
Gewaltige Explosion einer Feuerwerksfabrik erschüttert Malta, zwei Verletzte und Fensterscheiben zersplittert kilometerweit
Eine heftige Serie von Explosionen in der Feuerwerksfabrik Ta' Lourdes im Norden Maltas hat am frühen Montagmorgen zwei Männer verletzt und großflächige Sachschäden verursacht; die Detonationen waren in weiten Teilen der Mittelmeerinsel zu hören und zu spüren.
Die Explosionen
Eine verheerende Serie von Explosionen erschütterte gegen 6:30 Uhr Ortszeit am Montag die Feuerwerksfabrik Ta' Lourdes im Gebiet Maghtab im Norden Maltas. Der ersten Detonation folgte kurz darauf eine zweite, wesentlich stärkere Explosion; kleinere Nachdetonationen hielten mehrere Stunden lang an. Die Wucht der Explosionen ließ Gebäude erzittern und Fensterscheiben mehrere Kilometer weit zersplittern. Eine gewaltige, rund 300 Meter hohe schwarze Rauchsäule, vermischt mit pyrotechnischen Trümmern, stieg in den Himmel auf.
Es wirkte, als hätte jemand einen hammergroßen LKW genommen und gegen die Seite meines Hauses geschlagen.
Opfer und Schäden
Zwei Männer im Alter von 67 und 47 Jahren, die zum Zeitpunkt der Detonation in nahegelegenen landwirtschaftlichen Feldern arbeiteten, erlitten leichte Verletzungen und wurden im Schockzustand ins Mater Dei Krankenhaus gebracht. Die Polizei bestätigte, dass sich zum Zeitpunkt der Explosionen keine Arbeiter in der Fabrik befanden, da die erste Schicht noch nicht begonnen hatte. Die Detonationen verursachten zudem erhebliche Sachschäden an umliegenden Gebäuden, darunter zersplitterte Fensterscheiben, beschädigte Fassaden und zerstörte Türen einer nahegelegenen Pension. Auch Autos wurden beschädigt. Die Behörden berichteten, dass Nutztiere auf nahen Bauernhöfen möglicherweise ums Leben gekommen seien; genaue Verluste können jedoch erst ermittelt werden, wenn das Gebiet für sicher erklärt wurde.
- Erste Explosion in der Feuerwerksfabrik Ta' Lourdes in Maghtab, Nord-Malta.
- Eine zweite, wesentlich stärkere Explosion folgt auf die erste Detonation.
- Rettungskräfte – darunter Polizei, Armee, Zivilschutz und medizinisches Personal – werden zum Unglücksort entsandt.
- Zwei verletzte Männer mit leichten Verletzungen und Schock werden ins Mater Dei Krankenhaus gebracht.
- Stunden nach den ersten Detonationen sind weiterhin kleinere Explosionen zu hören; Anwohner werden evakuiert.
Augenzeugenberichte
Bewohner auf der ganzen Insel schilderten Szenen von Panik und Verwirrung. Ein Mann, der im Kennedy Grove mit seinen Hunden spazieren ging, sagte, die Druckwelle habe seine Haare bewegt und alle Bäume um ihn herum zum Zittern gebracht. „Ich habe mich in meinem Leben noch nie so sehr gefürchtet, einen Moment lang dachte ich wirklich, wir würden bombardiert“, sagte er lokalen Medien. Ein anderer Anwohner berichtete, er habe das Gefühl gehabt, ein Bombardement sei im Gange. Die Explosionen waren kilometerweit zu hören und lösten eine Flut von Notrufen aus, in denen Menschen zitternde Wände und zerbrechendes Glas meldeten.
Offizielle Reaktion
Premierminister Robert Abela, dessen Labour-Partei am Wochenende bei den Wahlen eine beispiellose vierte Amtszeit gewonnen hatte, erklärte, seine Gedanken seien bei den Betroffenen. „Die Behörden des Landes haben sofort ihre Vertreter und Einsatzkräfte entsandt, um Hilfe zu leisten“, schrieb er auf Facebook. Oppositionsführer Alex Borg dankte den Sicherheitskräften, die auf den Vorfall reagiert hatten, und bezeichnete die Explosion als etwas, das „das Land erschüttert“ habe. Polizei, Zivilschutz, die Streitkräfte Maltas und medizinisches Personal wurden zum Unglücksort entsandt. Das britische Außenministerium riet vorübergehend von Reisen in das Gebiet von Maghtab ab. Anwohner wurden evakuiert, und Bauern wurde mitgeteilt, dass sie nicht zu ihren Tieren zurückkehren könnten, bis der Ort für sicher erklärt worden sei. Eine richterliche Untersuchung wurde eingeleitet, um die Ursache der Explosion zu ermitteln.


