Sicherheit · Rostock und Güstrow
Fabian-Mordprozess in Rostock fortgesetzt: Schwester sagt aus, BKA-Analyse zeigt Angeklagte egozentrisch
Der Mordprozess um den 8-jährigen Fabian aus Güstrow wurde am 6. August nach einer vierwöchigen Pause am Landgericht Rostock fortgesetzt. Die Schwester der Angeklagten sagte aus, und eine BKA-Kommunikationsanalyse zeichnete das Bild einer egozentrischen, empathielosen Gina H.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von ZEIT ONLINE, N-tv, Norddeutscher Rundfunk und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Der 30-jährigen Angeklagten wird vorgeworfen, den 8-jährigen Fabian am 10. Oktober 2025 an einem Teich bei Klein Upahl, etwa 15 km südlich von Güstrow, erstochen und die Leiche angezündet zu haben. Das mutmaßliche Motiv steht im Zusammenhang mit ihrer Beziehung zu Fabians Vater.
Am 20. Verhandlungstag (6. August 2026) sagte die jüngere Schwester der Angeklagten aus, obwohl ihr ein Zeugnisverweigerungsrecht als Angehörige zustand. Sie beschrieb Gina H. als jähzornig und dazu neigend, aus Aufmerksamkeitsgründen zu lügen. Die Angeklagte schrie ihre Schwester im Gerichtssaal an, woraufhin Richter Holger Schütt beide ermahnte.
Ein Kriminalanalytiker des BKA teilte dem Gericht mit, dass die Angeklagte gegenüber Fabians Vater selbst während des Verschwindens des Jungen ein ‚durchgängig egozentrisches Verhalten‘ gezeigt habe, wobei die Kommunikation auf ihre eigenen Bedürfnisse ausgerichtet und von wenig Empathie geprägt gewesen sei.
Der 21. Verhandlungstag am 7. August wird Mitarbeiter der Familienhilfe und des Jugendamtes sowie eine der Großmütter von Fabian als Zeugen hören. Der Großvater der Angeklagten wird nach Ausübung seines Zeugnisverweigerungsrechts nicht aussagen.
- 10.10.Fabian an einem Teich bei Klein Upahl, etwa 15 km südlich von Güstrow, erstochen; Leiche angezündet
- 6.08.20. Verhandlungstag: Verfahren nach vierwöchiger Pause fortgesetzt; Schwester der Angeklagten sagt aus; BKA-Kommunikationsanalyse vorgelegt
- 7.08.21. Verhandlungstag um 9:30 Uhr: Zeugen, darunter Mitarbeiter der Familienhilfe, des Jugendamts und eine Großmutter von Fabian; Großvater der Angeklagten verweigert Aussage
Prozess nach vierwöchiger Pause fortgesetzt
Der Mordprozess um die Tötung des achtjährigen Fabian aus Güstrow wurde am Donnerstag, dem 6. August 2026, nach einer vierwöchigen Unterbrechung vor dem Landgericht Rostock fortgesetzt. Es war der 20. Verhandlungstag. Die Staatsanwaltschaft wirft der 30-jährigen Angeklagten Gina H. vor, Fabian am 10. Oktober 2025 an einem Teich bei Klein Upahl, etwa 15 Kilometer südlich von Güstrow, erstochen und anschließend den Leichnam angezündet zu haben. Das mutmaßliche Tatmotiv steht im Zusammenhang mit ihrer Beziehung zu Fabians Vater und einer vorübergehenden Trennung der beiden. Der Prozess wird am Freitag, dem 7. August, mit dem 21. Verhandlungstag um 9:30 Uhr fortgesetzt.
