
Zwei Festnahmen nach Waldbrand in Viotia, der auf Attika übergriff: Funken von Windpark-Stromleitungen als Ursache
Ein Elektroingenieur und ein Bauunternehmer wurden festgenommen, nachdem Ermittler den Waldbrand in Viotia auf Schwingungen in einem privaten Netz zurückgeführt hatten, das Windkraftanlagen mit dem Hauptnetz verbindet, so das Ministerium für Klimakrise und Zivilschutz.
Die griechischen Behörden nahmen zwei Männer wegen des Verdachts der Brandstiftung mit bedingtem Vorsatz fest, im griechischen Recht als dolus eventualis bekannt und hier auf Straftatbestandsebene angeklagt, im Zusammenhang mit einem Waldbrand, der im Gebiet Agios Vasileios in Viotia ausbrach und auf Attika übergriff. Der Brand wurde auf Funkenbildung von Leitern in einer privaten Stromübertragungsleitung zurückgeführt, die Windkraftanlagen mit dem zentralen Stromnetz verbindet.
Ursache auf Leiterschwingung zurückgeführt
Ermittler der Direktion zur Bekämpfung von Brandstiftungsdelikten (D.A.E.E.) führten Vor-Ort-Inspektionen durch, sammelten Zeugenaussagen und analysierten Videomaterial der ersten Minuten des Brandes. Ein elektromechanischer Experte unterstützte die Arbeiten vor Ort. Die gemeinsame Bewertung ergab, dass Schwingungen in den Leitern eines privaten Netzes Funkenbildung verursachten. Die Funken fielen auf Vegetation und entzündeten ein Feuer, das schnell wuchs und von Viotia nach Attika übergriff.
Durch Schwingungen der Leiter im privaten Netz, das Strom von Windkraftanlagen zum zentralen Stromnetz überträgt, kam es zu Funkenbildung. Die Funken fielen zu Boden und lösten das Feuer aus, das große Ausmaße annahm und sich von Viotia nach Attika ausbreitete.
Festnahmen und Anklagen
Zwei griechische Staatsangehörige wurden im Rahmen des Flagrante-Delikto-Verfahrens festgenommen, des griechischen In-the-Act-Verfahrens, das eine sofortige Festnahme und ein beschleunigtes Erscheinen vor einem Staatsanwalt ermöglicht. Einer ist ein Elektroingenieur, der die Studie und Überwachung des Projekts unterzeichnete; der zweite ist ein Bauunternehmer, der den Bau des Übertragungsnetzes übernahm. Beiden wird Brandstiftung mit bedingtem Vorsatz auf Straftatbestandsebene vorgeworfen, was bedeutet, dass die Behauptung lautet, sie hätten einen Brand als mögliche Folge ihrer Arbeit vorhergesehen und dieses Risiko in Kauf genommen, nicht dass sie das Feuer vorsätzlich gelegt hätten.
Firmeninhaber gesucht
Eine dritte Person, der Inhaber des Windkraftanlagenunternehmens, wurde ebenfalls in der Akte genannt. Er wurde im Rahmen des Flagrante-Delikto-Verfahrens gesucht, aber nicht aufgefunden. Die Behörden haben nicht gesagt, dass er sich ihnen entzogen habe, und er wurde weder festgenommen noch angeklagt.
Ermittlungen laufen
Die D.A.E.E. prüft noch alle technischen, zeugenschaftlichen und videografischen Beweise, um vollständig zu klären, wie das Feuer entstand und sich ausbreitete, und um weitere strafrechtliche Verantwortlichkeiten zuzuweisen. Die beiden festgenommenen Männer sollten vor einem Staatsanwalt erscheinen.


