
Carabinieri nehmen 37-jährigen Fahrer nach tödlichem Unfall mit Fahrerflucht in Viareggio fest
Ein 37-jähriger moldauischer Staatsangehöriger wurde nach einem Zusammenstoß mit einem Kleintransporter auf der Lombardi-Brücke, bei dem die 46-jährige Linda Martinucci ums Leben kam, in die Justizvollzugsanstalt Pistoia gebracht.
Zusammenstoß auf der Lombardi-Brücke
Die italienischen Carabinieri haben einen 37-jährigen moldauischen Staatsangehörigen nach einem tödlichen Unfall mit Fahrerflucht in Viareggio festgenommen, bei dem die 46-jährige Radfahrerin Linda Martinucci ums Leben kam. Der Zusammenstoß ereignete sich gegen 3:00 Uhr am 11. September auf der abschüssigen Strecke der Lombardi-Brücke zwischen der Torre Matilde und dem Largo Risorgimento in der Nähe des Stadtzentrums. Martinucci fuhr zusammen mit ihrem Partner Rad, als ein Opel-Kleintransporter ein hinter dem Paar fahrendes Auto überholte. Als der Transporter mit hoher Geschwindigkeit abrupt wieder auf die Fahrbahn scherte, erfasste er Martinuccis Fahrrad mit voller Wucht und schleuderte sie mehrere Meter über die Fahrbahn. Ihr Partner, der direkt neben ihr fuhr, blieb körperlich unverletzt. Der Fahrer des Transporters beschleunigte sofort und flüchtete vom Unfallort, ohne anzuhalten, um Hilfe zu leisten.
Notfallmaßnahmen und erste Ermittlungen
Nach dem Aufprall verständigten Martinuccis Partner, der Fahrer des überholten Autos und mehrere Passanten um 2:57 Uhr den Notruf 112. Zeugen notierten das Kennzeichen des flüchtenden Fahrzeugs, bevor es außer Sichtweite verschwand. Ein Rettungswagen erreichte die Unfallstelle nach fünf Minuten um 3:02 Uhr, wo die Sanitäter bei Martinucci starke innere Blutungen und schwere traumatische Verletzungen feststellten. Die Einsatzkräfte leiteten eine Notfallreanimation ein und brachten sie zur sofortigen Einlieferung in die örtliche Notaufnahme in einen Krankenwagen. Martinucci erlitt während des Transports einen Herzstillstand und starb vor Erreichen des Krankenhauses, trotz fortlaufender Wiederbelebungsversuche des medizinischen Personals.
- Zeugen melden den Unfall mit Fahrerflucht der Notrufzentrale unter 112
- Rettungsteam erreicht die Unfallstelle am Largo Risorgimento
- Carabinieri orten und beschlagnahmen den Opel-Transporter nach Auswertung der Zeugenkennzeichen
- Carabinieri überführen den 37-jährigen Fahrer nach Vernehmung in die Justizvollzugsanstalt Pistoia
Vernehmungen und Inhaftierung in der Justizvollzugsanstalt Pistoia
Anhand der von Zeugen notierten Kennzeichendaten konnten die Carabinieri den Opel-Transporter schnell ausfindig machen und das Fahrzeug für die Spurensicherung sicherstellen. Der eingetragene Halter wurde befragt und von jeglicher Beteiligung freigesprochen, nachdem er angab, den Transporter an eine Gruppe moldauischer Staatsangehöriger in Viareggio ausgeliehen zu haben. Die Beamten nahmen zwei moldauische Männer fest, die sich zum Zeitpunkt des Unfalls im Fahrzeug befanden, und unterzogen sie einem Alkotest. Erste Berichte deuteten auf drei Insassen hin, doch die Ermittler stellten fest, dass sich nur zwei Personen an Bord befanden. Beide Verdächtigen weigerten sich zunächst preiszugeben, wer das Fahrzeug geführt hatte. Nach stundenlangen Vernehmungen, die von Staatsanwalt Antonio Mariotti koordiniert wurden, sowie der Auswertung von Aufnahmen der städtischen Überwachungskameras identifizierten die Carabinieri den 37-jährigen Verdächtigen als Fahrer. Die Staatsanwaltschaft ordnete seine Überstellung in die Justizvollzugsanstalt Pistoia an, wegen fahrlässiger Tötung im Straßenverkehr und Fahrerflucht, unter Berufung auf Fluchtgefahr, während der 33-jährige Beifahrer wegen unterlassener Hilfeleistung angeklagt wurde.
Trauerbekundungen in sozialen Medien am Geburtstag der Familie
Martinucci, eine Einwohnerin von Viareggio, wurde am Geburtstag ihrer Tochter getötet. Nur wenige Stunden vor dem Zusammenstoß, kurz nach Mitternacht, hatte sie in den sozialen Medien eine Nachricht für ihre Tochter zusammen mit einem Foto einer Geburtstagstorte veröffentlicht.
Alles Gute, Mutterliebe, du bist mein Leben: Ich liebe dich.
Ihre Tochter veröffentlichte später online eine Nachricht, in der sie ihre Trauer über den plötzlichen Verlust ihrer Mutter zum Ausdruck brachte. Die Ermittlungen der Carabinieri ergaben, dass beide Insassen des Transporters ohne formellen Wohnsitz in Viareggio lebten.


