Makroökonomie · Washington, D.C. und New York
Federal Reserve hebt Leitzins auf 4 % an – einstimmiger Beschluss trotz Trumps Forderungen
Die Federal Reserve hob am Mittwoch ihren Leitzins um 25 Basispunkte auf eine Spanne von 3,75 % bis 4 % an – die erste Zinserhöhung seit Sommer 2023, trotz wiederholter Forderungen des Weißen Hauses nach Senkungen.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von LesEchos.fr, Le Figaro.fr, La Libre.be und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).
Kurz gefasst
Die Federal Reserve stimmte am 16. September 2026 einstimmig dafür, ihren wichtigsten Leitzins um 25 Basispunkte auf eine Spanne von 3,75 % bis 4 % anzuheben – die erste Erhöhung seit Sommer 2023.
Fed-Chef Kevin Warsh nannte die Verbraucherpreisinflation von 3,4 % und die PCE-Inflation von 3,7 % im Juli als Hauptgründe für die Erhöhung; das 2-%-Ziel wird seit mehr als fünf Jahren nicht erreicht.
Die Prognosen der Zentralbank zeigen, dass die Zinsen bei den beiden verbleibenden Sitzungen im Jahr 2026 möglicherweise 4 % bis 4,25 % erreichen könnten; Zinssenkungen werden frühestens für 2028 erwartet.
Präsident Donald Trump forderte auf Truth Social eine schnelle Senkung der Zinsen auf 1 % oder weniger und beschuldigte den Vorstand der Federal Reserve, die Zinsen aus politischen Gründen anzuheben, während er Kevin Warsh persönlich verschonte.
- 16.09.Die Fed stimmt einstimmig für eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte auf 3,75 %–4,00 %
- Ende 2026Fed-Prognosen deuten darauf hin, dass die Leitzinsen 4,00 % bis 4,25 % erreichen könnten
- 2028Frühester erwarteter Zeitpunkt in den Fed-Prognosen für mögliche Zinssenkungen
Entscheidung über den Leitzins
Am Mittwoch, dem 16. September 2026, beschloss die Federal Reserve einstimmig, ihren wichtigsten Leitzins um 25 Basispunkte auf eine Zielspanne von 3,75 % bis 4 % anzuheben. Die Entscheidung ist die erste geldpolitische Straffung der US-Notenbank seit Sommer 2023 und kehrt die Erwartungen einer möglichen Lockerung um. Fed-Chef Kevin Warsh erklärte, dass anhaltender Preisdruck eine straffere Politik erfordere, und stellte fest, dass die Inflation zu lange zu hoch gewesen sei. Die Zentralbank verfolgt weiterhin ein jährliches Inflationsziel von 2 %, ein Ziel, das die Entscheidungsträger seit mehr als fünf Jahren nicht erreicht haben. Durch die Erhöhung der Kosten, zu denen sich Geschäftsbanken über Nacht Geld leihen, will die Zentralbank die Gesamtnachfrage dämpfen und das Verbraucherpreiswachstum bremsen.
„Die heutige Maßnahme zeigt unsere Entschlossenheit und unser Bekenntnis, das Preisstabilitätsziel zu erreichen.“
Inflationsdaten und Zukunftsprognosen
Die politische Anpassung erfolgt im Anschluss an Wirtschaftsdaten, die zeigen, dass die Verbraucherpreise im Jahresvergleich um etwa 3,4 % gestiegen sind, während der Preisindex für die persönlichen Konsumausgaben (PCE) im Juli um 3,7 % zulegte. Die US-Arbeitslosenquote lag dagegen bei 4,1 %, sodass die Belastungen auf dem Arbeitsmarkt für die Notenbank hinter dem Ziel der Preisstabilität zurückstehen. Aktualisierte gesamtwirtschaftliche Prognosen, die zusammen mit der Zinsankündigung veröffentlicht wurden, deuten darauf hin, dass die Leitzinsen bis Ende 2026 zwischen 4 % und 4,25 % liegen könnten. Diese Prognose impliziert, dass die Zentralbank bei einer ihrer beiden verbleibenden Sitzungen in diesem Jahr eine weitere Erhöhung um 25 Basispunkte vornehmen könnte. Darüber hinaus zeigen die aktualisierten Prognosen, dass Zinssenkungen frühestens 2028 erwartet werden. Nach der Veröffentlichung der politischen Erklärung schloss der Handel an der New Yorker Börse am Mittwoch schwächer, da die Anleger auf die restriktive Zinsaussichten reagierten.
