
Portugal verhaftet französisch-portugiesischen Flüchtigen, der wegen Waffenhandels verurteilt wurde
Die Polícia Judiciária nahm in Tavira einen 40-jährigen französisch-portugiesischen Mann aufgrund eines Europäischen Haftbefehls fest; in Frankreich war er zu fünf Jahren Haft verurteilt worden.
Flüchtiger in Tavira festgenommen
Am 30. September 2026 nahm die Polícia Judiciária einen 40-jährigen Doppelstaatsangehörigen (Frankreich/Portugal) in der Gemeinde Tavira in der Region Algarve im Süden Portugals fest. Die Operation wurde von Ermittlern der Abteilung für Kriminalinformation der Polícia Judiciária geplant und durchgeführt. Die Polizeiaktion vollstreckte einen Europäischen Haftbefehl, den französische Justizbehörden gegen den Flüchtigen erlassen hatten. Französische Gerichte hatten den Mann zuvor verurteilt und eine Freiheitsstrafe von fünf Jahren wegen Waffenhandels und Geldwäsche verhängt. Die portugiesische Kriminalpolizei bestätigte die Festnahme in einer am Mittwoch veröffentlichten offiziellen Erklärung.
- Französische Zollbeamte stellen im Fahrzeug des Verdächtigen an einer Autobahnmautstelle Waffen, Munition und 18.720 Euro sicher.
- Die Polícia Judiciária nimmt den Flüchtigen in Tavira aufgrund eines Europäischen Haftbefehls fest.
Zollkontrolle an einer Autobahnmautstelle
Das Gerichtsverfahren gegen den 40-Jährigen geht auf eine Kontrolle zurück, die französische Zollbeamte 2023 durchführten. Die Zollbeamten stoppten ein von dem Verdächtigen gelenktes Fahrzeug, als es eine Mautstelle an einer Autobahn passierte. Bei der Durchsuchung des Wagens kamen eine Sammlung illegaler militärischer Ausrüstung, Munition und nicht deklariertes Bargeld zum Vorschein. Zu den im Fahrzeuginneren sichergestellten Gegenständen gehörten zwei Granaten, eine ungeladene Pistole, ein leeres Munitionsmagazin und fünf Patronen des Kalibers 9 mm. Die Zollbeamten beschlagnahmten zudem 18.720 Euro in Bargeldscheinen, die im Fahrzeug versteckt waren – die physischen Beweise, die das förmliche Strafverfahren auslösten.
Schmuggelkorridor zwischen Portugal und der Normandie
Die Sicherstellung an der Mautstelle veranlasste die französischen Strafverfolgungsbehörden, eine umfassendere Untersuchung der grenzüberschreitenden Aktivitäten des Verdächtigen einzuleiten. Die Ermittler analysierten Transportmuster und Transitwege, die die Iberische Halbinsel mit Nordfrankreich verbinden.
identifizierte weitere Fälle des Transports verbotener Waren und von Geld
Die offizielle Polizeiuntersuchung belegte mehrere separate Vorgänge, bei denen verbotene Waren und illegale Gelder zwischen Portugal und der Region Normandie in Frankreich transferiert wurden. Diese dokumentierten Transportvorgänge dienten den französischen Gerichten als Beweisgrundlage für die Verurteilung des Doppelstaatsangehörigen wegen illegalen Waffenhandels und Geldwäsche.
Auslieferungsverfahren vor dem Berufungsgericht Évora
Nach der Festnahme an der Algarve nahmen die portugiesischen Behörden den 40-Jährigen in Haft, um ein internationales Überstellungsverfahren einzuleiten. Die Polícia Judiciária kündigte an, dass der Festgenommene dem Berufungsgericht Évora zur förmlichen richterlichen Prüfung vorgeführt wird. Die Richter des Berufungsgerichts in Évora werden den Europäischen Haftbefehl prüfen und über die gegen den Verdächtigen verhängten Zwangsmaßnahmen entscheiden. Das portugiesische Gericht wird das Auslieferungsverfahren beaufsichtigen, um den verurteilten Mann nach Frankreich zurückzubringen, wo er seine fünfjährige Haftstrafe verbüßen wird.


