formell zu verkünden. Bregeon bestätigte am Montag, dass das Staatsoberhaupt diesen Weg gewählt habe, um sicherzustellen, dass die vom Verfassungsrat bestätigten Instrumente sofort zum Schutz Minderjähriger angewendet werden könnten. Anstatt das gesamte Gesetzespaket zu verzögern oder parlamentarische Debatten wieder aufzunehmen, setzte die Präsidentschaft die genehmigten Artikel um. Die Entscheidung ermöglicht es der Exekutive, die schulbezogenen Schutzmaßnahmen für minderjährige Schüler zu erlassen, während die Bestimmungen, die der verfassungsrechtlichen Prüfung nicht standhielten, außen vor bleiben. Bregeon betonte, dass die Regierung es priorisiere, alle rechtlich einwandfreien Maßnahmen vor Beginn des Schuljahres umzusetzen.
Zeitplan für die Umsetzung im September
Mit der Verkündung durch den Präsidenten tritt das Handyverbot an Lycées zum Schuljahresbeginn im September 2026 in Kraft. Die Regierung bestätigte, dass die Beschränkung an Gymnasien nach der Freigabe durch den Verfassungsrat keinen weiteren rechtlichen Hürden mehr gegenübersteht. Weiterführende Bildungseinrichtungen in ganz Frankreich werden sich nun darauf vorbereiten, das Verbot mobiler Geräte auf dem Schulgelände durchzusetzen. Die Maßnahme stellt das wichtigste operative Element des Juli-Gesetzes zum Kinderschutz dar, das vor dem Schuljahr in Kraft tritt. Die Bildungsbehörden bereiten sich darauf vor, die Geräteordnung ab der ersten Septemberwoche in die schulischen Richtlinien zu integrieren.

