
Felssturz in Biarritz tötet Taucherin, Suche nach Vermisstem wegen Instabilität ausgesetzt
Am Mittwochabend stürzte ein Teil der Klippen nahe dem Leuchtturm von Biarritz ein, wobei eine 33‑jährige Frau getötet wurde und ihr 34‑jähriger Partner vermisst wird. Die Rettungskräfte stellten die Suche am Donnerstagnachmittag ein, nachdem weitere Felsstürze das Gebiet zu gefährlich machten.
Ein massiver Felssturz am Fuß des Leuchtturms von Biarritz am Mittwoch, den 24. Juni, tötete eine Taucherin und ließ einen weiteren Taucher vermisst zurück, während ein dritter unverletzt entkam. Der Einsturz hat den Atlantikbadeort erschüttert und eine mehrtägige Such- und Bergungsaktion ausgelöst.
Der Einsturz
Gegen 20:20 Uhr am Mittwoch lösten sich schätzungsweise 2.000 Kubikmeter Gestein von der Klippe am Cap Saint‑Martin, direkt unterhalb des Leuchtturms von Biarritz. Drei Personen waren zu diesem Zeitpunkt im Wasser beim Speerfischen. Einem Mann gelang die Flucht ohne körperliche Verletzungen, er wurde jedoch wegen eines schweren Schocks behandelt. Die anderen beiden, ein örtliches Paar, das der Bürgermeister als „junges, lebendiges Paar, das seine Liebe lebt“ beschrieb, wurden von dem Fels und der dadurch ausgelösten Welle begraben.
Es ist ein echtes Trauma für diesen baskischen Badeort.
Die Feuerwehr barg die Leiche der Frau kurz bevor die Suche gegen 22:45 Uhr am Mittwoch eingestellt wurde. Eine Flosse und eine Harpune, die ihr gehörten, wurden ebenfalls gefunden. Die Suche nach ihrem Partner wurde am frühen Donnerstagmorgen mit 12 Spezialtauchern, einer Drohne und einem Jetski wieder aufgenommen.
- Klippe stürzt ein; etwa 2.000 m³ Gestein fallen nahe dem Leuchtturm von Biarritz und begraben drei Taucher.
- Rettungskräfte bergen die Leiche der 33‑jährigen Taucherin.
- Suche wird mit 12 Spezialtauchern, einer Drohne und einem Jetski wieder aufgenommen.
- Rettungskommandant stellt taucherbasierte Suche nahe der Klippe ein; Unterwasserdrohnen übernehmen für den Vermissten.
Suche wegen erneuter Instabilität ausgesetzt
Am Donnerstagmorgen traten am Einsturzort weiterhin Risse und kleinere Felsstürze auf. Bernard Leugé, der Kommandant des Feuer- und Rettungsdienstes der Pyrénées‑Atlantiques, sagte, die Retter hätten beschlossen, die Taucher etwa 100 Meter von der Klippe zurückzuziehen, um niemanden zu gefährden. Gegen 17:00 Uhr gab er den Stopp der taucherbasierten Suche bekannt.
Die heutigen Suchaktionen waren erfolglos. Wir haben alles getan, was wir mit den Tauchern tun konnten, ohne sie in Gefahr zu bringen. Wir finden die Leiche nicht. Die Entscheidung wurde getroffen, die Suche einzustellen.
Unterwasserdrohnen desselben Dienstes übernahmen die Erkundung des gefährlichsten Bereichs. Leugé sagte, es sei noch nicht bekannt, ob der Vermisste unter den herabgefallenen Felsen eingeklemmt oder von Strömungen fortgetragen worden sei.
Zeugen und die Hitzewelle
Zum Zeitpunkt des Einsturzes war der benachbarte Strand Miramar laut Zeugen überfüllt, da die Temperaturen in Biarritz über 40 °C lagen. Vincent Pariset, 45, war mit seiner Tochter auf einem Paddleboard, als er ein „sehr dumpfes Geräusch, wie einen Donnerschlag“ hörte. Er drehte sich um und sah den Fels ins Meer stürzen, Wasser in die Luft schießen und eine große Welle erzeugen.
Marie Burkel, 32, war am Strand Miramar. Sie sagte, sie habe oft an der Stelle gesessen, wo der Fels herabstürzte, um den Sonnenuntergang zu beobachten. „Wir hätten nie gedacht, dass die Klippe einstürzen könnte“, sagte sie der Agence France‑Presse.
Lokale Reaktion
Bürgermeister Serge Blanco sagte, die Flaggen in der Stadt würden für zwei bis drei Tage auf Halbmast gesetzt. Eine städtische Anordnung habe den Zugang zum Strand und das Schwimmen bereits verboten, fügte er hinzu, räumte aber ein, dass es unmöglich sei, alle davon abzuhalten, sich den Klippen zu nähern. Die Klippe hatte bereits 2008 und 2018 Felsstürze erlebt.


