
Gaskartuschenexplosion in Wohnung in Zografou beschädigt Gebäude und bringt zwei Menschen ins Krankenhaus
Eine Gaskartuschenexplosion in einer Wohnung im zweiten Stock in Zografou hat am Dienstagabend Türen beschädigt und zwei Bewohner vorsorglich ins Krankenhaus gebracht.
Explosion am Abend in Zografou
Am Dienstagabend ereignete sich eine Explosion in einer Wohnung im zweiten Stock in der Papagou-Straße in der Athener Gemeinde Zografou. Die Detonation erfolgte zwischen 20:50 Uhr und kurz nach 21:00 Uhr in der Papagou-Straße 99 und erzeugte eine laute Druckwelle, die Bewohner und Anwohner im gesamten Viertel aufschreckte. Die Notrufzentrale mobilisierte unmittelbar nach Eingang der Notrufe Einsatzkräfte und entsandte Beamte der Gemeindepolizei sowie Personal der Feuerwehr zu dem mehrstöckigen Wohnhaus. Die Rettungskräfte richteten einen Sicherheitsbereich um den Hauseingang ein, um Schaulustige von herabfallenden Trümmerteilen und beschädigten Bauteilen fernzuhalten. Die ersten Einheiten, die das Gebäude betraten, bestätigten, dass sich der Vorfall vollständig im Inneren der Wohnung im zweiten Stock abgespielt hatte.
Bombenkommando gibt nach Untersuchung Entwarnung
Die Behörden behandelten die Explosion zunächst als möglichen gezielten Anschlag und prüften, ob ein Sprengmechanismus in dem Wohngebäude platziert worden war. Da erste Einschätzungen die Möglichkeit einer platzierten Bombe nahelegten, entsandten die Einsatzleiter ein Spezialteam der Abteilung für Kampfmittelbeseitigung der griechischen Polizei (TEEM). Die Experten für Kampfmittelbeseitigung untersuchten das Epizentrum der Detonation, das Innere der Wohnung und die umliegenden Flure des Gebäudes. Die Untersuchung der TEEM ergab keinerlei Spuren von Brandsätzen, Schießpulver oder improvisierten Sprengstoffen an der Fundstelle. Die Beamten kamen zu dem Schluss, dass die Detonation von einem gewöhnlichen Haushaltsgasgerät ausging, konkret von einer kleinen tragbaren Campinggaskartusche, die zum Kaffeekochen verwendet wurde.
- Explosion in einer Wohnung im zweiten Stock in der Papagou-Straße 99.
- Polizei, Feuerwehr und ein Rettungswagen des EKAV werden zum Gebäude entsandt.
- Experten für Kampfmittelbeseitigung untersuchen die Räumlichkeiten und schließen einen Sprengsatz aus.
- Ein 33-jähriger Mann und eine 24-jährige Frau werden vorsorglich ins Krankenhaus gebracht.
- Die Feuerwehr leitet eine Untersuchung der Haushaltsgaskartusche ein.
Transport ins Krankenhaus und Sachschäden
Zwei Bewohner, die sich zum Zeitpunkt der Explosion in der Wohnung aufhielten, wurden noch am Ort medizinisch untersucht. Sanitäter des Nationalen Notfallzentrums (EKAV) brachten das Paar – einen 33-jährigen Mann und eine 24-jährige Frau – für vorsorgliche Untersuchungen in ein Krankenhaus. Die Wucht des Gasdurchbruchs verursachte erhebliche Sachschäden in den Räumen der Wohnung im zweiten Stock. Die Druckwelle riss Türen in der Wohnung auf und beschädigte sie und setzte Gemeinschaftsflächen und Türrahmen im gemeinsamen Gebäudeflur in Mitleidenschaft. Die Feuerwehr sicherte den Flur im zweiten Stock und bestätigte, dass die statische Stabilität des Wohnblocks intakt blieb.
Feuerwehr leitet technische Untersuchung
Nach den negativen Befunden des TEEM-Bombenkommandos übernahm die Feuerwehr die vorläufige Untersuchung des Vorfalls. Die in die Papagou-Straße 99 entsandten Feuerwehrkräfte mussten keine aktiven Löscharbeiten durchführen, da die Explosion kein anhaltendes Feuer in der Wohnung auslöste. Die Ermittler konzentrierten ihre Untersuchungen auf die konkrete Funktionsweise der tragbaren Gaskartusche und ihrer Brennerbaugruppe. Die laufende Untersuchung soll klären, ob ein mechanisches Versagen, ein Ventilleck oder die Handhabung durch den Nutzer den plötzlichen Gasanstieg und die anschließende Zündung ausgelöst hat. Die Behörden erklärten, die Untersuchung werde mit einem förmlichen technischen Bericht abschließen, der die Ursachen des Defekts am Haushaltsgerät darlegt.