Schwester sagt vor Gericht aus
Die jüngere Schwester der Angeklagten sagte am Donnerstag als Zeugin aus, obwohl ihr als Angehörige ein Zeugnisverweigerungsrecht zugestanden hätte. Sie beschrieb Gina H. als liebevoll, aber schnell aufbrausend, wenn die Dinge nicht nach ihrem Willen liefen. Alles habe immer nach ihren Wünschen gehen müssen. Die Schwester warf Gina H. vor, in ihrer Jugend gelogen zu haben, um sich selbst in einem besseren Licht darzustellen und Aufmerksamkeit zu erregen. Die Schwestern hatten in den letzten Jahren wenig Kontakt, und die Zeugin schilderte eine zerrüttete Familie: Sie selbst habe Kontakt zu ihrer Mutter, die durch den Prozess erschöpft sei, während Gina H. weder zur Mutter noch zu den Großeltern, die sie aufgezogen hatten, Kontakt habe.
Im Gerichtssaal kam es zu Spannungen zwischen den Geschwistern. Als die Schwester sagte, Gina H. habe von klein auf versucht, ohne Arbeit durchs Leben zu kommen, schrie die Angeklagte sie an.
„Hast Du einen Dachschaden oder was?“
Der Vorsitzende Richter Holger Schütt ermahnte beide Frauen. Gina H. bezieht seit mehreren Jahren eine 100%ige Erwerbsminderungsrente aufgrund einer diagnostizierten psychischen Erkrankung, an deren Ernsthaftigkeit ihre Schwester jedoch Zweifel äußerte.
BKA-Kommunikationsanalyse
Ein Kriminalanalytiker des Bundeskriminalamtes (BKA) legte der dritten Strafkammer des Gerichts eine Kommunikationsanalyse vor, die auf zahlreichen Sprachnachrichten und Textnachrichten der Angeklagten beruhte. Die Analyse ergab, dass Gina H. gegenüber Fabians Vater ein durchgängig egozentrisches Verhalten an den Tag legte – selbst während der Sohn vermisst war. Ihre Kommunikation kreiste typischerweise um ihre eigenen Bedürfnisse und war von wenig Empathie geprägt. Fabians Vater sah sich von ihr sowohl während ihrer Beziehung als auch während einer vorübergehenden Trennung regelmäßig mit Vorwürfen konfrontiert. Die BKA-Experten stellten fest, dass sich ihr Kommunikationsverhalten vor und nach dem Tod des Jungen weitgehend nicht änderte.
Kindheit und familiärer Hintergrund
Die Schwester schilderte auch ihre Kindheit: Als sie in der Grundschule waren, wurde ihre alleinerziehende Mutter krank, und die Großeltern in Reimershagen (Landkreis Rostock) nahmen die Kinder bei sich auf. Was als vorübergehende Lösung gedacht war, wurde dauerhaft. Die Schwester sagte, die Großmutter habe schließlich den Kontakt zur Mutter abgebrochen und fälschlicherweise behauptet, die Mutter wolle die Kinder nicht zurück. Die Schwester habe später herausgefunden, dass dies nicht stimmte, und beschrieb ihre Kindheit als auf einer Lüge aufgebaut – etwas, das Gina H. nicht akzeptieren wollte. Während der Aussage ihrer Schwester schüttelte Gina H. wiederholt den Kopf oder fasste sich demonstrativ an die Stirn.
Anstehende Verhandlungstage
Für den 21. Verhandlungstag am Freitag sind weitere Zeugen geladen, darunter Mitarbeiter der Familienhilfe und des Jugendamtes sowie eine der Großmütter von Fabian. Der Großvater der Angeklagten, der ursprünglich für Freitag als Zeuge vorgesehen war, wird nach Ausübung seines Zeugnisverweigerungsrechts nicht erscheinen.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- ZEIT ONLINE21. Verhandlungstag: Mordprozess im Fall Fabian geht mit Zeugenaussagen weiter
- N-tv"Hast Du einen Dachschaden?": Fall Fabian: Angeklagte pöbelt ihre Schwester im Gerichtssaal an
- Norddeutscher RundfunkFall Fabian: BKA analysiert Sprachnachrichten der Angeklagten - bringen sie neue Erkenntnisse?
- DIE WELTFall Fabian: Schwester der Angeklagten schildert Entzweiung
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