
Französische Marine entert russischen Schattentanker 'Deliver' vor der Küste Siziliens
Präsident Macron gab bekannt, dass die französische Marine am Dienstag den Öltanker 'Deliver' abgefangen habe, unter Berufung auf Verstöße gegen das Seerecht und Verbindungen zu Moskaus sanktionsumgehender Flotte.
Die Enterung
Französische Kräfte enterten den Tanker 'Deliver' am Dienstag, als er Gewässer vor Sizilien durchquerte. Präsident Emmanuel Macron gab den Einsatz am Donnerstag in einem Beitrag auf X bekannt und erklärte, das Schiff habe gegen das Seerecht verstoßen. Das Schiff fuhr unter der Flagge Kameruns und hat nach Angaben des ukrainischen Militärgeheimdienstes seit 2024 russisches Rohöl zwischen Ostsee- und Schwarzmeerhäfen transportiert.
Am Dienstag enterte die französische Marine den Öltanker 'Deliver', als er vor der Küste Siziliens unterwegs war, und verletzte damit das Seerecht.
Schattenflotte und Sanktionsumgehung
Die 'Deliver' gehört zu dem, was westliche Regierungen als Russlands Schattenflotte bezeichnen: Hunderte alternder Tanker mit undurchsichtigen Eigentumsverhältnissen und fragwürdigen Versicherungen. Diese Schiffe ermöglichen Moskau den Export von Öl trotz der nach der Invasion der Ukraine 2022 verhängten Sanktionen. Allein die EU führt rund 590 Schiffe der Schattenflotte auf ihrem Sanktionsregister.
Wir werden nicht zulassen, dass die Schattenflotte Sanktionen umgeht und Russlands Kriegsanstrengungen finanziert.
Europäische Durchsetzung wird verschärft
Die Enterung der 'Deliver' ist Frankreichs fünfte Abfangaktion gegen Schiffe der Schattenflotte seit September 2025, die vorherige erfolgte vor weniger als einem Monat. Wenige Tage vor der Stoppung der 'Deliver' enterten britische Kräfte den Tanker 'Smyrtos' im Ärmelkanal. Diese sechsstündige Operation umfasste Royal Marines, Beamte der National Crime Agency, Militärhubschrauber und Schiffe der Royal Navy.
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Kreml kontert
Der Kreml erklärte, er werde alle rechtlichen Möglichkeiten prüfen, um zu verhindern, dass russisches Öl aus der 'Smyrtos' versteigert wird, um die Ukraine zu finanzieren. Der Daily Telegraph berichtete, die britische Regierung könne 100.000 Tonnen Rohöl aus der 'Smyrtos' auf einer Auktion verkaufen.
Umwelt- und Sicherheitsrisiken
Über die Sanktionsdurchsetzung hinaus wirft die Schattenflotte Umweltbedenken auf. Die Schiffe sind oft schlecht gewartet und verfügen über unzureichende Versicherungen, was das Risiko einer schweren Ölpest erhöht.


