
Ferrari bringt das Schaltgetriebe mit der Sonderserie 12 Cilindri Manuale zurück
Die auf 1.499 Exemplare limitierte Sonderserie kombiniert einen 830 PS starken V12 mit einem neuen By-Wire-System, das es dem Fahrer ermöglicht, zwischen einer Sechsgang-Handschaltung und einer Achtgang-Automatik zu wechseln.
Eine lang erwartete Rückkehr
Ferrari hat den 12 Cilindri Manuale vorgestellt, eine auf wenige Exemplare limitierte Sonderserie, die nach mehr als zwanzig Jahren die Rückkehr eines Schaltgetriebes in die Modellpalette von Maranello markiert. Das letzte Modell mit einem traditionellen Schaltknüppel war der 599 GTB, seitdem vertraute jeder Ferrari auf Doppelkupplungs-Automatikgetriebe. Das neue, auf 1.499 Einheiten limitierte Auto basiert auf der 12-Cilindri-Plattform und wird Anfang 2027 zu einem Einstiegspreis von 590.000 Euro an die ersten Kunden ausgeliefert.
Während der Treffen mit unseren Kunden fragten wir sie, was wir noch tun könnten, um unsere Autos zu verbessern. „Nichts“, sagten sie, „aber gebt uns wieder die Freude, einen Schalthebel zu umfassen.“
So funktioniert das Manuale By-Wire-System
Das Herzstück des Projekts ist das Manuale-By-Wire-System, das über vier Jahre von Ferrari-Ingenieuren entwickelt wurde. Es kombiniert ein Sechsgang-Schaltgetriebe mit dem vorhandenen Achtgang-DCT und ermöglicht es dem Fahrer, per Knopfdruck zwischen reiner manueller Steuerung und vollem Automatikmodus umzuschalten. Das System nutzt hochentwickelte Sensoren und eigene Steuergeräte, um das mechanische Gefühl einer traditionellen Handschaltung zu reproduzieren, einschließlich Kupplungseingriff, Schalthebelwiderstand und sogar des charakteristischen metallischen Klickens beim Einlegen eines Gangs.
Das Schaltgetriebe hat viele Ferrari-Autos begleitet, die in Erinnerung geblieben sind, das letzte, das es verbaute, war vor zwanzig Jahren der 599. Nun ist es an der Zeit, den Fahrer wieder ins Zentrum des Fahrens zu stellen und ihn das Vergnügen einer ikonischen, physischen und ausdrucksstarken Geste wiedererleben zu lassen.
Die By-Wire-Architektur umfasst einen neu gestalteten Mitteltunnel mit dem klassischen Gated-Shifter, ein ebenfalls elektronisch gesteuertes Kupplungspedal sowie eine Software, die ein Abwürgen simulieren kann, wenn die Kupplung falsch bedient wird. Ferrari gibt an, dass das System millimetergenaue Präzision liefert, ohne die natürliche Geste des Gangwechsels zu verfälschen.
Design und Exklusivität
Optisch hebt sich der 12 Cilindri Manuale durch spezielle Details ab, die vom Designteam unter der Leitung von Flavio Manzoni geschaffen wurden. Die Frontpartie greift den Streifeneffekt des Daytona auf, während das Heck mit einem doppelten Paar Auspuffendrohre aufwartet. Neue Fünfspeichen-Schmiederäder und eine Aluminium-Einstiegsleiste mit eingraviertem Logo runden das Exterieur ab. Im Innenraum wurde der Mitteltunnel um den Gated-Shifter herum komplett neu gestaltet, den Ferrari als Treffpunkt zwischen Tradition und Innovation bezeichnet.
Wir haben nicht einfach das Interieur an neue Anforderungen angepasst; wir haben versucht, den Geist des ursprünglichen Autos treu neu zu interpretieren.
Die Kunden können aus 25 Karosseriefarben und weiteren Personalisierungsmöglichkeiten wählen. Die auf 1.499 Exemplare begrenzte Produktion unterstreicht die Exklusivität des Wagens.
Leistung und Preis
Unter der Haube arbeitet der bekannte 6,5-Liter-V12, der bei 9.250 U/min 830 CV und bei 7.250 U/min 678 Nm Drehmoment leistet. Die Leistungsdaten sind identisch mit denen des Standard-12 Cilindri: 0–100 km/h in 2,9 Sekunden, 0–200 km/h in unter 7,9 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von über 340 km/h. Das Manuale-By-Wire-System kann in jedes Benzin- oder Plug-in-Hybrid-Modell von Ferrari eingebaut werden, auch wenn der 12 Cilindri Manuale das erste ist, das es erhält.
- Der Ferrari 599 GTB wird das letzte Modell, das mit einem Schaltgetriebe angeboten wird.
- Ferrari beginnt mit der vierjährigen Entwicklung des Manuale-By-Wire-Systems.
- Der 12 Cilindri Manuale wird im Ferrari Style Centre in Maranello enthüllt.
- Erste Kundenauslieferungen werden für Anfang 2027 erwartet.
Getrieben von der Leidenschaft der Kunden
Ferrari räumt offen ein, dass das Projekt aus direktem Feedback entstanden ist. Kunden forderten immer wieder eine intensivere, physischere Verbindung zum Auto, und das Unternehmen investierte vier Jahre in die Entwicklung einer Lösung, die altmodische Haptik mit moderner Elektronik verbindet. Das Ergebnis ist ein Getriebe, das so roh oder entspannt sein kann, wie der Fahrer es wünscht – ein Doppelcharakter, von dem Ferrari glaubt, dass er unter Hochleistungssupersportwagen seinesgleichen sucht.


