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Heutiger Brief

Sachsen-Anhalt testet ganz rechts

Washington greift iranische Tanker an, Trump-Gesandte testen Ukraine-Pause und die AfD legt zu

Das lauteste Alarmsignal kam aus dem Golf, als US-Streitkräfte iranische Tanker trafen, nachdem Washington erklärt hatte, iranische Raketen hätten zwei US-Kriegsschiffe angegriffen. In Europa verschaffte eine dreitägige Pause rund um Kyjiw und Moskau Donald Trumps Gesandten einen schmalen diplomatischen Korridor, während sich deutsche Wähler darauf vorbereiteten, zu testen, wie weit die äußerste Rechte aus dem Protest heraus an die Macht gelangen kann.

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Sonstiges · Aktualisiert vor 1 Std.

Kultur, Medien und die neuen Gräben

Keine neuen Einzelereignisse; das einzige Ergebnis wiederholt die bereits am 4. September erfasste Ausweitung der ChatGPT-Werbung und die VLOSE-Einstufung.

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© Der Tagesspiegel
Gesundheit & Bildung·vor 1 Std.

Giftstaub vom Einsturz des World Trade Center 2001 verursacht 25 Jahre später anhaltende Gesundheitskrise

25 Jahre nach den Anschlägen vom 11. September 2001 leiden Zehntausende Rettungskräfte und Anwohner in New York an chronischen Krankheiten und Krebs, die durch die Belastung mit giftigem Staub am Ground Zero verursacht wurden.

Suche und Rettung in den Trümmern

Nach dem Einsturz der Türme des World Trade Center am 11. September 2001 wurden Zehntausende Rettungs- und Bergungskräfte nach Lower Manhattan entsandt. Curt Andrews, ein 41-jähriger freiwilliger Feuerwehrmann aus Connecticut, packte Vorräte für zwei Wochen und fuhr mit anderen Feuerwehrleuten eineinhalb Stunden, um am Ground Zero zu helfen. Die Zwillingstürme waren bereits eingestürzt, als das Team eintraf; die umliegenden Straßen waren knietief mit Asche bedeckt, die Andrews beschrieb als habe man durch Schnee laufen müssen. Die Einsatzkräfte suchten unter eingestürzten Bauwerken nach Überlebenden, während sie die Notsignale der Ausrüstung von mehr als 300 bei dem Einsturz ums Leben gekommenen Feuerwehrleuten hörten. Die Retter arbeiteten ohne Schutzmasken, verbrachten ihre ersten Nächte auf Bordsteinen und konnten die gesamte Woche nicht duschen, während sie mit Feinstaub bedeckt waren.

Wir waren dort, um anderen zu helfen. Wir haben nicht an uns selbst gedacht.

— Curt Andrews

Gefährliche Belastung am Ground Zero

Die Einsatzkräfte litten unter akuten Atemwegsreizungen, anhaltendem Husten und ständiger Einwirkung von giftigen Schwebstoffen, während sie auf dem gesamten Katastrophengelände arbeiteten. Spät in seiner ersten Nacht fanden Andrews und andere Retter kurz vor Mitternacht einen verletzten Überlebenden, der unter schweren Trümmern eingeklemmt war.

Um 23:00 Uhr, kurz vor Mitternacht, fanden wir einen Mann, der noch am Leben war. Ein Stahlträger hatte sich in seinen Arm gebohrt. Ärzte kamen zu ihm und verabreichten Morphium. Dann mussten wir seinen Arm amputieren und ihn aus dem Trümmerhaufen befreien. Er überlebte.

— Curt Andrews

Der gerettete Mann war der einzige Überlebende, den Andrews während seiner sieben Tage im Katastrophengebiet fand. Während der gesamten Bergungsarbeiten atmeten die Einsatzkräfte eine giftige Mischung aus pulverisiertem Beton, Glas, Gipskarton und verbrannten Kunststoffen ein und nahmen sie über die Haut auf. In den Trümmern schwelende Brände brannten bis Dezember 2001 und setzten in ganz Lower Manhattan weiterhin Schadstoffe in der Luft frei.

Ablauf der Reaktion auf und Wiedereröffnung nach dem World Trade Center (2001)
  1. 11. Sept. 2001Die Zwillingstürme stürzen ein, mehr als 300 Feuerwehrleute sterben, die Such- und Rettungsarbeiten beginnen
  2. 17. Sept. 2001Die New Yorker Börse nimmt den Handel in der Nähe von Ground Zero wieder auf
  3. 18. Sept. 2001Die US-Umweltschutzbehörde erklärt die Umgebungsluft für gesundheitlich unbedenklich
  4. 2001-10Schulen in der Nähe des Katastrophenorts öffnen wieder, während die Aufräumarbeiten weitergehen
  5. 2001-12Die in den Trümmern von Ground Zero brennenden Untergrundbrände werden gelöscht

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Frühe Wiedereröffnung und langfristige gesundheitliche Folgen

Regierungsbehörden und Wirtschaftsunternehmen trieben die Rückkehr in das Gebiet voran, während die Trümmerbeseitigung noch im Gange war. Die New Yorker Börse nahm den Handel am 17. September 2001 wieder auf, und die US-Umweltschutzbehörde erklärte am 18. September 2001, die Luft sei für die menschliche Gesundheit nicht schädlich. Die Umweltbehörde zog diese Sicherheitsbewertung später zurück, nachdem Hunderttausende Arbeiter, Anwohner und Schüler in die umliegenden Gebäude zurückgekehrt waren. Die Schulen in der Umgebung öffneten Anfang Oktober 2001 wieder, woraufhin zahlreiche Schüler über Atembeschwerden klagten. Lila Nordstrom, eine Schülerin, die eine Schule in der Nähe des Geländes besuchte, entwickelte schwere Asthma-Komplikationen, Refluxkrankheit und eine posttraumatische Belastungsstörung. 25 Jahre nach der Katastrophe leiden Zehntausende Rettungskräfte und Anwohner unter anhaltenden Krankheiten; Andrews unterzog sich acht chirurgischen Eingriffen, um Hautkrebs von Gesicht, Kopf und Brust zu entfernen.

New York
New York City

4 Quellen

  • Toxischer Staub: Wenn Helfer Jahre später erkranken - Die Folgen von 9/11
    Handelsblatt·vor 2 Std.
  • Wenn Helfer Jahre später erkranken - Die Folgen von 9/11
    Süddeutsche Zeitung·vor 2 Std.
  • Toxischer Staub: Wenn Helfer Jahre später erkranken - Die Folgen von 9/11
    Der Tagesspiegel·vor 2 Std.
  • Toxischer Staub: Wenn Helfer Jahre später erkranken - Die Folgen von 9/11
    ZEIT ONLINE·vor 2 Std.

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