
Frankreich senkt Wachstumsprognose für 2026 auf 0,7 % und kündigt Einsparungen von 3 Milliarden Euro an
Die französische Regierung hat ihre BIP-Wachstumsprognose für 2026 von 0,9 % auf 0,7 % gesenkt und verweist dabei auf einen verzögerten Haushalt und den Nahostkonflikt. Zudem kündigte sie zusätzliche Ausgabenkürzungen in Höhe von 3 Milliarden Euro an, um ihr Defizitziel einzuhalten.
Prognose gesenkt
Am Dienstag gab Finanzminister Roland Lescure die zweite Absenkung in diesem Jahr bekannt und senkte die Wachstumsprognose für 2026 von den im April festgelegten 0,9 % auf 0,7 %. Der Schritt erfolgte während einer Sitzung des Ausschusses für die Überwachung der öffentlichen Finanzen, der von Premierminister Sébastien Lecornu geleitet wurde.
Diese Revision berücksichtigt einen weniger günstigen Jahresbeginn als erwartet, insbesondere im Zusammenhang mit der speziellen Haushaltsgesetzgebung, sowie die internationale Lage, namentlich den Konflikt im Nahen Osten, auch wenn die Signale bei Inflation und Verbrauch ermutigender sind.
Haushaltseinsparungen
Um geringere Steuereinnahmen auszugleichen, kündigte die Regierung zudem zusätzliche Haushaltskürzungen in Höhe von 3 Milliarden Euro (3,4 Milliarden US-Dollar) für dieses Jahr an. Frankreich strebt für 2026 ein Defizit von 5 % des BIP an, und die niedrigere Wachstumsdynamik gefährdet dieses Ziel.
Externe Prognosen decken sich
Die neue Zahl von 0,7 % entspricht den Prognosen von INSEE, IWF und OECD. Die Banque de France ist pessimistischer und hat ihre eigene Prognose Mitte Juni auf 0,5 % gesenkt, unter anderem weil sie die möglichen Auswirkungen des US-Iran-Abkommens nicht berücksichtigt hat.
- Regierung prognostiziert BIP-Wachstum von 1,0 %
- Regierung senkt Prognose auf 0,9 %
- Banque de France senkt Prognose auf 0,5 %
- Regierung senkt Prognose auf 0,7 %
Institutionelles Treffen
Der 2025 zur Verbesserung der Aufsicht über die öffentlichen Finanzen geschaffene Alarmierungsausschuss brachte Minister für öffentliche Finanzen, Arbeit, Gesundheit und Raumplanung sowie Abgeordnete, Lokalpolitiker und Gewerkschaftsvertreter zusammen.
- Regierung
- 0.7 %
- INSEE
- 0.7 %
- IWF
- 0.7 %
- OECD
- 0.7 %
- Banque de France
- 0.5 %


