Sicherheit · Mailand
Mailänder Richterin ordnet für Verdächtigen nach Angriff auf Rabbiner an Bushaltestelle Meldepflicht zweimal wöchentlich an
Eine Mailänder Richterin bestätigte die Festnahme eines 20-Jährigen, der beschuldigt wird, einen Rabbiner an einer Bushaltestelle auf der Piazzale Bande Nere getreten zu haben, und entließ ihn unter der Auflage, sich zweimal wöchentlich bei der Polizei zu melden, bis zum Prozessbeginn am 12. November 2026.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von lastampa.it, ANSA.it, Open und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er
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Kurz gefasst
Richterin Sofia Fioretta bestätigte am 17. September 2026 die Festnahme des 20-jährigen Ilyes Zahani und ordnete an, dass er sich zweimal wöchentlich bei der Polizei melden muss, bis zum Prozess am 12. November 2026.
Gegen 16:10 Uhr am 16. September 2026 wurde der 60-jährige Davia Mizrai Shalom an der Piazzale Bande Nere konfrontiert, sein Hut wurde abgenommen, und er wurde in die Leiste getreten.
Staatsanwalt Luca Gaglio klagte Zahani wegen Propaganda und Anstiftung zu Straftaten aus Gründen der Rasse, ethnischen Herkunft und Religion an.
Die Mailänder Polizei erließ einjährige Aufenthaltsverbote für Zahani, seinen 21-jährigen Bruder Battar und einen 19-jährigen Begleiter, die ihnen den Aufenthalt in der Stadt untersagen.
- 16.09.Rabbiner Davia Mizrai Shalom wird an einer Bushaltestelle in Mailand konfrontiert und getreten
- 17.09.Richterin Sofia Fioretta bestätigt die Festnahme und ordnet an, dass der Verdächtige zweimal wöchentlich Bericht erstatten muss
- 12.11.Prozessbeginn wegen Diskriminierung und Körperverletzung ist angesetzt
Vorfall auf der Piazzale Bande Nere
Gegen 16:10 Uhr am 16. September 2026 wartete der 60-jährige Rabbiner Davia Mizrai Shalom an der Bushaltestelle der Linie 67 auf der Piazzale Bande Nere im Westen Mailands. Shalom, der Direktor der Chabad-Synagoge in der Via Soderini, war auf dem Weg, seine Kinder von der Schule abzuholen, und schrieb Nachrichten auf seinem Handy. Drei junge Männer näherten sich und umzingelten ihn in provokativer Weise, griffen nach seinem traditionellen schwarzen Hut und setzten ihn abwechselnd auf ihre eigenen Köpfe. Als Shalom seinen Hut zurückholte und begann, das Trio mit seinem Mobiltelefon zu filmen, um sich zu schützen, versetzte ihm einer der Jugendlichen einen Tritt in die Leiste. Der Rabbiner blieb auf den Beinen und bemerkte später, als er mit seinen Kindern zurückkehrte, dass die Gruppe immer noch in der Nähe an der Bushaltestelle der Linie 98 herumhing, woraufhin er die Sicherheitskräfte der jüdischen Gemeinde alarmierte.
„In letzter Zeit gab es viele Beleidigungen, aber diesmal gingen sie etwas weiter.“
Polizeiliche Ermittlungen und gerichtliche Maßnahmen
Beamte der Ermittlungseinheit Digos spürten die drei Verdächtigen anhand des Videos auf, das das Opfer beim Weggehen aufgenommen hatte. Die Polizei nahm den 20-jährigen Ilyes Zahani fest, während sein 21-jähriger Bruder Battar und ein 19-jähriger marokkanischer Freund auf freiem Fuß blieben, aber weiterhin unter Ermittlung stehen. Alle drei Jugendlichen wurden in Italien als Kinder nordafrikanischer Einwanderer geboren, wohnen außerhalb Mailands und haben Vorstrafen wegen Eigentums- und Personendelikten. Staatsanwalt Luca Gaglio klagte Zahani wegen Propaganda und Anstiftung zu Straftaten aus Gründen der Rasse, ethnischen Herkunft und Religion an. Am 17. September 2026 bestätigte die Ermittlungsrichterin Sofia Fioretta die Festnahme, ordnete jedoch an, Zahani unter der Auflage freizulassen, sich zweimal wöchentlich bei der Polizei zu melden. Darüber hinaus erließ das Mailänder Polizeipräsidium eine einjährige Aufenthaltsverbotsverfügung, die allen drei Personen den Zutritt nach Mailand für ein Jahr untersagt.
Verteidigung vor Gericht und Reaktion der Gemeinde
Während der nichtöffentlichen Anhörung behauptete Zahani, es habe sich lediglich um einen jugendlichen Streich gehandelt, der eskaliert sei, als das Opfer zu filmen begann. Er sagte vor Gericht aus, er habe nicht erkannt, dass das Opfer jüdisch sei, und argumentierte, der Tritt sei eine Reaktion auf das Fotografiertwerden gewesen.
„Ich kann diese Kleidung, diese Hüte nicht erkennen, und Palästina interessiert mich überhaupt nicht, auch nicht der Krieg.“
Richterin Fioretta wies die Erklärung als unglaubwürdig zurück und befand, dass die körperliche Gewalt direkt durch religiösen und ethnischen Hass gegen ein älteres Opfer motiviert gewesen sei. Vor dem Gerichtssaal sagte Battar Zahani, ein 21-jähriger Maschinenbaustudent am Politecnico di Milano, Reportern, die Gruppe habe Social-Media-Videos gedreht, und bestritt körperliche Gewalt. Walker Meghnagi, Präsident der Jüdischen Gemeinde Mailand, äußerte sich tief besorgt über den Vorfall. Shalom erklärte, es gehe ihm trotz des emotionalen Schocks körperlich gut, und berichtete von einer Zunahme der Anfragen für Torah-Unterricht nach dem Vorfall. Der förmliche Prozess in dem Fall soll am 12. November 2026 in Mailand eröffnet werden.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- lastampa.itLa foto con il telefono, gli insulti e il calcio. Cosa sappiamo dell'aggressione al rabbino
- ANSA.itIl giudice: 'L'aggressione al rabbino violenta e dettata da odio religioso' - Notizie
- Open"Chi mi ha aggredito non sa vivere nella civiltà", parla il rabbino aggredito a Milano. La versione del fratello del 20enne arrestato: "Non siamo razzisti"
- FanpageScarcerato il 20enne arrestato per l'aggressione a un rabbino a Milano: "Nessun pestaggio, lui ci filmava
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