
Feuerwehrmann getötet und drei Schwerverletzte bei Gasexplosionen nahe Brüsseler Hauptbahnhof
Ein Feuerwehrmann ist gestorben und drei Menschen wurden schwer verletzt, als am Freitagnachmittag zwei Gasexplosionen ein Gebäude der EU-Agentur Single Resolution Board im Brüsseler Zentrum erschütterten.
Wie es passierte
Ein Auftragsunternehmen, das Glasfaserkabel im Gebäude in der Rue Gentilhomme 22 in Brüssel verlegte, bohrte am Freitag, dem 14. August 2026, kurz vor Mittag versehentlich in ein Niederdruck-Gasrohr. Das Gebäude am Treurenberg nahe dem Brüsseler Hauptbahnhof beherbergt das Single Resolution Board (CRU), eine dezentrale Agentur der Europäischen Union, die für die Bankenabwicklung zuständig ist. Zum Zeitpunkt des Vorfalls befanden sich etwa dreißig Arbeiter im Gebäude, das evakuiert und mit einem Sicherheitsbereich abgesperrt wurde, so Feuerwehrsprecher Walter Derieuw. Ungefähr hundert Menschen wurden aus dem Gebiet evakuiert.
Während Feuerwehrleute und Mitarbeiter von Sibelga im Gebäude versuchten, das Gasleck zu reparieren, ereigneten sich zwei Explosionen. De Morgen berichtete von den Detonationen gegen 13:30 Uhr, während ein zweiter Artikel derselben Zeitung etwa 14:00 Uhr angab. Augenzeugen beschrieben eine erste, schwächere Explosion, gefolgt von einer zweiten, weitaus stärkeren, die im gesamten Viertel zu spüren war. Laut Sibelga-Sprecherin Serena Galeone ereigneten sich die Explosionen nicht an der beschädigten Leitung selbst, sondern im Gebäudeinneren, wo sich Gas angesammelt hatte. Die genaue Ursache der Explosionen bleibt unklar.
Opfer und Rettung
Vier Personen wurden gleichzeitig bei der Explosion verletzt: zwei Feuerwehrleute und zwei Sibelga-Mitarbeiter. Drei der vier erlitten schwere Verbrennungen und wurden in Krankenhäuser in ganz Brüssel gebracht. Das vierte Opfer, ein Feuerwehrmann, der aus dem Gebäude befreit werden musste, erlag seinen Verletzungen. Valentina Marocchi, Sprecherin der Brüsseler Arbeitsstaatsanwaltschaft, bestätigte den Tod.
Die vier Personen wurden gleichzeitig während der Explosion verletzt. Drei von ihnen wurden schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht. Der Feuerwehrmann musste befreit werden, ist aber gestorben.
Bis Freitag, 18:00 Uhr, lagen keine aktualisierten Informationen zum Gesundheitszustand der drei Verletzten vor. Die Rettungskräfte setzten erhebliche Ressourcen am Ort ein, darunter mehrere Krankenwagen, etwa zehn Feuerwehrfahrzeuge und eine ähnliche Anzahl von Polizeifahrzeugen. Der Sicherheitsbereich wurde nach der zweiten Explosion weiter ausgedehnt.
Offizielle Reaktion
Der belgische Minister für Sicherheit und Inneres, Bernard Quintin, reiste am Nachmittag zum Ort des Geschehens, um die Rettungskräfte zu unterstützen und das Ausmaß des Vorfalls zu bewerten. Auch die Brüsseler Stadträtin Anaïs Maes (Vooruit) besuchte den Ort. Eine Krisensitzung mit Behörden und Rettungskräften fand statt, aber bis zum Abend waren keine Schlussfolgerungen mitgeteilt worden. Die Arbeitsstaatsanwaltschaft ist vor Ort und leitet die Ermittlungen.
Tief betroffen vom Tod eines Feuerwehrmannes nach den Ereignissen in Brüssel. Worte fehlen. Mein aufrichtiges Beileid an seine Angehörigen und an die große Familie der Feuerwehr. Meine Gedanken sind bei den Opfern. Danke an alle Rettungskräfte für ihren Einsatz.
Ein von der Staatsanwaltschaft bestellter Explosions- und Brandexperte sollte am Samstag mit seiner Arbeit beginnen.
Verkehr und laufende Arbeiten
Der Brüsseler Nahverkehrsbetreiber STIB leitete nach dem Vorfall mehrere Straßenbahn- und Buslinien um. Die Straßenbahnlinien 92 und 93, die eingestellt worden waren, nahmen ihren Betrieb gegen 18:00 Uhr wieder auf, wobei die Straßenbahn 92 normal zwischen Sainte-Marie und Louise und die Straßenbahn 93 zwischen Liedts und Louise verkehrte. Bis Freitagabend waren die Arbeiten zur Sicherung der Gasleitung fast abgeschlossen, und es wurden Überprüfungen zur strukturellen Stabilität des schwer beschädigten Gebäudes durchgeführt.
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