
Spaniens Trainer De la Fuente verurteilt 'unerträgliches' Verhalten Argentiniens, während FIFA Ermittlungen wegen Schlägerei einleitet
Spaniens Luis de la Fuente bezeichnete Argentiniens Verhalten nach dem Spiel als 'unerträglich und inakzeptabel', nachdem es im WM-Finale zu einer Massenschlägerei gekommen war, was eine Disziplinaruntersuchung der FIFA auslöste.
Die Auseinandersetzung auf dem Spielfeld
Spaniens 1:0-Sieg nach Verlängerung über Argentinien im WM-Finale 2026 im MetLife Stadium endete am Sonntag im Chaos, als Spieler beider Seiten beim Schlusspfiff aneinandergerieten. Argentiniens Mittelfeldspieler Leandro Paredes würgte Spaniens Verteidiger Eric Garcia und warf Mittelfeldspieler Gavi am Trikot zu Boden. Spaniens Kapitän Rodri wurde von Argentiniens Verteidiger Nahuel Molina in den Magen getroffen, als er vorbeilief. Die Mannschaften mussten getrennt werden, während Argentiniens Trainer Lionel Scaloni versuchte, seine Spieler zu beruhigen. Trotz der Schwere des Vorfalls erhielt Paredes auf dem Platz keine rote Karte, entgegen erster Berichte.
Argentiniens Co-Trainer Roberto Ayala gab später zu, Spaniens Dani Olmo gestoßen zu haben, und bezeichnete den Zusammenstoß als Schubser und nicht als Schlag.
De la Fuentes Verurteilung
Spaniens Trainer Luis de la Fuente bezeichnete das argentinische Verhalten am Donnerstag gegenüber dem spanischen Sender TVE als "unerträglich und inakzeptabel". Er sagte, er habe die Vorfälle damals nicht gesehen, da er mit anderen Leuten gefeiert habe.
Ich finde es unerträglich und inakzeptabel von Spielern dieses Kalibers, die ich in den Tagen zuvor gelobt hatte und die einen großartigen Trainer haben.
De la Fuente lobte seine eigenen Spieler für ihre Zurückhaltung während des Handgemenges.
Ich möchte unser Verhalten angesichts dieser Art von Aggression und Provokation hervorheben. Unsere Spieler haben stets die Ruhe bewahrt und sich wie echte Profis verhalten.
Entschuldigungen und Zurückhaltung
Am Mittwoch entschuldigte sich Ayala für seine Auseinandersetzung mit Olmo und bekräftigte das Bedauern im argentinischen Lager. Spaniens Mittelfeldspieler Gavi erklärte später, dass er nicht wolle, dass Paredes wegen seiner Rolle bei der Schlägerei gesperrt werde, obwohl erste Berichte fälschlicherweise nahegelegt hatten, der Mittelfeldspieler sei des Feldes verwiesen worden.
## FIFA-Ermittlungen
Die FIFA hat am Montag einen Disziplinarstaatsanwalt eingesetzt, um die Auseinandersetzungen nach dem Spiel zu untersuchen. Der Weltverband gab keine Einzelheiten zum Auftrag seines Ermittlers bekannt, noch ob Zeugenaussagen von spanischen Spielern und Mitarbeitern eingeholt würden. Die Disziplinarordnung der FIFA erlaubt es einem Sonderermittler, die Eröffnung eines Verfahrens zu beantragen und Sanktionen gegen Mitgliedsverbände, Vereine oder Einzelpersonen vorzuschlagen.
- Abpfiff: Paredes, Garcia und Gavi geraten aneinander; Rodri von Molina getroffen.
- FIFA setzt Disziplinarstaatsanwalt zur Untersuchung ein.
- Ayala entschuldigt sich für Stoß gegen Dani Olmo.
- De la Fuente bezeichnet Verhalten als 'unerträglich'; Gavi gegen Sperre für Paredes.
Es wurde kein Zeitplan festgelegt, und es bleibt unklar, wann eventuelle Sperren greifen würden, da Argentinien in den kommenden Monaten keine Pflichtspiele bestreitet.
Spannungen bei der Medaillenzeremonie
Die schlechte Stimmung setzte sich bei der Medaillenzeremonie fort, bei der die spanische Mannschaft ein Spalier für die argentinischen Spieler bildete, die ihre Medaillen von US-Präsident Donald Trump erhielten. Minuten später, als Rodri den Pokal in die Höhe stemmte, drehte der Großteil der argentinischen Mannschaft der Zeremonie den Rücken zu. Diese Geste verdeutlichte die Verbitterung, die sich im Laufe des angespannten Finales aufgebaut hatte.
Wie es weitergeht
De la Fuente sprach auch über seine Zukunft und drückte seinen Stolz auf die Aussicht aus, Spanien bei der WM 2030 zu trainieren, die das Land gemeinsam ausrichten wird.
Die Nationalmannschaft bei der gemeinsam ausgerichteten WM 2030 zu trainieren, wird für jeden Trainer die größte Quelle des Stolzes sein.
Der unmittelbare Fokus liegt jedoch weiterhin auf den FIFA-Ermittlungen und etwaigen Disziplinarmaßnahmen, die folgen könnten.


