Konflikte · Račak

Kosovo verhaftet fünf Serben wegen Massakers von Račak 1999, das zur NATO-Intervention führte

Die kosovarische Polizei hat am Sonntag fünf Serben festgenommen, darunter vier ehemalige Polizisten, im Rahmen der ersten Festnahmen einer Kriegsverbrecheruntersuchung zum Massaker von Račak im Januar 1999, bei dem 42 ethnisch albanische Zivilisten getötet wurden.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von N-tv, vrtnws.be, Libertatea und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Račak · Kosovo
Wie es dazu kam
  1. 5.01.Serbische Kräfte töten 42 ethnisch albanische Zivilisten in Račak
  2. 14.06.Fünf Serben im Rahmen der Kriegsverbrecheruntersuchung 'Račak 2' festgenommen
  3. 20.07.Vorläufige Anhörung für 21 Angeklagte in der ersten Račak-Untersuchung

Die Festnahmen

Die Polizei im Kosovo hat am Sonntag, dem 14. Juni 2026, fünf serbische Männer festgenommen, vier davon ehemalige Polizisten, im Rahmen einer erweiterten Untersuchung des Massakers von Račak von 1999. Staatsanwalt Ilir Morina sagte, die Verdächtigen seien als Angehörige von Spezialpolizeieinheiten identifiziert worden, die an der Operation am 5. Januar 1999 teilgenommen hatten. Die Behörden beschlagnahmten bei der Aktion Waffen, Uniformteile, Handschellen, 43 Schuss Munition, eine Chemikalienschutzmaske, Regierungsdokumente, Mobiltelefone und Bargeld, wie lokale Medien berichteten.

„Diese Personen wurden als Angehörige der Spezialeinheiten der serbischen Polizei identifiziert, die zum Zeitpunkt ihrer Teilnahme an der Operation vom 5. Januar 1999 in Račak tätig waren.“

Ilir Morina, Kosovarischer Staatsanwalt

Das Massaker von Račak

Am 5. Januar 1999 umstellten serbische Kräfte das Dorf Račak, beschossen es aus der Ferne, rückten dann mit gepanzerten Fahrzeugen ein und durchsuchten Haus für Haus. Laut Anklageschrift wurden 42 ethnisch albanische Zivilisten aller Altersgruppen und beiderlei Geschlechts brutal getötet. Das Massaker wurde zu einem der schwersten Verbrechen gegen Zivilisten während des Kosovo-Krieges 1998–1999 und zu einem Wendepunkt des Konflikts. Internationale Empörung löste NATO-Luftangriffe gegen die Streitkräfte des damaligen serbischen Führers Slobodan Milošević aus, die den Krieg schließlich beendeten.

Die breitere Strafverfolgung

Die Festnahmen vom Sonntag gehören zu einer zweiten Untersuchung mit der Bezeichnung „Račak 2“ des Massakers. Eine erste Untersuchung hatte bereits 21 ehemalige serbische Armee- und Polizeiangehörige wegen Mordes, Folter, unmenschlicher Behandlung, Zerstörung von Eigentum und Deportation albanischer Zivilisten angeklagt. Zu den Angeklagten gehören der ehemalige serbische Polizeichef Obrad Stevanović, der ehemalige Geheimdienstchef Rade Marković, zwei Generäle und zwei Oberste. Da alle 21 flüchtig sind, haben die kosovarischen Staatsanwälte einen Prozess in Abwesenheit beantragt; eine vorläufige Anhörung ist für den 20. Juli 2026 angesetzt.

Reaktion und Vermächtnis

Das serbische Amt für Kosovo verurteilte die Festnahmen als Teil eines Musters von Druck auf die serbische Gemeinschaft.

„Die Festnahmen sind systematische politische und institutionelle Gewalt durch Pristina, die angebliche Kriegsverbrechen als Deckmantel für eine chauvinistische und antiserbische Politik nutzt.“

Serbisches Amt für Kosovo

Die NATO-Kampagne endete mit dem Abzug der serbischen Truppen, der Einrichtung einer UN-Mission und schließlich der Unabhängigkeitserklärung des Kosovo im Jahr 2008, die Belgrad bis heute nicht anerkennt. Mehr als 13.000 Menschen starben während des Konflikts, die meisten davon ethnische Albaner.

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