Ferrovial investiert über 1 Mrd. Euro in Rechenzentrums-Campus bei Madrid mit über 100 MW Kapazität
Ferrovial investiert über 1.000 Millionen Euro in einen Rechenzentrums-Campus in Alcobendas (Madrid) mit einer Kapazität von über 100 MW. Die erste Phase, die 60 MW und 50 feste Arbeitsplätze bereitstellt, wurde von der Regionalregierung Madrids als „Projekt von besonderem Interesse“ beschleunigt behandelt.
Die Ankündigung
Die Präsidentin der Autonomen Gemeinschaft Madrid, Isabel Díaz Ayuso, stellte das Ferrovial-Projekt während eines Treffens mit der Zeitung 20minutos im Rahmen ihrer Reihe „El pulso de nuestras comunidades“ vor. Noch am selben Vormittag sollte die Wirtschaftsdezernentin der Region mit Führungskräften von Ferrovial zusammentreffen, um den Deal zu formalisieren. Ayuso betonte, dass die Investition die digitale Stellung der Region stärke.
Es ist ein weiterer Schritt zur Festigung der Autonomen Gemeinschaft Madrid als digitaler Maßstab Südeuropas.
Projektumfang und Zeitplan
Der Campus in Alcobendas nördlich von Madrid wird eine Gesamtkapazität von über 100 Megawatt (MW) und ein Gesamtinvestitionsvolumen von über 1.000 Millionen Euro haben. In der ersten Phase wird der Standort 60 MW IT-Last liefern und 50 direkte Dauerarbeitsplätze schaffen. Die Regionalregierung hat bereits eine Erdbewegungslizenz erteilt, sodass mit dem Bau begonnen werden kann. Das Projekt hat zudem positive Gutachten zu Stadtplanung, Digitalstrategie und Energiewende erhalten.
Allein die erste Phase wird die Schaffung von rund fünfzig direkten Arbeitsplätzen unterstützen; sie wurde bereits von unserem Investitionsbeschleuniger genehmigt und zum Projekt von besonderem Interesse erklärt.
Schnellere regionale Unterstützung
Die erste Phase wurde vom Madrider Investitionsbeschleuniger zum „Projekt von besonderem Interesse“ erklärt – eine 2023 eingerichtete Stelle, die Genehmigungen für große Infrastrukturvorhaben beschleunigt. Seit seiner Gründung hat der Beschleuniger 17 Projekte als von besonderem Interesse eingestuft, die ein Investitionsvolumen von insgesamt fast 9.000 Millionen Euro und mehr als 5.000 Arbeitsplätze anziehen. Der Großteil davon sind Datenverarbeitungszentren (11), gefolgt von biopharmazeutischen Anlagen (4), einem Projekt für erneuerbare Energien (1) und einem Logistikzentrum (1). Vier weitere Initiativen werden derzeit evaluiert.
- Rechenzentren
- 11 Projekte
- Biopharmazeutika
- 4 Projekte
- Erneuerbare Energien
- 1 Projekte
- Logistik
- 1 Projekte
Madrids digitale Ambitionen
Während der Veranstaltung betonte Ayuso, dass die Region Madrid die höchste Konzentration von Hightech-Unternehmen und Rechenzentren in Spanien aufweist und europaweit an zweiter Stelle bei der Zahl der in diesem Sektor beschäftigten Fachkräfte steht. Sie hob zudem die virtuelle Gesundheitskarte der Regionalregierung hervor, die ihrer Aussage nach „viele Leben rettet und viele Krankheiten frühzeitig erkennt“.


