
Partner nach Tötung einer 27-Jährigen in Santander-Wohnung festgenommen; Fall als 33. Todesfall durch geschlechtsspezifische Gewalt 2026 untersucht
Ein 39-jähriger Mann rief die Polizei und gestand, seine 27-jährige Partnerin am 31. Juli mittags in einer Wohnung im Zentrum Santanders getötet zu haben. Das Gleichstellungsministerium behandelt den Fall als mutmaßlichen geschlechtsspezifischen Mord, was Spaniens Bilanz für 2026 auf 33 getötete Frauen erhöhen und das gemeinsame Kleinkind der beiden zur Waise machen würde.
Die Tötung in der Calle Perines
Die Polizei erhielt am Freitag, den 31. Juli, um 12:30 Uhr einen Anruf, der ihre Anwesenheit in einer Wohnung in der Calle Perines im Stadtteil San Fernando von Santander forderte. Die Beamten fanden eine 27-jährige Frau mit blutenden Wunden vor, die vermutlich von einer Klingenwaffe stammten. Der Rettungsdienst wurde gerufen, konnte aber nur noch ihren Tod feststellen. Ihr Partner, ein 39-jähriger Mann, war am Tatort anwesend.
Der Verdächtige rief laut Polizeiangaben selbst die Polizei an und gestand die Tötung. Es lagen keine früheren Anzeigen wegen geschlechtsspezifischer Gewalt gegen ihn durch das Opfer vor. Die beiden lebten zusammen und hatten ein gemeinsames minderjähriges Kind, das noch sehr jung ist.
Festnahme und Ermittlungen
Die Beamten nahmen den Mann in der Wohnung fest und brachten ihn zur Nationalpolizei-Station in Santander. Die Polizei leitete ihr Protokoll bei geschlechtsspezifischer Gewalt ein, und spezialisierte Ermittler sammeln nun Beweise, um die genauen Umstände des Tötungsdelikts zu klären. Die Regierungsdelegation in Kantabrien leitete die bisher gesammelten Informationen an das Gleichstellungsministerium weiter.
Mehrere Streifenwagen sowie Beamte der Bürgersicherheitsbrigade, der Kriminalpolizei und der Wissenschaftlichen Polizei wurden zu dem Gebäude entsandt. Nachbarn beobachteten von der Straße aus, wie Polizisten den Eingang bewachten. Eine Frau fiel im Hauseingang in Ohnmacht und wurde von Bewohnern desselben Treppenhauses getröstet.
Nationale Bilanz und verwaiste Minderjährige
Das Gleichstellungsministerium erfasst die Daten des Falls in Santander als mutmaßliches Machtverbrechen. Bestätigt sich dies, wäre es der 33. Mord durch geschlechtsspezifische Gewalt in Spanien in diesem Jahr und der 1.374. seit Beginn der offiziellen Erfassung im Jahr 2003. Der letzte Stand vor Freitag lag bei 32 getöteten Frauen im Jahr 2026.
- Die Polizei erhält einen Anruf, der ihre Anwesenheit in der Wohnung in der Calle Perines fordert.
- Beamte finden eine 27-jährige Frau mit tödlichen Stichwunden; der Partner gesteht und wird festgenommen.
- Der Verdächtige wird zur Polizeistation Santander gebracht; das Protokoll bei geschlechtsspezifischer Gewalt wird aktiviert.
- Die Regierungsdelegation leitet die Falldaten an das Gleichstellungsministerium weiter, zur möglichen Aufnahme in die offizielle Statistik.
- Kundgebung zur Verurteilung auf der Plaza del Ayuntamiento in Santander.
Die Tötung hat auch die Zahl der Kinder erhöht, die ohne Mutter zurückbleiben. Bis Freitag waren im Jahr 2026 in Spanien 22 Minderjährige durch geschlechtsspezifische Gewalt zu Waisen geworden, und 532 seit 2013, als der Staat begann, diese Zahl gesondert zu erfassen.
- 2026 (bisher)
- 22 Kinder
- Gesamt seit 2013
- 532 Kinder
Reaktionen aus Gemeinde und Politik
Die Regierungsdelegation kündigte für Samstag, den 1. August, um 10:00 Uhr eine Kundgebung zur Verurteilung auf der Plaza del Ayuntamiento in Santander an. Der Regierungsdelegierte in Kantabrien, Pedro Casares, Bürgermeisterin Gema Igual und die Regionalministerin für Inklusion, Jugend, Familien und Gleichstellung, Begoña Gómez del Río, werden voraussichtlich teilnehmen.
Über den Social-Media-Beitrag der Delegation, der bestätigte, dass Daten gesammelt würden, hinaus wurden zunächst keine weiteren offiziellen Stellungnahmen veröffentlicht. Die Ermittlungen laufen weiter, und der Verdächtige befindet sich in Polizeigewahrsam, bis das gerichtliche Verfahren beginnt.

