Konflikte · Sizilien
Frankreich stoppt russlandnahen Öltanker vor Sizilien bei Schattenflotten-Kampagne
Der französische Präsident Emmanuel Macron gab die Beschlagnahmung der Deliver am Donnerstag bekannt – der jüngste europäische Schlag gegen Moskaus sanktionsumgehende Flotte.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Corriere della Sera, LaVanguardia, Spiegel Online und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er
Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).
Kurz gefasst
Französische Marinekommandos enterten am 23. Juni die Deliver und warfen dem Schiff vor, unter Verstoß gegen das Seerecht ohne gültige Nationalität zu fahren.
Die Deliver wird als Teil der russischen Schattenflotte identifiziert, die zur Ausfuhr von Öl und Gas unter Umgehung westlicher Sanktionen genutzt wird.
Europäische Staaten haben seit Jahresbeginn neun mutmaßliche Schattenflotten-Tanker festgesetzt, vier davon durch Frankreich.
Nach der ersten Beschlagnahmung am 14. Juni erwägt die britische Regierung den Verkauf der 100.000 Tonnen Ladung der Smyrtos, um Hilfen für die Ukraine zu finanzieren.
- 1.01.Europäische Länder beginnen, die Festsetzungen und Inspektionen mutmaßlicher Schattenflotten-Tanker zu intensivieren.
- 31.05.Frankreich inspiziert mit Unterstützung des Vereinigten Königreichs ein verdächtiges Schiff im Atlantik.
- 14.06.Das Vereinigte Königreich beschlagnahmt den Tanker Smyrtos im Ärmelkanal – seine erste Schattenflotten-Operation.
- 23.06.Die französische Marine entert und setzt den Tanker Deliver nahe Sizilien fest, wegen Verstoßes gegen das internationale Seerecht.
Französische Spezialkräfte enterten am Dienstag den Öltanker Deliver in internationalen Gewässern vor Sizilien. Paris bezeichnete dies als den jüngsten Vorstoß des Landes, die sogenannte russische Schattenflotte zu stören. Präsident Macron veröffentlichte ein Video des Einsatzes in den sozialen Medien, das schwer bewaffnete Einsatzkräfte zeigt, die per Hubschrauber auf dem Deck des Schiffs landen.
Der Einsatz
Der Tanker war vom russischen Ostseehafen Primorsk in Richtung Sueskanal unterwegs, Ziel war Singapur. Er fuhr unter der Flagge Kameruns, doch die französischen Behörden erklärten, Kamerun habe das Schiff Wochen zuvor aus dem Register gestrichen. Laut Paris fuhr das Schiff daher ohne Nationalität unter Verstoß gegen das internationale Seerecht, was der französischen Marine das Recht gab, es zu entern und festzusetzen.
„Am Dienstag enterte die französische Marine die Deliver vor der Küste Siziliens unter Verstoß gegen das Seerecht.“
Verteidigungsministerin Catherine Vautrin erklärte, der Tanker stehe im Verdacht, unter falscher Flagge zu fahren, und bezeichnete die Schattenflotte als direkte Bedrohung der Sicherheit der Seefahrt und der Umwelt.
Breitere Kampagne gegen die Schattenflotte
Seit Anfang 2026 haben europäische Länder neun Tanker beschlagnahmt, die im Verdacht stehen, zum sanktionsumgehenden Netzwerk Moskaus zu gehören, davon vier allein durch Frankreich. Drei weitere wurden im Rahmen einer europäischen Marinemission im Mittelmeer inspiziert, wie eine westliche Militärquelle mitteilte. Die Kampagne wurde in den letzten Monaten intensiviert, wobei französische und britische Kräfte mehrfach koordiniert vorgingen.
Rechtlicher und wirtschaftlicher Kontext
Die Schattenflotte besteht häufig aus älteren Schiffen mit undurchsichtigen Eigentumsstrukturen, die genutzt werden, um Öl und Gas zu transportieren und gleichzeitig die nach der Invasion der Ukraine 2022 verhängten Preisobergrenzen und Sanktionen des Westens zu umgehen. Vautrin betonte, dass die Unterbrechung dieser Finanzierungswege entscheidend sei, um die Kriegswirtschaft Russlands einzudämmen. Die EU verhandelt derzeit über ihr 21. Sanktionspaket, das darauf abzielt, die Schlupflöcher zu schließen, die es Moskau ermöglichen, weiterhin Millionen Barrel in Länder wie Indien und China zu exportieren.
„Wir werden nicht zulassen, dass die Schattenflotte Sanktionen umgeht und Russlands Kriegsanstrengungen finanziert. Europa ist entschlossen.“
Britischer Vorstoß und russische Reaktion
Am 14. Juni führte Großbritannien seine erste Operation dieser Art durch und enterte den Tanker Smyrtos im Ärmelkanal. Laut Daily Telegraph erwägt die scheidende Regierung von Keir Starmer, die rund 100.000 Tonnen Urals-Rohöl an Bord zu konfiszieren und zu versteigern. Ihr Wert wird auf rund 35 Millionen Pfund geschätzt, der Erlös soll an die Ukraine gehen. Moskau betrachtet alle derartigen Abfangmanöver als illegal und prüft eigenen Angaben zufolge rechtliche Schritte im Fall der Smyrtos.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Corriere della SeraParigi: "Sequestrata a largo della Sicilia una petroliera della flotta ombra russa"
- LaVanguardiaFrancia incrementa la presión sobre Rusia al incautar un barco de su 'flota en la sombra'
- Spiegel OnlineFrankreich: Marine stoppt Tanker aus Russland - Macron postet Video von Zugriff
- lastampa.itFlotta ombra russa, Macron posta immagini dell'abbordaggio a una petroliera al largo della Sicilia
- Emmanuel Macron
- Präsident Frankreichs, gab die Beschlagnahmung der Deliver bekannt
- Catherine Vautrin
- Französische Verteidigungsministerin, erklärte, der Tanker stehe im Verdacht, unter falscher Flagge zu fahren
- Keir Starmer
- Britischer Premierminister, dessen Regierung die Versteigerung von beschlagnahmtem russischem Öl erwägt
- Orte
- Paris, London, Moskau, Sankt Petersburg
Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.
Pollar unterstützen