Reaktion aus dem Weißen Haus
Präsident Donald Trump kritisierte die Zinserhöhung unmittelbar nach der Ankündigung und forderte, die Kreditkosten schnell zu senken, anstatt sie zu erhöhen. Auf Truth Social postete Trump, dass die inländischen Zinssätze bei 1 % oder weniger liegen sollten, und argumentierte, dass die Vereinigten Staaten die beste Bonität der Welt hätten und sich in einem Investitionsboom befänden. Gegenüber Reportern beschuldigte Trump die Mitglieder des Federal Reserve Boards, aus politischer Feindseligkeit gegenüber seiner Regierung zu handeln und die Zinsen zu erhöhen, um politischen Schaden zuzufügen. Er verzichtete jedoch darauf, Warsh direkt anzugreifen, den er im Frühjahr 2026 zum Leiter der Notenbank ernannt hatte, nachdem er öffentlich vorhergesagt hatte, dass Warsh einer der besten Vorsitzenden in der Geschichte der Institution werden könnte.
„Kevin Warsh ist ein qualitätsvoller Mann, aber egal, wie qualitätsvoll seine Arbeit ist, er muss sich mit einem feindseligen Vorstand auseinandersetzen.“
- Von Trump vorgeschlagener Leitzins
- 1 %
- Inflationsziel der Fed
- 2 %
- Verbraucherpreisinflation
- 3.4 %
- PCE-Preisindex Juli
- 3.7 %
- Arbeitslosenquote
- 4.1 %
- Aktuelle Obergrenze des Leitzinses
- 4 %
- Prognostizierte Obergrenze des Leitzinses Ende 2026
- 4.25 %
Daten aus dem Artikeltext
Institutionelle Unabhängigkeit und Energiepreisdruck
Trump verknüpfte seine geldpolitische Kritik mit Handelsdefiziten und behauptete, dass die Beendigung des Handels mit Defizitpartnerländern mindestens 1,5 Billionen Dollar jährlich einbringen würde. Ökonomen analysierten die Haltung der Zentralbank als eine Behauptung institutioneller Unabhängigkeit gegenüber dem Druck der Exekutive. Eric Dor, Direktor der Wirtschaftsstudien an der IESEG School of Management in Paris und Lille, merkte an, dass steigende Energiepreise im Zusammenhang mit den Spannungen um die Straße von Hormus den Entscheidungsträgern wenig Spielraum ließen. Dor wies darauf hin, dass ein Versäumnis, gegen die Inflation vorzugehen, die Finanzmärkte verunsichert hätte, und fügte hinzu, dass das Ergebnis zeige, dass die von Präsidenten ernannten Mitglieder der Federal Reserve ihre gesetzlichen Aufgaben nicht gefährden würden, um politische Forderungen zu erfüllen.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- LesEchos.frFed, taux d'intérêt : stop ou encore
- Le Figaro.fr"Baissez les taux d'intérêt pour les États-Unis, et vite !" : Donald Trump mécontent de la décision de la Réserve fédérale de relever les taux d'intérêt
- La Libre.be"C'est un désaveu pour Donald Trump" : pourquoi la décision de la Réserve fédérale américaine est un échec pour le président américain
- France 24États-Unis : la Fed relève les taux d'intérêts, une décision qui met Trump en colère
- Kevin Warsh
- Vorsitzender der Federal Reserve, ernannt im Frühjahr 2026
- Donald Trump
- Präsident der Vereinigten Staaten
- Eric Dor
- Direktor der Wirtschaftsstudien an der IESEG School of Management in Paris und Lille
Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.
Pollar unterstützen