Konflikte · Koszalin und Łeba

Polnische Abfangjäger fangen russisches Spionageflugzeug Il-20M 56 km vor Koszalin ab – zweiter Vorfall innerhalb von zwei Tagen

Ein polnisches Abfangjägerpaar hat am Dienstagmorgen ein russisches elektronisches Aufklärungsflugzeug Il-20M 56 km nordwestlich von Koszalin abgefangen – der zweite derartige Alarmstart innerhalb von zwei Tagen. Die Maschine flog im internationalen Luftraum ohne Transponder oder Flugplan und testete die NATO-Luftverteidigung.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von www.portalsamorzadowy.pl, wiadomosci.radiozet.pl, TVN24 und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er

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Kurz gefasst

Koszalin, Łeba · Polen
Wie es dazu kam
  1. 31.07.Russische Il-20 über der Ostsee abgefangen (Freitag)
  2. 3.08.Il-20 60 km nordwestlich von Łeba abgefangen
  3. 4.08.Il-20M 56 km nordwestlich von Koszalin abgefangen

Die Abfangaktion

Am Dienstag, den 4. August, fing ein Paar polnischer Abfangjäger ein russisches elektronisches Aufklärungsflugzeug Il-20M über der Ostsee ab. Die Maschine wurde 56 Kilometer nordwestlich von Koszalin entdeckt und flog im internationalen Luftraum. Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz gab den Vorfall in den sozialen Medien bekannt und erklärte, dass das russische Flugzeug den polnischen Luftraum nicht verletzt habe. Ministeriumssprecher Janusz Sejmej bestätigte, dass kein Verstoß stattgefunden habe.

„Heute vor Mittag eine weitere Abfangaktion eines russischen Aufklärungsflugzeugs Il-20M. Diesmal hat ein Bereitschaftspaar unserer Flugzeuge das Aufklärungsflugzeug der Russischen Föderation 56 km nordwestlich von Koszalin abgefangen.“

Władysław Kosiniak-Kamysz, Stellvertretender Ministerpräsident und Verteidigungsminister Polens

Die Abfangaktion folgte dem Standardverfahren: Polnische Kampfflugzeuge näherten sich dem russischen Flugzeug, identifizierten es visuell und mit optoelektronischen Systemen und überwachten seine Flugbahn. Die Il-20M ist eine spezialisierte elektronische Aufklärungsplattform auf Basis der Il-18-Zelle, die dazu dient, Radar-, Kommunikations- und Luftverteidigungsdaten aus sicherer Entfernung zu sammeln, ohne fremden Luftraum zu verletzen.

Ein Muster von Provokationen

Der Alarmstart vom 4. August war der zweite derartige Vorfall innerhalb von zwei Tagen. Am Montag, den 3. August, fingen polnische Jets eine weitere Il-20 60 Kilometer nordwestlich von Łeba ab, etwa 30 km von Ustka entfernt. Auch diese Maschine flog im internationalen Luftraum ohne Flugplan oder aktiven Transponder. Nachdem polnische Piloten Kontakt aufgenommen und sie zum Verlassen des Gebiets aufgefordert hatten, drehte das russische Flugzeug in Richtung Russland ab. Kosiniak-Kamysz bemerkte damals, dass es der erste Versuch seit einiger Zeit eines russischen Flugzeugs sei, sich der polnischen Seegrenze zur Luftaufklärung zu nähern.

„Russland führt erneut provokative Aktivitäten nahe der NATO-Grenzen durch und testet die Wachsamkeit und Bereitschaft der Verteidigungssysteme des Bündnisses.“

Władysław Kosiniak-Kamysz, Stellvertretender Ministerpräsident und Verteidigungsminister Polens

Der Verteidigungsminister fügte hinzu, dass der Vorfall die anhaltende Bedrohung durch Russland bestätige, das weiterhin hybride Operationen, Aufklärungsmissionen und eine feindselige Haltung gegenüber NATO-Staaten durchführe.

Jüngste Eskalation

Die aufeinanderfolgenden Abfangaktionen sind Teil einer breiteren Zunahme. Bereits am Freitag, den 31. Juli, wurde eine Il-20 abgefangen. Mitte Juli fingen polnische Kampfflugzeuge mehrere russische Flugzeuge nahe Ustka und Jastrzębia Góra ab, darunter Il-20-Aufklärungsflugzeuge und Su-30-Kampfjets, die von der Exklave Kaliningrad aus operierten. Am 30. Juli fiel ein russischer Marschflugkörper Ch-101 in Tarnawa-Kolonia in der Region Lublin, obwohl dieser Vorfall getrennt von den Ostsee-Luftpatrouillen war.

Russische Taktiken

Russische Militärflugzeuge, sowohl Aufklärungs- als auch Kampfflugzeuge, fliegen routinemäßig über die Ostsee, wobei sie ihre Transponder ausschalten und keine Flugpläne einreichen. Diese Praxis macht eine Fernidentifizierung unmöglich und erschwert die Arbeit der Flugsicherung. Experten stellen fest, dass solche Flüge seit der groß angelegten Invasion der Ukraine im Jahr 2022 zum Standardverhalten Russlands geworden sind und dazu dienen, die Reaktionszeiten und Luftverteidigungssysteme der NATO zu testen. Abfangaktionen über internationalen Gewässern umfassen Identifizierung, möglichen Funkkontakt und das Begleiten des Flugzeugs aus dem Verantwortungsbereich, wobei die Piloten befugt sind, bei Bedarf Waffen zu zeigen oder Leuchtkugeln abzufeuern.

Offizielle Reaktion

Kosiniak-Kamysz bezeichnete die Vorfälle als bewusste Provokationen, die darauf abzielen, die Bereitschaft der NATO zu testen. Das polnische Verteidigungsministerium hat keine Luftraumverletzung gemeldet, und die Abfangaktionen verliefen ohne Eskalation. Die wiederholte Natur der Flüge hält die alliierten Luftstreitkräfte entlang der Ostsee-Flanke jedoch in erhöhter Alarmbereitschaft.

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