
Windböe treibt 13 Fallschirmspringer bei Falcon-Leap-Übung in Belgien in Bäume – zwei Schwerverletzte
Rettungskräfte setzten spezialisierte Höhenrettungsteams in Hechtel-Eksel ein, nachdem plötzliche Windböen multinationale Militärangehörige während taktischer Übungen in Kiefernkronen getrieben hatten.
Windböen stören multinationalen Fallschirmabsprung
Dreizehn Militärfallschirmspringer landeten am Donnerstagnachmittag während einer multinationalen Luftlandeübung in der belgischen Gemeinde Hechtel-Eksel in Baumkronen. Zwei Soldaten erlitten bei der Landung im dichten Waldbestand schwere Verletzungen und wurden mit Krankenwagen in nahegelegene Krankenhäuser gebracht. Der Vorfall ereignete sich am zweiten aufeinanderfolgenden Tag von Fallschirmabsprüngen über Belgisch-Limburg im Rahmen der niederländisch geführten Falcon-Leap-Übung. Militärische Transportflugzeuge waren am frühen Tag vom Luftwaffenstützpunkt Eindhoven in den Niederlanden gestartet, bevor sie Fallschirmspringer über den vorgesehenen Absetzgebieten absetzten. Eine plötzliche und unerwartete Windböe erfasste die absteigenden Soldaten in der Luft und trieb mehrere Personen vom offenen Landeplatz weg direkt in die umliegenden Kiefern.
Notfallreaktion und spezialisierte Baumkronenrettung
Die Notfallrettungszone Noord-Limburg erhielt den ersten Notruf um 12:15 Uhr, woraufhin die regionalen Behörden den medizinischen Interventionsplan aktivierten. Lokale Polizeikräfte von PZ Noord-Limburg und Militärpersonal wurden sofort mobilisiert, um das Waldgebiet um den Flugplatz Sanicole nach vermissten Springern zu durchkämmen. Ersthelfer fanden fünf Fallschirmspringer, die in Baumkronen nahe der Flugplatzgrenze hingen. Ein Soldat konnte sich vor Eintreffen der Rettungskräfte selbst aus der Baumkrone befreien, während ein spezialisiertes Höhenrettungsteam, bekannt als RED-Team, technische Kletterausrüstung einsetzte, um die verbleibenden vier Soldaten sicher zu Boden zu lassen. Sanne Drees, Vertreterin der Rettungszone Noord-Limburg, bestätigte die medizinische Behandlung vor Ort, während der Bürgermeister von Hechtel-Eksel, Johan Dalemans, am Militärgelände eintraf, um die kommunalen Notfallmaßnahmen zu überwachen.
Die Rettungsdienste arbeiten daran, alle Personen zu lokalisieren, um sie zu befreien.
- Militärübung Falcon Leap beginnt mit Operationen vom Luftwaffenstützpunkt Eindhoven
- Rettungsdienste alarmiert, nachdem Windböe Fallschirmspringer in Bäume bläst
- Taktische Lufttransportübungen von Falcon Leap sollen abgeschlossen werden
- Fallschirmspringer sollen über der Ginkelse Heide zum Gedenken an die Schlacht um Arnheim abspringen
Flugfreigabe und militärpolizeiliche Untersuchung
Niederländische Militärbeamte bestätigten, dass die Wetterbedingungen vor dem Abflug alle formalen Flug- und Sprungsicherheitsanforderungen erfüllten. Vincent Vooijs, Sprecher der niederländischen Air Mobile Brigade, erklärte, dass die Windmessungen vor dem Flug vollständig innerhalb der Betriebsgrenzen lagen, sodass die Kommandeure grünes Licht für den Start in Eindhoven geben konnten. Major Patrick Van Aalderen von der 11. Air Mobile Brigade, der an der Koordination der Übung beteiligt war, erklärte, dass Baumlandungen ein bekanntes Risiko bei Luftlandeoperationen darstellen, merkte jedoch an, dass die genaue Unfallursache noch von der Militärpolizei untersucht werde. Frühere Berichte hatten nahegelegt, dass beide Schwerverletzten niederländische Staatsangehörige seien, doch die Militärbehörden stellten später klar, dass die Nationalitäten der Opfer noch ermittelt würden.
Wir wussten, dass es windig sein könnte, aber die Windstärke lag innerhalb der Standards, was ihnen grünes Licht zum Start gab.
- Teilnehmer insgesamt
- 250
- In Bäume gelandete Soldaten
- 13
- In Baumkronen eingeschlossene Soldaten
- 5
- Mit schweren Verletzungen im Krankenhaus
- 2
Umfang und Zeitplan der Falcon-Leap-Übung
Falcon Leap ist die größte Fallschirmjägerübung der niederländischen Streitkräfte und versammelt rund 250 Militärangehörige für taktische Lufttransportübungen. Während des zweiwöchigen Programms operieren militärische Transportflugzeuge vom Luftwaffenstützpunkt Eindhoven aus, um Versorgungsabwürfe und Fallschirmjägereinsätze über Absetzgebieten in den Niederlanden und Belgien durchzuführen. Die Übung begann in der Vorwoche und umfasst Militäreinheiten aus zwölf Nationen, mit Personal aus den Niederlanden, den Vereinigten Staaten, Rumänien, Deutschland, Schweden und Polen. Die Trainingsoperationen im belgischen Luftraum sollen am Freitag abgeschlossen werden, danach wechseln die teilnehmenden Einheiten in die Niederlande für einen Gedenkabsprung über der Ginkelse Heide am Samstag zum Jahrestag der Schlacht um Arnheim.


