
Zwei französische Diplomaten in Teheran geschlagen, kehren nach Paris zurück; Frankreich prüft 'alle Optionen' für Reaktion
Außenminister Jean-Noël Barrot erklärt, die beiden Botschaftsmitarbeiter seien am Sonntag fast vier Stunden lang festgehalten worden, einer sei geschlagen worden, und bezeichnet den Vorfall als 'vorsätzliche Aggression', die 'nicht folgenlos bleiben' könne.
Die Festnahme
Am Sonntagabend, dem 19. Juli, wurden zwei Mitarbeiter der französischen Botschaft von iranischen Sicherheitskräften an einem privaten Ort in Teheran „brutal festgenommen“, wie Außenminister Jean-Noël Barrot auf France Inter enthüllte. Sie wurden fast vier Stunden lang festgehalten, ohne Zugang zu ihren Telefonen oder zur Botschaft, verhört und eingeschüchtert. Einer der Diplomaten, ein Kulturberater, wurde „gewaltsam zur Rede gestellt und geschlagen“, was ihm eine sichtbare Platzwunde an der Stirn hinterließ, die noch bei seiner Rückkehr nach Paris zu sehen war. Barrot bezeichnete den Vorfall als eine „äußerst schwerwiegende und vorsätzliche Aggression“ und fügte hinzu, dass die iranischen Agenten „ihnen absolut nichts vorzuwerfen“ hätten.
Sie wurden an einem privaten Ort von Sicherheitskräften des Regimes brutal festgenommen, fast vier Stunden lang festgehalten, ohne die Botschaft kontaktieren zu können, eingeschüchtert und einer von ihnen gewaltsam zur Rede gestellt und geschlagen.
Rückkehr nach Paris und fortgesetzte Mission
Die beiden Diplomaten trafen am Mittwoch, dem 22. Juli, sichtlich erschüttert in Paris ein. Barrot gab ihre Rückkehr am nächsten Tag bekannt und erklärte, sie seien „von aller notwendigen Unterstützung umgeben“. Beide befinden sich im Schockzustand und wünschen keine Rückkehr nach Teheran, werden ihre Mission jedoch bis zum Ende ihrer Amtszeit von der französischen Hauptstadt aus fortsetzen. Ihre Arbeit umfasste die Entwicklung von Unterstützungsprogrammen für die iranische Zivilgesellschaft, Studenten und Künstler sowie die Erleichterung der Mobilität an französische Universitäten und Künstlerresidenzen. Barrot sagte, das Ziel des Regimes sei es gewesen, „Frankreich davon abzubringen, das iranische Volk weiterhin zu unterstützen“, aber er betonte: „Wir werden weitermachen.“
Sie sind gestern nach Paris zurückgekehrt und werden nach dieser äußerst schwerwiegenden und vorsätzlichen Aggression von aller notwendigen Unterstützung umgeben. Sie werden ihre Mission bis zum Ende fortsetzen, aber von Paris aus.
- Zwei französische Diplomaten werden in Teheran fast vier Stunden lang von iranischen Sicherheitskräften festgehalten; einer wird geschlagen.
- Der iranische Geschäftsträger in Paris wird ins Quai d'Orsay einbestellt.
- Die Diplomaten kehren nach Paris zurück.
- Außenminister Jean-Noël Barrot schildert den Angriff auf France Inter und erklärt, Frankreich prüfe 'alle Optionen' für eine Reaktion.
Frankreichs Reaktion
Frankreich bestellte am Dienstag, dem 21. Juli, den iranischen Geschäftsträger in Paris ein und prüft „alle Optionen“ für eine Reaktion. Barrot betonte, dass die Aggression „nicht folgenlos bleiben“ könne, da sie „illegal und darüber hinaus nicht zu qualifizieren“ sei. Er forderte, dass „Licht in den Vorfall gebracht“ und die Verantwortlichen „bestraft“ werden. Das Quai d'Orsay hat noch nicht präzisiert, welche Maßnahmen in Betracht gezogen werden, aber die Wortwahl des Ministers deutet auf eine starke diplomatische Reaktion hin. Das Außenministerium hatte die „äußerst schwerwiegende Einschüchterungsaktion“ bereits am Montag verurteilt.
Diese Aggression kann nicht folgenlos bleiben, denn erstens ist sie illegal und darüber hinaus nicht zu qualifizieren. Frankreich prüft heute alle Optionen, um zu reagieren.
Verletzung der diplomatischen Immunität
Barrot unterstrich, dass die Festnahme ein „eklatanter Verstoß gegen die diplomatischen Immunitäten“ sei, auf die die Diplomaten Anspruch hätten. Der Vorfall hat scharfe Verurteilungen durch französische Amtsträger ausgelöst, die darin einen Versuch Teherans sehen, ausländische Missionen einzuschüchtern, die mit der iranischen Gesellschaft zusammenarbeiten. Der Minister sagte, die Aggression habe sich gegen Frankreichs Unterstützung für das iranische Volk gerichtet, und das Regime versuche, „Frankreich mit allen Mitteln davon abzubringen“.
Regionaler Hintergrund
Der Angriff erfolgt vor dem Hintergrund erneuter militärischer Auseinandersetzungen zwischen den USA und dem Iran im Nahen Osten, bei denen beide Seiten ihre Bombardierungen wieder aufgenommen haben. Der französische Vorfall steht zwar nicht in direktem Zusammenhang, trägt aber zur angespannten Atmosphäre in den Beziehungen des Iran zu den westlichen Mächten bei.

