57-Jähriger auf Mykonos festgenommen, weil er 50.000 Euro von einem Unternehmen mit falschen Lärmbeschwerden erpresst haben soll
Die Polizei auf Mykonos hat am Freitag einen 57-jährigen Mann festgenommen, der angeblich 50.000 Euro von einem Geschäftsführer verlangt hatte, um keine falschen Lärmbeschwerden mehr einzureichen. Bei der Festnahme kamen präparierte Geldscheine zum Einsatz.
Die Erpressungsforderung
Am Freitag, dem 31. Juli 2026, wurde auf der Insel Mykonos ein 57-jähriger griechischer Staatsbürger festgenommen, weil er versucht haben soll, ein örtliches Unternehmen zu erpressen. Nach Angaben der Griechischen Polizei (EL.AS.) hatte der Verdächtige wiederholt falsche Lärmbeschwerden gegen das Unternehmen eingereicht. Anschließend forderte er 50.000 Euro von dem Geschäftsführer, um diese Beschwerden einzustellen. Der Geschäftsführer meldete die Drohung den Behörden, woraufhin die Polizeidienststelle Mykonos umgehend Ermittlungen einleitete.
Die verdeckte Operation
Beamte der Polizeidienststelle Mykonos bereiteten eine verdeckte Operation vor. Sie präparierten die 50.000 Euro in bar – ein Standardverfahren, um das Geld zurückverfolgen und die Übergabe nachweisen zu können. Ein zuvor vereinbartes Treffen wurde arrangiert, und die präparierten Scheine wurden dem Verdächtigen übergeben. Sobald er das Geld erhalten hatte, griffen die Polizeibeamten ein und nahmen ihn auf frischer Tat fest. Die Festnahme erfolgte am Freitagmittag. Der Verdächtige wurde widerstandslos in Gewahrsam genommen.
Rechtliche Schritte
Nach der Festnahme wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Erpressung eingeleitet. Der Verdächtige wird an die Staatsanwaltschaft beim Erstinstanzgericht Syros überstellt. Syros ist die Verwaltungshauptstadt der Kykladen-Inselgruppe, und deren Staatsanwaltschaft bearbeitet Fälle von Mykonos. Dem Verdächtigen wird Erpressung vorgeworfen, ein schweres Delikt nach griechischem Recht. Im Falle einer Verurteilung drohen ihm Haft- und Geldstrafen.
Hintergrund zu Mykonos
Mykonos ist ein weltbekanntes Touristenziel, berühmt für sein Nachtleben und seine Strände. Lärmbeschwerden sind nicht ungewöhnlich, doch in diesem Fall stellte die Polizei fest, dass die Beschwerden im Rahmen eines Erpressungsschemas erfunden worden waren. Die Griechische Polizei hat die Namen des Verdächtigen und des betroffenen Unternehmens mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen nicht bekannt gegeben.


