Fußball · Atlanta und Guadalajara
Infantino verteidigt WM-Trinkpausen als rein sportlich und sagt, die FIFA könne sie über 2026 hinaus beibehalten
FIFA-Präsident Gianni Infantino sagt, die obligatorischen dreiminütigen Pausen in jedem WM-Spiel dienten dem Spielerschutz und der Wettbewerbsgerechtigkeit, nicht den Einnahmen, trotz eines Werbebooms für die Sender und Buhrufen in den Stadien.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von LaVanguardia, The Independent, El Confidencial und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Infantino sagt, alle Sendeverträge seien vor der Entscheidung über die Trinkpausen unterzeichnet worden, und die FIFA verdiene nichts an den zusätzlichen Werbeplätzen.
Die obligatorischen dreiminütigen Pausen werden in allen Partien angewendet, auch in klimatisierten Hallen, um zu vermeiden, dass Mannschaften, die bei kühleren oder heißeren Bedingungen spielen, einen Vorteil erhalten.
Die Trainer Thomas Tuchel und Marcelo Bielsa sagen, die Pausen veränderten die Identität und den grundlegenden Charakter des Fußballs, während Fans die Unterbrechungen ausgebuht haben.
Infantino sagt, die FIFA werde die Erfahrungen dieses Jahres auswerten, bevor sie entscheide, ob Trinkpausen bei künftigen Weltmeisterschaften beibehalten werden.
Nach 44 Spielen erreichte die kumulierte Zuschauerzahl 2,85 Millionen, bei einer Stadionauslastung von 99,6 %, womit das Turnier 2026 auf dem besten Weg ist, den Rekord von 1994 zu übertreffen.

Eine umstrittene Änderung
Obligatorische dreiminütige Trinkpausen, die in der 22. und 67. Minute jedes Spiels der WM 2026 eingelegt werden, sind zu einem der umstrittensten Gesprächsthemen des Turniers geworden. Eingeführt nach Beschwerden von Spielern über die Hitze während der letzten Klub-WM und offiziell im Dezember 2025 angekündigt, sollen die Pausen den Fußballern helfen, mit den Temperaturen in Nordamerika zurechtzukommen. Eine von El Confidencial zitierte Analyse von Climate Central ergab, dass 97 der 104 Turnierspiele eine erhöhte Wahrscheinlichkeit von Hitzebedingungen aufweisen, die die Leistung beeinträchtigen könnten.
Aber die Regel gilt in allen Spielstätten, einschließlich klimatisierter Dächer wie dem Stadion in Atlanta, wo die Fans die Unterbrechungen lautstark ausgebuht haben. Die Sender nutzen die dreiminütigen Pausen, um zusätzliche Werbespots zu schalten, in denen Stars wie der US-Kapitän Christian Pulisic und der frühere englische Kapitän David Beckham zu sehen sind. Kritiker argumentieren, dass die Unterbrechungen jede Halbzeit effektiv in zwei Blöcke teilen und den Trainern taktische Anweisungen ermöglichen, was den Rhythmus des Spiels verändert.
Infantinos Verteidigung
Infantino wehrte sich in am Dienstag und Mittwoch veröffentlichten Stellungnahmen sowie in einem SNTV-Interview vehement gegen Vorwürfe kommerzieller Motive. "Es gibt keine zusätzlichen Einnahmen für die FIFA, da alle kommerziellen Vereinbarungen weit im Voraus unterzeichnet wurden. Das ist für uns also keine finanzielle Frage. Für uns ist es eine rein sportliche Angelegenheit", sagte er laut einer FIFA-Mitteilung. Der 56-jährige schweizerisch-italienische Funktionär betonte, der Verband verdiene "absolut nichts" an der während der Pausen gezeigten Werbung.
Infantino argumentierte, dass die Pausen die Show sogar verbessern könnten. "Vielleicht kann der Trainer bestimmte Situationen neu bewerten, bestimmte Fehler korrigieren. Die Spieler bekommen ein wenig Ruhe und kommen mit voller Geschwindigkeit zurück. Nun, ist das unbedingt schlecht? Vielleicht ist es gut", sagte er gegenüber SNTV. Er fügte hinzu, dass die Intensität des Turniers nicht gelitten habe: "Wir haben noch nie 90 Minuten in einem Turnier wie diesem mit einer solchen Intensität spielen sehen. Bis zur letzten Sekunde des Spiels greifen die Spieler an."
Fairness oder Störung?
Die Gleichbehandlung der Spiele ist ein Eckpfeiler von Infantinos Argumentation. Er sagte, die Anwendung von Pausen nur bei heißen Spielen würde einigen Trainern einen Vorteil verschaffen. "Wenn wir Trinkpausen nur in den Spielen anwenden würden, in denen es zu heiß ist, und nicht in den anderen Spielen, würden wir einigen Trainern oder Mannschaften einen Vor- oder Nachteil verschaffen. Warum sollte der Trainer die Möglichkeit haben, das Spiel in einem Spiel zu beeinflussen, nur weil es heiß ist, und in einem anderen Spiel, in dem es etwas weniger heiß ist, hätte er diese Möglichkeit nicht?"
Mehrere prominente Stimmen widersprechen. Englands Trainer Thomas Tuchel sagte, die zusätzliche Pause "unterbricht und verändert die Identität des Fußballspiels", während Uruguays Trainer Marcelo Bielsa argumentierte, dass die Aufteilung der Spiele in kürzere Abschnitte ein grundlegendes Merkmal des Spiels beseitigt. Spaniens Trainer Luis de la Fuente und der niederländische Kapitän Virgil van Dijk unterstützten die Absicht hinter der Regel bei extremer Hitze, stellten jedoch ihre Notwendigkeit bei kühleren Bedingungen und in überdachten Arenen in Frage.
„Es unterbricht und verändert die Identität des Fußballspiels.“
„Die Aufteilung der Spiele in kürzere Abschnitte nimmt die grundlegende Eigenschaft des Spiels.“
Turnier abseits des Platzes
Infantino lobte auch das Gesamtereignis und bezeichnete es auf der FIFA-Website als "das erfolgreichste Ereignis der Geschichte". Nach 44 von 104 Spielen betrug die Gesamtzuschauerzahl 2.851.010 (durchschnittlich 64.796 pro Spiel und 99,6 % Stadionauslastung), womit das Turnier auf dem besten Weg ist, den Allzeitrekord von 3.404.252 aus der WM 1994 in den USA zu übertreffen. Infantino sagte, die Aufstockung auf 48 Teams, die die Debütanten Kap Verde und Curaçao hervorbrachte, habe sich durch Leistungen und Ergebnisse voll und ganz gerechtfertigt.
- Gefährdet, dass Hitze die Leistung beeinträchtigt
- 97
- Nicht gefährdet
- 7
Daten aus dem Artikeltext
Was als Nächstes kommt
Infantino sagte, die FIFA werde die Daten dieser WM auswerten und prüfen, ob Trinkpausen bei zukünftigen Turnieren "auf der Grundlage dieser Erfahrung" beibehalten werden. In Deutschland haben die UEFA und die Deutsche Fußball Liga bereits erklärt, dass keine pauschalen Trinkpausen in der Bundesliga oder in europäischen Klubwettbewerben eingeführt werden; Entscheidungen werden von Spiel zu Spiel in Abhängigkeit von den Wetterbedingungen getroffen. Ob die Pausen zu einem dauerhaften Bestandteil des globalen Spiels werden, ist nun eine offene Frage, wobei die Debatte mit dem Näherrücken der K.o.-Runden an Intensität zunehmen wird.
- 2026 (nach 44 Spielen)
- 2851010 Zuschauer
- 1994 (gesamtes Turnier)
- 3404252 Zuschauer
Daten aus dem Artikeltext
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- LaVanguardiaInfantino justifica las pausas de hidratación como una medida puramente deportiva: "No hay ingresos extra para la FIFA
- The IndependentInfantino defends World Cup hydration breaks - and says they could be here to stay
- El ConfidencialGianni Infantino, presidente de FIFA, sobre las pausas de hidratación durante el Mundial: "No ganamos absolutamente nada"
- ReutersInfantino says World Cup hydration breaks purely sporting, not commercial
- Gianni Infantino
- FIFA-Präsident seit 2016, verteidigt die Trinkpausen-Politik
- Thomas Tuchel
- Trainer der englischen Nationalmannschaft, Kritiker der Pausen
- Marcelo Bielsa
- Trainer der uruguayischen Nationalmannschaft, Kritiker der Pausen
- Luis de la Fuente
- Trainer der spanischen Nationalmannschaft, unterstützt die Regel bei extremer Hitze, stellt sie aber bei kühleren Bedingungen in Frage
- Virgil van Dijk
- Kapitän der niederländischen Nationalmannschaft, teilt de la Fuentes bedingte Unterstützung
- Christian Pulisic
- Kapitän der US-Nationalmannschaft, trat in US-Werbespots während der Trinkpausen auf
- David Beckham
- Ehemaliger englischer Kapitän, in Werbespots während der Pausen zu sehen
- Orte
- Vereinigte Staaten, Mexiko
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